Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es, einen Einblick in die Wechselwirkungen von urbaner Bodenversiegelung und dem Wasserhaushalt von Stadtgebieten zu gewähren. Zunächst wird aufgezeigt, in welcher Form Bodenversiegelung vorliegen und wie diese kartographisch erfasst werden kann. In der Folge werden die Grundlagen der Siedlungshydrologie abgehandelt und die unterschiedlichen Formen der Siedlungsentwässerung, mit besonderem Schwerpunkt auf der dezentralen Versickerung, angesprochen. Zudem wird auf die möglichen Risiken durch Schadstoffeinträge in das Grundwasser und die Entstehung von Hochwässern eingegangen. Die getroffenen Erkenntnisse werden schlussendlich auf zwei Fallbeispiele, zunächst das Frankenstadion in Nürnberg und danach den EXPO 2000- Stadtteil Kronsberg in Hannover, übertragen. Ganz zu Beginn dieser Arbeit wird jedoch zunächst eine Erläuterung der Begrifflichkeit der „Bodenversiegelung“ vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bodenversiegelung
- Erläuterung der Begrifflichkeit
- Klassifizierung von Bodenversiegelung
- Urbaner Wasserhaushalt
- Siedlungshydrologie
- Niederschlagswasser
- Dezentrale Versickerung
- Voraussetzungen
- Flächenversickerung
- Muldenversickerung
- Rigolen- und Rohrversickerung
- Schachtversickerung
- Regenwasserableitung
- Querschnittsdimensionierung von Abwasserkanälen
- Hochwasserschutz
- Nutzung von Regenwasser
- Fallbeispiele
- Regenwassernutzung im Nürnberger Frankenstadion
- Hannover Kronsberg
- Ausblick
- Zusammenfassung
- Literatur
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit widmet sich der Untersuchung der Beziehung zwischen urbaner Bodenversiegelung und dem Wasserhaushalt von Stadtgebieten. Sie beleuchtet die verschiedenen Arten und Ausmaße der Versiegelung sowie die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, insbesondere die dezentrale Versickerung. Die Arbeit untersucht auch die Risiken durch Schadstoffeinträge und die Entstehung von Hochwasser, bevor sie zwei Fallbeispiele analysiert.
- Erläuterung der Begrifflichkeit „Bodenversiegelung“ und ihrer verschiedenen Kategorien
- Klassifizierung und Auswirkungen der Bodenversiegelung auf den Wasserhaushalt von Stadtgebieten
- Die Rolle der dezentralen Versickerung bei der Bewältigung von Niederschlagswasser
- Risiken durch Schadstoffeinträge und die Entstehung von Hochwasser in urbanen Gebieten
- Analyse der Auswirkungen der Bodenversiegelung anhand von Fallbeispielen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Thematik der Arbeit und erläutert die Zielsetzung. Kapitel 2 behandelt die Definition und Klassifizierung der Bodenversiegelung, wobei verschiedene Kategorien und ihre Auswirkungen auf den Wasserhaushalt beleuchtet werden. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Niederschlagswasser und verschiedenen Formen der dezentralen Versickerung, einschließlich der Risiken durch Schadstoffeinträge und die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes. Kapitel 4 stellt zwei Fallbeispiele vor – das Frankenstadion in Nürnberg und den EXPO 2000-Stadtteil Kronsberg in Hannover – um die Auswirkungen der Bodenversiegelung in konkreten Situationen zu veranschaulichen.
Schlüsselwörter
Bodenversiegelung, urbaner Wasserhaushalt, Siedlungshydrologie, dezentrale Versickerung, Niederschlagswasser, Abflussbeiwert, Schadstoffeintrag, Hochwasser, Fallbeispiele, Frankenstadion, Kronsberg, EXPO 2000.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Bodenversiegelung?
Bodenversiegelung bezeichnet das Abdecken des natürlichen Bodens durch luft- und wasserundurchlässige Schichten wie Asphalt, Beton oder Gebäude.
Welche Auswirkungen hat die Versiegelung auf den urbanen Wasserhaushalt?
Durch die Versiegelung kann Regenwasser nicht mehr versickern, was zu einem erhöhten oberflächlichen Abfluss, einer Überlastung der Kanalisation und einem erhöhten Hochwasserrisiko führt.
Was ist dezentrale Versickerung?
Dezentrale Versickerung umfasst Methoden wie Mulden-, Rigolen- oder Schachtversickerung, um Niederschlagswasser direkt vor Ort dem Grundwasser zuzuführen, anstatt es in die Kanalisation zu leiten.
Welche Risiken bestehen für das Grundwasser?
In urbanen Gebieten kann Niederschlagswasser Schadstoffe von Verkehrsflächen aufnehmen. Ohne ausreichende Vorreinigung besteht die Gefahr eines Schadstoffeintrags in das Grundwasser.
Was ist Siedlungshydrologie?
Die Siedlungshydrologie befasst sich mit den Wasserkreisläufen in besiedelten Gebieten, insbesondere mit der Trinkwasserversorgung sowie der Abwasser- und Regenwasserentsorgung.
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- Arne Heinrich (Author), 2006, Wasserhaushalt von Stadtgebieten und ökologische Folgen der Bodenversiegelung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51515