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Wortneubildungen im Bereich der deutschen Hip-Hop-Kultur

Title: Wortneubildungen im Bereich der deutschen Hip-Hop-Kultur

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Thomas Oliver Schindler (Author)

German Studies - Linguistics
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„Die Identifikation der Jugendlichen mit einem Musikstil, einer Gruppe oder einem Star ist von immenser Bedeutung. Nach dem Musikstil richten sich Zugehörigkeit zu einer Clique, die Identifikation mit einer Jugendgruppe oder Jugendkultur“ .
Aufgrund der Jugendlichkeit der Musikrichtung selbst, die 1970 in New York von der Jugend für die Jugend entstand, sind die Mitglieder der HipHop-Kultur hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene. Auch die deutschsprachige HipHop-Kultur definiert sich primär über die Musikrichtung, jedoch spielen mittlerweile viele andere Lebensbereiche in dieses Kulturumfeld mit hinein: Mode, Medien , Kunst (Graffiti), Sport (Breakdance) uvm. . Der Begriff ‚HipHop’ ist also mittlerweile mehr als jugendlicher Lifestyle zu verstehen, denn als fachliche Bezeichnung für eine Musikrichtung. Aus diesem Grund ist die spezifische HipHop-Sprache weniger als Fachsprache zu verstehen, sondern mehr als Gruppensprache, obwohl es natürlich Abstufungen gibt. So bedienen sich beispielsweise die HipHop-Musiker einer sehr kryptischen Fachsprache, die sich vor allem auf die enorm wichtigen technischen Aspekte der Musik konzentrieren und von einem Großteil der Fans und Anhänger dieser Lifestyle-Richtung nicht verstanden werden muss. In der vorliegenden Arbeit soll also nicht die Musik-Fachsprache untersucht werden, sondern eher die Lifestyle-Gruppensprache. „Die Gemeinsamkeiten einer Jugendgruppe manifestieren sich in ihrem Musikstil, viele Gruppen definieren sich über den Musikstil, den sie hören. Musik ist in vielen Fällen die wichtigste Ausdrucksform der Jugend, sowohl nach innen wie nach außen“ .
Anhand von repräsentativen Printquellen soll der Bereich der deutschen HipHop-Kultur nach Neuwortbildungen untersucht werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, mittels einer Momentstichprobe Neuwortbildungen zu finden, zu sichten, formal zu klassifizieren und vereinzelt semantische Unklarheiten beispielhaft zu untersuchen. Zunächst wird die formale Klassifikation vor allem anhand der festgelegten Wortbildungstypen der deutschen Sprache nach Altmann und Kemmerling und formalen Subkategorien vorgenommen. Dann sollen eventuelle Besonderheiten bei der Klassifikation, interessante Wortbildungen und vor allem semantische Unklarheiten exemplarisch analysiert werden. Als Ergebnis erhält der Leser der Arbeit dann ein kategorisiertes, repräsentatives und in Einzelfällen kommentiertes und analysiertes Corpus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorwort

1.2. Die Sprecher

1.3. Wichtige sprachliche Auffälligkeiten

1.4. Literatur

1.5. Die Vorgehensweise dieser Arbeit

2. Das Corpus

3. Kategorisierung und exemplarische Analyse

3.1. Determinativkomposita

3.2. Zusammenrückungen

3.3. Zusammenbildung / synthetische Komposita

3.4. Steigerungsbildungen

3.5. Suffigierungen

3.8. lexikalische Konversionen

3.7. grammatische Transpositionen / syntaktische Konversionen

3.8. Wortkürzungen

3.9. Wortkreuzungen / Blends

3.10. Reduplikationen

4. Zusammenfassung

5. Quellen und Literatur

5.1. Printquellen / Siglen

5.2. Quellen aus dem Netz

5.3. Sekundärliteratur

6. Anhang (tabellarischer Corpus)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wortneubildungsproduktivität innerhalb der deutschen HipHop-Kultur anhand einer Momentstichprobe aus drei repräsentativen Fachzeitschriften. Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Mechanismen, wie die Vermischung von deutschem und englischem Sprachgut, formal zu klassifizieren und semantisch zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die heterogene Gruppensprache des HipHop-Lifestyles zu gewinnen.

  • Analyse der Wortneubildung in der deutschen HipHop-Kultur
  • Untersuchung von Sprachmischungen zwischen Deutsch und Amerikanisch-Englisch
  • Klassifizierung nach linguistischen Wortbildungstypen
  • Analyse semantischer Besonderheiten und Ad-hoc-Bildungen
  • Erstellung eines kategorisierten Corpus als Ergebnis der Untersuchung

Auszug aus dem Buch

3.1. Determinativkomposita

Das Determinativkompositum stellte sich erwartungsgemäß auch im Bereich der HipHop-Kultur als der produktivste Wortbildungstyp zur Kreation neuer Wörter heraus. Bei der Corpusbildung stachen vor allem die häufigen Bildungen mit der Komponente ‚Hip-Hop’ / ‚HipHop’ und ‚Rap’ heraus.

Zu dieser beliebig erweiterbaren Sammlung an Determinativkomposita ist anzumerken, dass die Komponente ‚Hip-Hop’ bzw. ‚HipHop’ nur als Determinans auftritt und niemals als Determinatum. Das heißt natürlich nicht, dass ‚Hip-Hop’ bzw. ‚HipHop’ als Determinatum nicht möglich wäre, im Gegenteil: eine Bildung wie „Oldschool-HipHop“ analog zu „Oldschool-Rap“ (BS30) wäre durchaus gebräuchlich, konnte in den zur Corpusbildung verwendeten Quellen jedoch nicht gefunden werden. Auffällig ist außerdem, dass alle gefundenen Bildungen nur zweigliedrig und, mit Ausnahme der Beispiele aus der Zeitschrift ‚Bounce’, alle mit Bindestrich verbunden sind. Die unterschiedlichen Schreibweisen haben jedoch keinerlei semantische Relevanz und scheinen lediglich eine Stilfrage zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Ursprung der HipHop-Kultur ein, definiert die Zielgruppe und beleuchtet die sprachlichen Besonderheiten, insbesondere den Einfluss des Amerikanisch-Englischen.

2. Das Corpus: Hier wird der Umfang und die Auswahl der verwendeten Printquellen (Juice, Backspin, Bounce) für die linguistische Analyse dargelegt.

3. Kategorisierung und exemplarische Analyse: Dieser Hauptteil klassifiziert die gefundenen Wortneubildungen systematisch nach linguistischen Kriterien wie Komposita, Konversionen und Kürzungen.

4. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Bedeutung der HipHop-Sprache als dynamische, heterogene Gruppensprache hervorgehoben.

5. Quellen und Literatur: Auflistung der verwendeten Printmedien, Internetquellen und linguistischen Fachliteratur.

6. Anhang (tabellarischer Corpus): Eine tabellarische Übersicht aller untersuchten Wortneubildungen des erstellten Beispielcorpus.

Schlüsselwörter

HipHop, Wortneubildung, Sprachmischung, Determinativkomposita, Jugendsprache, Anglizismen, linguistische Analyse, Gruppensprache, Wortbildungstypen, Ad-hoc-Bildungen, Rap, Lifestyle, Semantik, Morphologie, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Wortneubildungsprozessen in der deutschen HipHop-Kultur und der Art und Weise, wie diese Szene ihre eigene Sprache durch Sprachmischung und kreative Wortbildungen prägt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse der Produktivität bei Wortneubildungen, der Einfluss des Englischen auf die deutsche HipHop-Sprache und die soziolinguistische Einordnung der Sprache als Lifestyle-Gruppensprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Momentstichprobe aus aktuellen HipHop-Zeitschriften zu nutzen, um die vorherrschenden Wortbildungsmuster formal zu klassifizieren und semantisch zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die formale Klassifikation nach den Wortbildungstypen der deutschen Sprache, insbesondere unter Heranziehung von Altmann und Kemmerling, ergänzt um eine exemplarische semantische Analyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kategorien wie Determinativkomposita, Zusammenrückungen, Suffigierungen, Konversionen, Wortkürzungen, Blends und Reduplikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen HipHop, Wortneubildung, Sprachmischung, Jugendsprache, Anglizismen und linguistische Analyse.

Welche Rolle spielen die Begriffe "Beef" und "W-W-Word-Cuts"?

Diese Begriffe dienen als Fallbeispiele für die semantische Komplexität und den Fachwortschatz innerhalb der HipHop-Szene, die für Außenstehende ohne Kontext oft schwer verständlich sind.

Warum wird "Bizz" oder "Biz" als Sonderfall betrachtet?

Es handelt sich um einen Sonderfall, da hier eine Kopfkürzung mit einer gleichzeitigen graphemischen Verschiebung des Schriftbildes zur phonetischen Aussprache kombiniert wird.

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Details

Title
Wortneubildungen im Bereich der deutschen Hip-Hop-Kultur
College
LMU Munich  (Institut für germanistische Linguistik)
Course
Neologismen
Grade
2
Author
Thomas Oliver Schindler (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V51294
ISBN (eBook)
9783638473064
ISBN (Book)
9783656059899
Language
German
Tags
Wortneubildungen Bereich Hip-Hop-Kultur Neologismen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Oliver Schindler (Author), 2005, Wortneubildungen im Bereich der deutschen Hip-Hop-Kultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51294
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