Um den Einfluss ethnischer Zugehörigkeit als ein Indikator der soziale Schieflage in der Wahlbeteiligung ansatzweise erklären zu können, sollte zunächst einmal der Indikator selbst betrachtet und erläutert werden. Was also ist Ethnie oder Ethnizität bzw. was ist eine ethnische Zugehörigkeit oder eine ethnische Gruppe?
Das Wort „ethnisch“ stammt von dem griechischen Wort „ethnikós“ ab und bedeutet zum Volk gehörend. Demnach bedeutet eine ethnische Zugehörigkeit zu einer Gruppe, mit anderen Mitgliedern dieser Gruppe ein bestimmtes Gemeinschaftsbewusstsein zu besitzen und mit ihnen verschiedene Eigenschaften, wie die Sprache, Kultur, Traditionen, Religion oder Gebräuche zu teilen. Dabei ist die ethnische Herkunft nicht identisch mit Nationalität zu sehen. Im Grunde kann auch jemand aus Essen in Duisburg aufgrund seiner ethnischen Herkunft diskriminiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Ethnische Zugehörigkeit
- Sinkende Wahlbeteiligung
- Ethnische Zugehörigkeit als Indikator für soziale Schieflage in der Wahlbeteiligung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert den Einfluss ethnischer Zugehörigkeit als Indikator für soziale Schieflage in der Wahlbeteiligung. Die Arbeit beleuchtet die Relevanz von sozioökonomischen Faktoren und dem sozialen Umfeld auf die Wahlbeteiligung.
- Konzept der Ethnizität und deren Auswirkungen
- Tendenzen zur sinkenden Wahlbeteiligung
- Soziale Schieflage und ethnische Zugehörigkeit im Kontext von Wahlbeteiligung
- Räumliche Trennung von Wählerinnen und Nicht-Wählerinnen
- Politische Partizipation und Integration von Migrantinnen und Migranten
Zusammenfassung der Kapitel
- Der erste Abschnitt erklärt das Konzept der ethnischen Zugehörigkeit und beleuchtet die wissenschaftlichen Debatten über die Definition von Ethnizität.
- Der zweite Abschnitt beschreibt das Phänomen der sinkenden Wahlbeteiligung in etablierten Demokratien und analysiert die Entwicklung in Deutschland.
- Der dritte Abschnitt präsentiert Studienergebnisse der Bertelsmann-Stiftung, die den Einfluss von sozialer Schieflage und ethnischer Zugehörigkeit auf die Wahlbeteiligung untersuchen.
- Der vierte Abschnitt fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und stellt fest, dass soziale und ethnische Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Wahlbeteiligung haben.
Schlüsselwörter
Ethnische Zugehörigkeit, Wahlbeteiligung, Soziale Schieflage, Migrantinnen und Migranten, Politische Integration, Sozioökonomische Faktoren, Wahlnorm, Systemunterstützung, Politisches Interesse.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "ethnische Zugehörigkeit"?
Es beschreibt das Bewusstsein, zu einer Gruppe zu gehören, die gemeinsame Eigenschaften wie Sprache, Kultur, Traditionen oder Religion teilt. Sie ist nicht mit der Nationalität gleichzusetzen.
Wie beeinflusst die Ethnie die Wahlbeteiligung?
Der Text zeigt auf, dass ethnische Zugehörigkeit oft mit sozioökonomischen Faktoren korreliert, was zu einer sozialen Schieflage bei der politischen Partizipation führen kann.
Warum sinkt die Wahlbeteiligung in Demokratien?
Untersucht werden Faktoren wie schwindendes politisches Interesse, mangelnde Systemunterstützung und die räumliche Trennung von Wählern und Nicht-Wählern.
Welche Rolle spielt die soziale Schieflage?
Studien der Bertelsmann-Stiftung belegen, dass Menschen in sozial benachteiligten Lagen (oft auch mit Migrationshintergrund) seltener zur Wahl gehen, was die demokratische Repräsentation gefährdet.
Kann man innerhalb einer Stadt ethnisch diskriminiert werden?
Ja, der Text verdeutlicht, dass Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft unabhängig von der Staatsangehörigkeit oder dem Wohnort (z.B. Essen vs. Duisburg) auftreten kann.
- Quote paper
- Mira Wiegand (Author), 2016, Ethnische Zugehörigkeit als Indikator für soziale Schieflage in der Wahlbeteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512471