Wie sieht die Dokumentarfilmbrache Österreichs aktuell aus?
In welchem Umfeld, bezogen auf Mitbewerber und Produktionsvolumina, agieren die Produzenten?
Wie sieht die Verhandlungsstärke der Abnehmer wie z.B. des ORF aus, wer sind diese, was interessiert sie und wofür sind sie bereit zu zahlen?
Bei welchen Förderinstitutionen haben dokumentarische Formate die höchsten Chancen auf finanzielle Unterstützung?
Welche Verwertungsstrategie können die Produzenten verfolgen und worauf ist bei einer internationalen Ausrichtung zu achten?
Diese und weitere Fragen erörtert der vorliegende Band, wobei Daten und Fakten zum österreichischen Dokumentarfilmsektor der Jahre 1999 bis 2003 gesammelt wurden. Neben quantitativen Daten zu Produktionsvolumina, Anzahl und Struktur der Dokumentarfilmproduktionsfirmen werden die Standorte und die Standortwahl der Unternehmen erörtert, da die Nähe zu einem Auftraggeber mitunter Auswirkungen auf den Umsatz und den Gewinn eines Unternehmens haben kann.
Im Kapitel „Finanzierung“ werden diverse Fördereinrichtungen vorgestellt und Budgets, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Förderverhalten der Institutionen gezeigt. Ein Abschnitt zu den Vor- und Nachteilen internationaler Koproduktionen sowie drei Fallstudien runden die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Untersuchungsziel
- 1.3 Begriffe
- 1.4 Theoretischer Bezugsrahmen und Hypothesen
- 1.5 Hauptquellen und Quellenkritik
- 1.6 Arbeitsmethode
- 2. Statistik
- 2.1 Hersteller dokumentarischer Formate in Österreich
- 2.1.1 Allgemeines
- 2.1.2 Standort
- 2.1.3 Finanzdaten
- 2.1.4 Personal
- 2.2 Dokumentarische Formate in Österreich
- 3. Finanzierung
- 3.1 Arten der Finanzierung
- 3.2 Finanzierung dokumentarischer Formate in Österreich
- 3.3 Filmförderung in Österreich
- 3.3.1 Österreichisches Filminstitut
- 3.3.2 Film/Fernseh-Abkommen
- 3.3.3 Fernsehfilmförderungsfonds (FFFF)
- 3.3.4 Bundeskanzleramt Kunstsektion II/3
- 3.3.5 Filmfonds Wien
- 3.3.6 Förderung dokumentarischer Formate in Österreich
- 4. Dokumentarische Formate im österreichischen Fernsehen
- 4.1 ORF
- 4.1.1 ORF-Sendungsprofile
- 4.1.2 Lizenz-, Ko- und Auftragsproduktion im ORF
- 4.2 Spartenkanäle ARTE, 3 Sat, BR alpha
- 4.3 ATVplus
- 4.4 Puls TV
- 4.5 EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“
- 5. (Europäische) Zusammenarbeit
- 5.1 Strategien
- 5.2 Koproduktionen
- 6. Fallstudien
- 6.1 Fallstudie 1
- 6.2 Fallstudie 2
- 6.3 Fallstudie 3
- 7. Zusammenfassung
- 7.1 Ergebnisse (Five-Forces-Modell)
- 7.2 Überprüfung der Hypothesen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die österreichische Dokumentarfilmszene im Detail. Sie analysiert die Strukturen, Produktionsbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten, die den Dokumentarfilmsektor in Österreich prägen. Darüber hinaus werden die verschiedenen Distributionswege und die Rolle der Medien in der Verwertung dokumentarischer Formate beleuchtet.
- Die Strukturen und Organisationsformen der Dokumentarfilmindustrie in Österreich
- Die Finanzierungsmöglichkeiten für Dokumentarfilme in Österreich
- Die Rolle des österreichischen Fernsehens für die Distribution und Verwertung von Dokumentarfilmen
- Die Bedeutung von internationalen Koproduktionen für die Produktion und Distribution von Dokumentarfilmen
- Die Herausforderungen und Chancen, die der Dokumentarfilmsektor in Österreich vor sich hat
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und definiert die Problemstellung, das Untersuchungsziel und die wichtigsten Begriffe. Es werden auch der theoretische Bezugsrahmen und die Hypothesen der Arbeit vorgestellt.
Kapitel 2 präsentiert die Ergebnisse der statistischen Analyse des österreichischen Dokumentarfilmsektors. Es analysiert die Anzahl und Verteilung der Produktionsfirmen, die Produktionsbedingungen und die finanziellen Ressourcen.
Kapitel 3 widmet sich der Finanzierung von Dokumentarfilmen in Österreich. Es beschreibt die verschiedenen Arten der Finanzierung, die wichtigsten Förderinstitutionen und die Förderbedingungen.
Kapitel 4 untersucht die Rolle des österreichischen Fernsehens für die Verwertung und Verbreitung von Dokumentarfilmen. Es analysiert die Programmprofile der verschiedenen Sender und die Bedeutung von Lizenz-, Ko- und Auftragsproduktionen.
Kapitel 5 beleuchtet die Bedeutung von internationaler Zusammenarbeit für die Produktion und Verwertung von Dokumentarfilmen. Es analysiert die Strategien und Möglichkeiten von Koproduktionen.
Kapitel 6 präsentiert drei Fallstudien, die die Analyse der österreichischen Dokumentarfilmszene vertiefen.
Schlüsselwörter
Dokumentarfilm, Österreich, Produktion, Finanzierung, Filmförderung, Fernsehen, Distribution, Verwertung, Koproduktionen, Five-Forces-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Wie ist die Dokumentarfilmbranche in Österreich strukturiert?
Die Branche besteht aus zahlreichen Produktionsfirmen, deren Erfolg stark von Standorten, der Nähe zu Auftraggebern wie dem ORF und Fördermitteln abhängt.
Welche Rolle spielt der ORF für österreichische Dokumentarfilmer?
Der ORF ist ein zentraler Abnehmer und Partner für Lizenz-, Ko- und Auftragsproduktionen, besitzt jedoch eine hohe Verhandlungsstärke gegenüber den Produzenten.
Wo erhalten Dokumentarfilme in Österreich finanzielle Unterstützung?
Wichtige Förderstellen sind das Österreichische Filminstitut, der Fernsehfilmförderungsfonds (FFFF) und der Filmfonds Wien.
Was sind die Vorteile internationaler Koproduktionen?
Koproduktionen ermöglichen den Zugang zu größeren Budgets, internationalem Know-how und einer breiteren Distribution über die Landesgrenzen hinaus.
Was untersucht das Five-Forces-Modell in dieser Arbeit?
Es analysiert die Wettbewerbskräfte innerhalb der Branche, einschließlich der Verhandlungsmacht von Lieferanten und Abnehmern sowie der Bedrohung durch neue Mitbewerber.
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- Diana Klein (Author), 2004, Dokumentarfilm in Österreich - Standorte, Firmen, Finanzierung und Märkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51225