Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Geschlechterrollen in Schulbüchern. Grundsätzlich sollte es egal sein in welchem Medium gelehrt wird, solange Geschlechtergerechtigkeit besteht, und sich niemand benachteiligt fühlt. Ein Kritikpunkt stellen auch die Autorinnen und Autoren von Schulbüchern dar, von denen letztere deutlich in der Überzahl vertreten sind. Daher kann es auch vorkommen, dass unbewusst geschlechterspezifische Inhalte in die Bücher übernommen werden. Eine "gute Mischung" sollte die Lösung sein und jeweils klischeehafte Abbildungen mit gendersensiblen verbunden werden. Schließlich sollte ein Schulbuch als Lernhilfe dienen und dies verläuft auf positiver Ebene, in einer positiven Umgebung, mit positiven Lernmitteln, mit denen man gerne arbeitet und sich dabei wohlfühlt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist ein Schulbuch/ Lehrbuch? - Ein Definitionsversuch
- Antidiskriminierende Sprachempfehlungen - problematisch?
- Das Bild im Schulbuch
- Schulbücher der Vergangenheit
- Schulbücher im Nationalsozialismus
- Schulbücher als Herrschaftssicherungsinstrument der SED
- Schulbücher der Gegenwart
- Beispielbücher einer 9.-Klässlerin – meine Oberstufenbücher
- Sind diese Lehrmittel noch zeitgemäß?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Darstellung von Diversity und Geschlechtergerechtigkeit in Schulbüchern anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Epochen. Ziel ist es, die Entwicklung von Schulbüchern im Hinblick auf ihre Repräsentation von Diversität und Geschlechtergerechtigkeit aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen, inwiefern diese Lehrmittel zeitgemäß sind.
- Definition und Funktion von Schulbüchern
- Kritische Betrachtung von antidiskriminierenden Sprachempfehlungen in Schulbüchern
- Rolle von Bildern und visuellen Darstellungen in Schulbüchern
- Geschichtliche Entwicklung von Schulbüchern im Hinblick auf Diversity und Geschlechtergerechtigkeit
- Bewertung der zeitgemäßen Relevanz von Schulbüchern im Kontext der heutigen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung definiert den Begriff des Schulbuchs und untersucht, inwiefern antidiskriminierende Sprachempfehlungen in Schulbüchern problematisch sein können. Das Kapitel „Das Bild im Schulbuch“ beleuchtet die Rolle von visuellen Darstellungen in Schulbüchern und deren Einfluss auf die Rezeption von Inhalten.
Schlüsselwörter
Schulbuch, Lehrbuch, Diversity, Geschlechtergerechtigkeit, Antidiskriminierung, Sprachempfehlungen, Bilder, visuelle Darstellungen, Schulbücher im Nationalsozialismus, Schulbücher in der DDR, zeitgemäße Lehrmittel.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird die Geschlechterdarstellung in Schulbüchern kritisiert?
Kritikpunkte sind oft unbewusste klischeehafte Rollenbilder und eine Unterrepräsentation von Frauen, was durch eine männliche Überzahl bei den Autoren verstärkt werden kann.
Wie wurden Schulbücher im Nationalsozialismus genutzt?
Sie dienten als Instrument zur ideologischen Indoktrination und zur Festschreibung diskriminierender Weltbilder.
Was bedeutet "gendersensible" Gestaltung von Lernmitteln?
Es bedeutet, eine ausgewogene Mischung aus traditionellen und modernen Rollenbildern zu zeigen, um niemanden zu benachteiligen und eine positive Lernumgebung für alle zu schaffen.
Welche Rolle spielen Bilder in modernen Schulbüchern?
Bilder prägen die Wahrnehmung von Diversität und Geschlechterrollen oft stärker als Texte, weshalb ihre Auswahl für die Gendersensibilität entscheidend ist.
Sind aktuelle Lehrmittel immer zeitgemäß?
Die Arbeit hinterfragt dies kritisch und regt an, Schulbücher ständig auf ihre Konformität mit heutigen Standards der Geschlechtergerechtigkeit zu prüfen.
- Quote paper
- Annika Haas (Author), 2016, Geschlechterdarstellung in Schulbüchern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511868