Einführung
Heute könnte man sich die Welt ohne Marketing, in seiner aktuellen und komplexen Form gar nicht mehr vorstellen, Marketing ist in jedem modernen Wirtschaftssystem anzutreffen, es ist ein systemindifferenter Tatbestand1. Marketing im klassischen Sinne umfasst die Planung, Organisation und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten mit dem Ziel, eine dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse zu erreichen und komparative Wettbewerbsvorteile zu realisieren.2
Für die Erreichung eines Ziels ist eine klare Vorgehensweise Voraussetzung. So gibt es auch im Bereiche des Marketing einen Konzeptionierungsprozess. Um einen Markt erfolgreich zu bearbeiten, muss man ihn kennen, genauso die eigenen Fähigkeiten, deswegen ist eine gründliche Analyse der externen und internen Umwelt der Anfang. Es folgt die strategische Unternehmensplanung, die langfristig, für das ganze Unternehmen konzipiert wird. Vision, Mission, Leitbild werden bestimmt, Markt und Geschäftsfelder definiert und eine strategische Stoßrichtung festgelegt. Im Rahmen der strategischen Marketingplanung werden Geschäftsziele und Geschäftsfeldstrategien ( Wettbewerbs- und Wachstumstrategien ) bestimmt. Die folgende operative Marketingplanung umfaßt konkrete Maßnahmen zur Realisierung der Strategien und bezieht sich auf die Gestaltung des Marketing-Mix, welches als die Kombination der einzelnen absatzpolitischen Instrumente (Produkt, Preis, Kommunikation, Distribution) zur Erreichung marktorientierter Ziele bezeichnet wird3. Danach sind die Implementierung und Kontrolle von hoher Bedeutung...
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1 Vgl. Raffée, H.: Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre, Göttingen 1974, S.106.
2 i.A.a. Meffert, H.: Marketing. Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung, 9.Aufl., Wiesbaden 2000, S.8.
3 Vgl. Zentes, J.: Grundbegriffe des Marketing, Stuttgart 1983, S.218.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Hochschulmarketing: Wurzeln und theoretische Ansätze
- Hochschulmarketing in der Praxis: BI Norwegian School of Management und Cracow University of Economics
- Strategische Rahmenplanung: Vision und Mission
- Profilierung und Positionierungsdimensionen
- Strategische Entscheidungsfelder: Ansätze für Marketingstrategien
- Portofolio-Analyse
- Wettbewerbsstrategien
- Kooperationen
- Operative Entscheidungsfelder: Gestaltung des Marketing Mix
- Produkt- und Servicepolitik
- Preispolitik
- Distributionspolitik
- Kommunikationspolitik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das strategische Marketing von Hochschulen anhand zweier Fallbeispiele, der BI Norwegian School of Management und der Cracow University of Economics. Die Arbeit fokussiert auf die strategischen und operativen Elemente des Hochschulmarketings, die Herausforderungen und Chancen, die Hochschulen im Kontext des globalisierten Bildungswettbewerbs bewältigen müssen.
- Wurzeln und theoretische Ansätze des Hochschulmarketings
- Strategische Rahmenplanung: Vision, Mission und Positionierung
- Marketingstrategien: Portfolio-Analyse, Wettbewerbsstrategien und Kooperationen
- Gestaltung des Marketing-Mix: Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik
- Herausforderungen und Chancen des Hochschulmarketings im globalisierten Bildungswettbewerb
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung
Die Einleitung definiert den Begriff „Marketing“ und erläutert seine Relevanz für Unternehmen sowie für nicht-kommerzielle Einrichtungen wie Hochschulen. Sie skizziert die Entwicklungsphasen des Marketings und den Wandel von einer produktionsorientierten zu einer kundenorientierten Denkweise. Das Kapitel führt das Thema des Hochschulmarketings ein und stellt die beiden Fallbeispiele, die BI Norwegian School of Management und die Cracow University of Economics, vor.
2. Hochschulmarketing: Wurzeln und theoretische Ansätze
Dieses Kapitel beleuchtet die Gründe für das Aufkommen von Hochschulmarketing in Zeiten des verstärkten Bildungswettbewerbs. Es stellt den Bedarf an einem systematischen Marketing-Ansatz heraus, um Studenten, Professoren und Drittmittel zu gewinnen und die eigene Positionierung zu stärken. Die Bedeutung von strategischem Hochschulmarketing zur Entwicklung konkurrenzfähiger Angebote und zur Gewinnung von Prestige wird betont.
Schlüsselwörter
Hochschulmarketing, strategisches Marketing, operatives Marketing, Vision, Mission, Positionierung, Portfolio-Analyse, Wettbewerbsstrategien, Kooperationen, Marketing-Mix, Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Bildungswettbewerb, Internationalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Warum benötigen Hochschulen heute strategisches Marketing?
Aufgrund des globalisierten Bildungswettbewerbs müssen Hochschulen aktiv um Studenten, Professoren und Drittmittel werben und ihr Profil schärfen.
Welche Fallbeispiele werden in der Arbeit untersucht?
Die Arbeit analysiert die BI Norwegian School of Management und die Cracow University of Economics.
Was ist der Unterschied zwischen Vision und Mission einer Hochschule?
Die Vision beschreibt den langfristigen Idealzustand, während die Mission den aktuellen Auftrag und Zweck der Institution definiert.
Wie sieht der Marketing-Mix für Hochschulen aus?
Er umfasst die Produktpolitik (Studiengänge), Preispolitik (Studiengebühren), Distributionspolitik (Standorte/E-Learning) und Kommunikationspolitik (Werbung/PR).
Was ist eine Portfolio-Analyse im Hochschulkontext?
Ein Werkzeug zur Bewertung der verschiedenen Fachbereiche oder Studiengänge hinsichtlich ihrer Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke.
- Quote paper
- Alma Bugnariu (Author), 2005, Strategisches Marketing von Hochschulen: Fallbeispiele BI Norwegian School of Management und Cracow University of Economics, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51173