Trotz langer historischer Tradition gilt die Heimerziehung in der heutigen Kinder- und Jugendhilfe als eine der letzten Instanzen und Interventionsmöglichkeiten. In der vorliegenden Arbeit soll Heimerziehung im Sinne § 34 SGB VIII KJHG, also als Hilfe zur Erziehung thematisiert werden, wobei Heimerziehung als Erziehungsmaßregel und Heimerziehung nach erfolgter Personensorgerechtsentziehung unberücksichtigt und klar unterschieden bleiben soll.
Aus organisatorischen Gründen beziehe ich mich in meinen Darstellungen vorwiegend auf die Unterbringung in Heimgruppen, da die Entwicklungen zu weitreichend sind, als dass eine Benennung oder gar Charakterisierung aller Einrichtungen nahezu unmöglich ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition der Heimerziehung
- historische Entwicklung
- Nachkriegsentwicklung in der BRD
- Heimkampagne
- (resultierende) Entwicklungen
- Nachkriegsentwicklung in der DDR
- Nachkriegsentwicklung in der BRD
- rechtliche Grundlagen & Finanzierung
- Angebotsformen
- Zielgruppen
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Heimerziehung im Kontext der Hilfen zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII KJHG. Ziel ist es, Heimerziehung als ein bedeutsames Interventionsinstrument in der Kinder- und Jugendhilfe zu beleuchten und die historische Entwicklung sowie die heutige Praxis zu analysieren.
- Definition und Abgrenzung von Heimerziehung
- Historische Entwicklung von Heimerziehung in Deutschland
- Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierung
- Vielfalt der Angebotsformen in der Heimerziehung
- Zielgruppen und Herausforderungen der Heimerziehung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Heimerziehung ein und stellt den Fokus der Arbeit auf die Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII KJHG dar.
Kapitel 2 widmet sich der Definition von Heimerziehung und vergleicht diese mit früheren Definitionen, die eine deutlich kritischere Sicht auf Heimerziehung zeigten.
Kapitel 3 zeichnet die historische Entwicklung der Heimerziehung nach und beleuchtet dabei sowohl die Vorkriegszeit als auch die Nachkriegsentwicklung in der BRD und der DDR. Der Fokus liegt auf den Veränderungen in der pädagogischen Konzeption und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Heimerziehung, Hilfen zur Erziehung, § 34 SGB VIII KJHG, Jugendhilfe, historische Entwicklung, pädagogische Konzeption, rechtliche Grundlagen, Finanzierung, Angebotsformen, Zielgruppen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen, stationäre Hilfe, Kinder- und Jugendhilfe
Häufig gestellte Fragen
Was ist Heimerziehung im Sinne des § 34 SGB VIII?
Es handelt sich um eine stationäre Hilfe zur Erziehung, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung durch eine Verbindung von Alltagserleben und pädagogischen Angeboten unterstützen soll.
Was war die „Heimkampagne“ in der BRD?
Eine Protestbewegung Ende der 60er Jahre, die die autoritären Strukturen in Heimen kritisierte und weitreichende Reformen hin zu demokratischeren und weniger isolierten Wohnformen auslöste.
Wie unterschied sich die Heimerziehung in der DDR?
Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung in Ostdeutschland, die stark von sozialistischen Erziehungsidealen und staatlicher Lenkung geprägt war.
Was sind die heutigen Angebotsformen der Heimerziehung?
Dazu zählen Wohngruppen, heilpädagogische Heime, betreute Wohnformen und andere stationäre Einrichtungen, die individuell auf den Bedarf des Kindes zugeschnitten sind.
Wer ist die Zielgruppe der Heimerziehung?
Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, deren Erziehung im Elternhaus auch mit ambulanten Hilfen nicht mehr sichergestellt werden kann oder die besonderen Schutz benötigen.
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- Susanne Rehbein (Autor), 2006, Heimerziehung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51098