In Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten und großer Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt ist die Kompetenz, sich erfolgreich zu bewerben, zum unbedingten Bestandteil des Allgemeinwissens geworden. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt steigt (Bosch, 2001). So haben eine hohe Qualifikation (Bosch, 2001) und erfolgreiche Stellenwechsel zum richtigen Zeitpunkt für alle Arbeitsmarktteilnehmer an existentieller Bedeutung gewonnen, da sie einen hohen Wert der eigenen Arbeitskraft sichern und im Falle von Arbeitslosigkeit Vorteile gegenüber Mitbewerbern bedeuten. Auch die Arbeitnehmer fühlen sich dem Arbeitgeber gegenüber nicht mehr so sehr verpflichtet, sondern vielmehr der Aufgabe und persönlichen Beziehungen, und sehen sich im Falle geringer Arbeitszufriedenheit auch extern nach besseren Bedingungen oder neuen Herausforderungen im Sinne eines Karrieresprungs um (Gmür & Klimecki, 2001).
Dafür ist es jedoch notwendig, nicht nur erstklassige Qualifikationen nachweisen zu können, sondern sich beim neuen Wunsch-Arbeitgeber insgesamt optimal zu präsentieren. Dies geschieht meist im ersten Schritt mit schriftlichen Bewerbungsunterlagen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Aktualität und Wichtigkeit des Themas
- Aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt
- Möglichkeitenvielfalt und neue Trends
- Gewicht der Bewerbungsunterlagen im Auswahlprozess
- Problemstellung
- Unübersichtliche Menge und widersprüchliche Ratschläge in Bewerbungsratgebern
- Unklarheit über Anforderungen der Personalfachleute
- Ziel
- Fragestellungen
- Aktualität und Wichtigkeit des Themas
- Experiment
- Gestaltung der exemplarischen Bewerbungsmappen
- Klassische Bewerbung
- Moderne Bewerbung
- Edle Bewerbung
- Unkonventionelle Bewerbung
- Ablauf der Untersuchung
- Gestaltung der exemplarischen Bewerbungsmappen
- Ergebnisse und Diskussion
- Interpretation der Ergebnisse
- Unterschiede in der Bewertung der exemplarischen Mappen
- Gewichtung der Elemente
- Ergebnisse der Zusatzfragen
- Zeugnisse
- Anruf vor einer Bewerbung
- Beifügung von Deckblatt und „Dritte Seite“
- Einfluss weiterer Variablen
- Einfluss des Geschlechtes
- Einfluss der Branche
- Einfluss der Unternehmensgröße
- Zusammenhänge mit weiteren Variablen
- Einschränkung der Generalisierbarkeit
- Schlussfolgerung: Praxisnähe der einzelnen Bewerbungsratgeber
- Ausblick: die Bewerbung der Zukunft – E-Mail-Bewerbungen oder klassische Bewerbungsmappen?
- Interpretation der Ergebnisse
- Literaturverzeichnis
- Anhang
- Anhang A exemplarische Bewerbungsmappen
- Anhang B verwendeter Fragebogen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, die Empfehlungen von Bewerbungsratgebern hinsichtlich der Gestaltung schriftlicher Bewerbungsunterlagen empirisch zu untersuchen. Die Arbeit will aufzeigen, wie Personalfachleute verschiedene Varianten von Bewerbungsunterlagen bewerten, welche Elemente am wichtigsten sind und wie die Bewertung von Faktoren wie Unternehmensgröße, Geschlecht und Branche beeinflusst wird.
- Bewertung von Bewerbungsunterlagen durch Personalfachleute
- Empirische Überprüfung von Empfehlungen aus Bewerbungsratgebern
- Gewichtung von Elementen in Bewerbungsunterlagen
- Einfluss von Unternehmensgröße, Geschlecht und Branche auf die Bewertungsentscheidung
- Entwicklung eines praxisnahen Bewerbungsratgebers basierend auf den Ergebnissen der Studie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Bedeutung von Bewerbungsunterlagen im Auswahlprozess. Sie beleuchtet die vielfältigen Möglichkeiten und Trends in der Gestaltung von Bewerbungsunterlagen sowie die damit verbundene Unsicherheit der Bewerber. Die Problemstellung thematisiert die Unübersichtlichkeit und Widersprüchlichkeit von Ratschlägen in Bewerbungsratgebern und die fehlende Kenntnis über die Erwartungen der Personalfachleute. Das Ziel der Arbeit ist die empirische Untersuchung der Anforderungen der Personalfachleute anhand verschiedener Bewerbungsvarianten. Die Ergebnisse und Diskussion analysieren die Bewertung der exemplarischen Bewerbungsmappen, die Gewichtung der einzelnen Elemente und den Einfluss von Zusatzfragen sowie weiterer Variablen wie Geschlecht, Branche und Unternehmensgröße.
Schlüsselwörter
Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsratgeber, Personalfachleute, Bewerbungsprozess, Auswahlentscheidung, empirische Untersuchung, Gestaltungselemente, Gewichtung, Einflussfaktoren, Unternehmensgröße, Geschlecht, Branche, Praxisnähe.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bewerbungsform bevorzugen Personalfachleute heute?
Die Studie untersucht klassische, moderne, edle und unkonventionelle Mappen. Die Bewertung hängt oft von der Branche und der Unternehmensgröße ab.
Ist ein Deckblatt oder eine „Dritte Seite“ in der Bewerbung sinnvoll?
Die Untersuchung zeigt, dass die Meinungen hierzu geteilt sind. Während einige Personaler den Mehrwert schätzen, empfinden andere diese Elemente als unnötigen Ballast.
Sollte man vor einer Bewerbung im Unternehmen anrufen?
Ein Anruf kann Interesse signalisieren, wird aber nur dann positiv bewertet, wenn tatsächlich relevante Fragen gestellt werden und der Prozess nicht gestört wird.
Wie wichtig sind Zeugnisse im Auswahlprozess?
Zeugnisse bilden weiterhin eine wesentliche Entscheidungsgrundlage, wobei ihre Gewichtung im Vergleich zum Lebenslauf und Anschreiben variieren kann.
Beeinflusst das Geschlecht des Personalers die Bewertung?
Die Arbeit analysiert, ob Variablen wie Geschlecht, Branche oder Unternehmensgröße zu systematischen Unterschieden in der Beurteilung von Bewerbungsunterlagen führen.
- Arbeit zitieren
- Susanne Gruber (Autor:in), 2005, Die Form macht's - aber wie?! Umfrage unter Personalfachleuten zur optimalen Bewerbungsgestaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51042