Kann ein menschlicher Körper durch Bewegungen ein Gedicht darstellen? Ist es möglich, ein Gedicht mit tänzerischen und ästhetischen Bewegungen so wiederzugeben, wie es Musik tut? Wie viel bleibt hängen, wie viel ist ersichtlich, betrachtet man eine tänzerische Umsetzung von Wortformen in Bewegungsmuster ohne Musik? Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den vorangegangenen Fragen und versucht, den Begriff des "Transformationsprozesses" näher zu definieren. Anschließend wird anhand des Gedichtes "Frühling" von Ilse Kleberger versucht, im theoretischen Schaffensprozess die Worte in Bewegungen umzuwandeln.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Von der Lyrik zur Bewegung
- Sprache, Literatur und Tanz
- Prozess und Methoden einer Transformation
- Transformation eines Gedichtes - ein Schaffensprozess auf theoretischer Basis
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Transformation eines Gedichts in einen Tanz. Ziel ist es, zu analysieren, ob Tanz als mimetische Darstellung von Literatur fungieren kann, und dabei insbesondere zu beleuchten, ob ein Gedicht ohne Musik und vorherige schriftliche Analyse durch Tanz allein in seiner Aussage wiedergegeben werden kann.
- Der Unterschied zwischen Sprache und Bewegung als darstellende Medien
- Die Funktion des Körpers als Kommunikator und gestaltendes Element im Tanz
- Der Prozess der Transformation von Literatur in Tanz auf theoretischer Basis
- Die Herausforderungen und Möglichkeiten einer mimetischen Darstellung von Literatur durch Tanz
- Die Relevanz von Raum und Zeit für die Interpretation von Tanz und Literatur
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Arbeit beleuchtet die Debatte um die Beziehung zwischen Sinnlichkeit und Wissenschaft anhand der Transformation eines Gedichts in einen Tanz. Sie stellt die leitende Forschungsfrage, ob Tanz als Ikon eines Gedichts ohne Musik und vorherige schriftliche Analyse funktionieren kann.
Von der Lyrik zur Bewegung
Sprache, Literatur und Tanz
Dieser Abschnitt beleuchtet den Unterschied zwischen Sprache und Bewegung als darstellende Medien. Sprache als Kommunikationsmedium wird in ihrer auditiven und visuellen Form, in ihrer Fähigkeit, Zeit und Raum zu transzendieren, untersucht. Im Gegensatz dazu wird die Vielfältigkeit des Tanzes, mit seinen auditiven, visuellen, kinästhetischen und taktilen Impulsen, hervorgehoben. Der Körper im Tanz wird nicht mehr nur als Instrument für die Sprache betrachtet, sondern als selbstgestaltendes Medium.
Häufig gestellte Fragen
Kann man ein Gedicht allein durch Tanz darstellen?
Die Arbeit untersucht, ob der menschliche Körper durch mimetische Bewegungen die Aussage eines Gedichts auch ohne Musik oder Sprache vermitteln kann.
Was ist der „Transformationsprozess“ in diesem Kontext?
Es ist der Prozess, bei dem literarische Wortformen in tänzerische Bewegungsmuster umgewandelt werden, um den Sinngehalt des Textes ästhetisch auszudrücken.
Welches Gedicht dient als Beispiel für die Transformation?
Als Grundlage für den theoretischen Schaffensprozess wird das Gedicht „Frühling“ von Ilse Kleberger herangezogen.
Wie unterscheidet sich Tanz von Sprache als Medium?
Sprache ist primär auditiv und visuell-abstrakt, während Tanz eine Vielzahl von Impulsen (visuell, kinästhetisch, taktil) nutzt und den Körper als gestaltendes Element einsetzt.
Welche Rolle spielen Raum und Zeit bei dieser Darstellung?
Raum und Zeit sind essenzielle Kategorien, in denen sich sowohl die Lyrik als auch der Tanz entfalten und die Interpretation des Werkes beeinflussen.
- Quote paper
- Belana Kulik (Author), 2019, Ein Transformationsprozess. Tanz als mimetische Darstellung von Literatur in Gedichtform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509351