In dieser Arbeit geht es um eine Heranführung an die Begriffe und die verschiedenen Konzepte der Diagnose und der Förderung, die im Anfangsunterricht hinzugezogen werden können.
Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels in den letzten Jahrzehnten ist eine starke Heterogenität bereits beim Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule festzustellen. Herausforderungen im neuen Ausmaße stellen dabei die frühpädagogische Integration und die Inklusion dar. In diesem Zusammenhang erfährt der Begriff der individuellen Förderung im Anfangsunterricht der Grundschule eine zunehmende Bedeutung, die dabei auf vorab durchgeführte diagnostische Verfahren gründet, um die individuellen Lernvoraussetzungen des Kindes ermitteln und die Förderung daran adäquat anknüpfen zu können.
Nach einer einführenden Ausarbeitung der Begriffe und Konzepte der Diagnose und der Förderung im Anfangsunterricht erfolgt eine exemplarische Darstellung anhand des Diagnoseverfahrens der Hamburger Schreibprobe, die zunehmend Verwendung findet, wenn es um die Ermittlung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder um die Einordnung der Rechtschreibkompetenz geht. Ferner erfolgt eine Darstellung von durchgeführten Interviews mit drei Sonderpädagoginnen von drei unterschiedlichen Grundschulen, die über die praktische Umsetzung von einigen Diagnoseverfahren und möglichen Fördermaßnahmen im schulischen Alltag berichteten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zur Diagnostik und zur Förderung im Anfangsunterricht
- Zur Diagnostik
- Zur Förderung
- Zur Hamburger Schreibprobe
- Zur Konzeption
- Zur Durchführung
- Zur Analyse und Interpretation der Ergebnisse
- Zu den Interviews mit den Sonderpädagoginnen
- Zu den diagnostischen Vorgehensweisen
- Zu den Förderkonzepten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der individuellen Förderung im Anfangsunterricht der Grundschule. Sie untersucht die Rolle der Diagnostik und Förderung in der Auseinandersetzung mit der Heterogenität der Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern. Der Fokus liegt dabei auf der Hamburger Schreibprobe als Diagnoseverfahren und der Analyse von Interviews mit Sonderpädagoginnen über die Praxis der individuellen Förderung in der Grundschule.
- Die Bedeutung individueller Förderung im Kontext der Heterogenität im Anfangsunterricht
- Die Rolle von Diagnostik und Förderkonzepten im Anfangsunterricht
- Die Anwendung der Hamburger Schreibprobe als Diagnoseverfahren für Lese-Rechtschreib-Schwächen
- Praktische Erfahrungen von Sonderpädagoginnen in der Umsetzung von Diagnoseverfahren und Fördermaßnahmen
- Schlussfolgerungen für den eigenen beruflichen Werdegang
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den gesellschaftlichen Wandel und die zunehmende Heterogenität im Bildungsbereich dar, die eine verstärkte Bedeutung für die individuelle Förderung im Anfangsunterricht der Grundschule erlangen. Sie erläutert die Ziele und die Struktur der Arbeit.
- Zur Diagnostik und zur Förderung im Anfangsunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Diagnostik und Förderung im Kontext des Anfangsunterrichts, um individuelle Lernvoraussetzungen zu erkennen und gezielte Fördermaßnahmen zu entwickeln.
- Zur Hamburger Schreibprobe: Der Fokus dieses Kapitels liegt auf der Hamburger Schreibprobe als Diagnoseverfahren für Lese-Rechtschreib-Schwächen. Die Konzeption, Durchführung und Analyse der Ergebnisse der Schreibprobe werden detailliert dargestellt.
- Zu den Interviews mit den Sonderpädagoginnen: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse von Interviews mit drei Sonderpädagoginnen, die Einblicke in die praktische Umsetzung von Diagnoseverfahren und Fördermaßnahmen im schulischen Alltag bieten.
Schlüsselwörter
Individuelle Förderung, Anfangsunterricht, Heterogenität, Diagnostik, Förderung, Hamburger Schreibprobe, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Sonderpädagogik, Interviews, schulischer Alltag, Chancengleichheit, Lernvoraussetzungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der individuellen Förderung im Anfangsunterricht?
Ziel ist es, der starken Heterogenität der Kinder beim Schuleintritt gerecht zu werden und jedes Kind basierend auf seinen individuellen Lernvoraussetzungen optimal zu unterstützen.
Wie funktioniert die Hamburger Schreibprobe (HSP)?
Die HSP ist ein diagnostisches Verfahren zur Ermittlung der Rechtschreibkompetenz und zur frühzeitigen Erkennung von Lese-Rechtschreib-Schwächen.
Welche Rolle spielt die Diagnostik für die Förderung?
Diagnostik ist die notwendige Basis, um den aktuellen Lernstand eines Kindes zu ermitteln, damit Fördermaßnahmen adäquat und zielgerichtet ansetzen können.
Was berichten Sonderpädagoginnen über die Praxis?
In Interviews schildern Fachkräfte die praktische Umsetzung von Diagnoseverfahren und wie sie Förderkonzepte im oft herausfordernden schulischen Alltag integrieren.
Warum nimmt die Bedeutung von Inklusion im Anfangsunterricht zu?
Durch den gesellschaftlichen Wandel und neue Bildungsstandards müssen Grundschulen verstärkt Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen gemeinsam unterrichten und individuell fördern.
- Quote paper
- Lidija Filipovic (Author), 2019, Chancengleichheit für alle Kinder? Individuelle Förderung und Diagnostik im Anfangsunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509237