Jesu Teufelswahrnehmung ist aufs Engste mit seiner Botschaft von der Königsherrschaft Gottes verbunden. Gegenüber dem zeitgenössischen Judentum fällt besonders Jesu Sichtweise von der Vergegenwärtigung der Königsherrschaft Gottes in seinen Exorzismen auf: Nicht erst für die Zukunft wird das Heil erwartet, sondern das Heil ist bereits jetzt angebrochen, bereits jetzt gegenwärtig. Das besagt insbesondere auch Jesu grundlegende Vision vom Fall Satans aus dem Himmel.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Der Satan im Alten Testament
- Der Teufel im Neuen Testament
- Erste Textstelle: Q 11,15.17-20
- Text und Übersetzung
- Analyse und Interpretation
- Zusammenfassung
- Zweite Textstelle: Q 12,4f
- Text und Übersetzung
- Analyse und Interpretation
- Zusammenfassung
- Dritte Textstelle: Lk 10,18
- Text und Übersetzung
- Analyse und Interpretation
- Zusammenfassung
- Theologisches Resümee
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Teufelswahrnehmung Jesu im Neuen Testament. Sie untersucht drei Textstellen, die als authentische Jesuslogien gelten, und analysiert deren Bedeutung für das Verständnis des Teufels in der Theologie Jesu.
- Die Bedeutung des Teufels im Neuen Testament
- Die Darstellung des Teufels in den Evangelien
- Jesu Verständnis des Teufels
- Die Rolle des Teufels im Kampf gegen das Böse
- Die Relevanz des Teufels für die heutige Theologie
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel bietet eine Einführung in die Thematik und beleuchtet die unterschiedlichen Begriffsverständnisse des Teufels im historischen Kontext.
- Das zweite Kapitel behandelt die Satansvorstellungen im Alten Testament und ihre Bedeutung für die Teufelswahrnehmung im Neuen Testament.
- Das dritte Kapitel untersucht die Darstellung des Teufels im Neuen Testament und die unterschiedlichen Bezeichnungen für das Böse.
- Die Kapitel 4, 5 und 6 widmen sich jeweils einer einzelnen Textstelle aus dem Neuen Testament, die Jesu Teufelswahrnehmung beleuchtet. In diesen Kapiteln werden die Texte analysiert, interpretiert und zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt zentrale Themen wie Teufelswahrnehmung, Jesuslogien, Satan, diabolus, Synoptische Evangelien, Q-Quelle, Neues Testament, Altes Testament, Theologie, Christentum, Bibel, Biblische Hermeneutik.
Häufig gestellte Fragen
Wie sah Jesus den Teufel?
Jesu Teufelswahrnehmung ist eng mit seiner Botschaft vom Reich Gottes verknüpft; er sah den Teufel als bereits besiegt an.
Was bedeutet die Vision vom Fall Satans (Lk 10,18)?
Diese Vision symbolisiert, dass durch Jesu Wirken und seine Exorzismen die Macht des Bösen bereits in der Gegenwart gebrochen ist.
Wie unterscheidet sich Jesu Sicht vom zeitgenössischen Judentum?
Während viele Zeitgenossen das Heil nur in der Zukunft erwarteten, betonte Jesus die Vergegenwärtigung der Königsherrschaft Gottes im Hier und Jetzt.
Welche Rolle spielen Exorzismen in Jesu Theologie?
Exorzismen sind für Jesus sichtbare Zeichen dafür, dass Gottes Herrschaft angebrochen ist und den Raum des Bösen verdrängt.
Was ist die Q-Quelle im Neuen Testament?
Die Logienquelle Q ist eine hypothetische Sammlung von Jesusworten, die den Evangelisten Matthäus und Lukas als Vorlage diente.
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- Karlheinz Lang (Author), 2005, Jesu Teufelswahrnehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50861