Diese Arbeit untersucht die Frage, wie ein kommunales Jobcenter die mit dem Land ausgehandelten Ziele per Kennzahlensystem, strategischer Mittelverwendung und Wirkungsanalyse der arbeitsmarktpolitischen Instrumente steuert und nachhält.
Ein einheitliches Kennzahlensystem zur operativen Steuerung ist nicht für alle kommunalen Jobcenter gleichermaßen vorgegeben. Das in der vorliegenden Ausarbeitung exemplarisch vorgestellte Kennzahlensystem könnte von kommunalen Jobcentern, unter individueller Anpassung der jeweiligen Quoten, übernommen werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Bereich Markt und Integration mit Fokus auf den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten.
Das Zweite Buch Sozialgesetzbuch, Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), sieht gemäß der Kennzahlen nach §48a und der Ziele nach §48b ein einheitliches Zielsteuerungssystem vor, das für beide Organisationsstrukturen der Grundsicherung für Arbeitssuchende, gemeinsame Einrichtungen (gE) sowie zugelassene kommunale Träger (zkT) angewendet wird. Das Land Hessen vereinbart jährlich dezentral mit seinen kommunalen Jobcentern die zu erreichenden Ziele, die maßgeblich durch die Zielvereinbarungen mit dem jeweiligen Land sowie die damit verbundenen Zielnachhalteprozesse gesteuert werden. Darüber hinaus erfolgt eine Zielsteuerung auch intern auf der operativen Ebene.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rechtskreis SGB II
- Kommunale Jobcenter und gemeinsame Einrichtungen im Rechtskreis SGB II
- Übergeordnete Zielsetzung des SGB II
- Kennzahlen nach §48a sowie Zielsystem und Zielvereinbarung nach §48b SGB II
- Kennzahlen nach §48a und Zielsystem
- Dezentraler Zielvereinbarungsprozess
- Kennzahlen und Kennzahlensysteme
- Controlling der Wirkung von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Steuerung und Nachhaltung von Zielen in einem kommunalen Jobcenter. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie ein kommunales Jobcenter die mit dem Land ausgehandelten Ziele unterjährig mittels Kennzahlensystem, strategischer Mittelverwendung und Wirkungsanalyse der arbeitsmarktpolitischen Instrumente steuert und nachhält.
- Steuerung und Nachhaltung von Zielen in einem kommunalen Jobcenter
- Kennzahlensysteme im SGB II
- Strategische Mittelverwendung und Wirkungsanalyse der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
- Dezentrale Zielvereinbarungsprozesse im SGB II
- Zusammenspiel von operativen und strategischen Zielen im Kontext der Jobcenter-Steuerung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung gibt einen Überblick über das Thema der Hausarbeit und beschreibt die Zielsetzung. Es wird erläutert, dass das SGB II ein einheitliches Zielsteuerungssystem für alle Jobcenter vorsieht, das sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene anzuwenden ist.
Rechtskreis SGB II
Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen des SGB II und beschreibt die Rolle der Jobcenter bei der Umsetzung der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Es werden die unterschiedlichen Organisationsstrukturen von Jobcentern sowie die Zielsetzung des SGB II detailliert dargestellt.
Kennzahlen nach §48a sowie Zielsystem und Zielvereinbarung nach §48b SGB II
In diesem Kapitel werden die Kennzahlen nach §48a und das Zielsystem nach §48b SGB II vorgestellt. Es wird erläutert, wie die Kennzahlen zur Steuerung der Jobcenter-Arbeit eingesetzt werden und wie die Zielvereinbarung zwischen Bund, Ländern und Kommunen funktioniert.
Kennzahlen und Kennzahlensysteme
Dieses Kapitel behandelt die Anwendung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen im Kontext des Jobcenter-Controllings. Es werden verschiedene Kennzahlensysteme vorgestellt und ihre Bedeutung für die Steuerung und Nachhaltung von Zielen im SGB II dargestellt.
Controlling der Wirkung von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik
Dieses Kapitel beleuchtet die Wirkungsanalyse der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Rahmen des Jobcenter-Controllings. Es werden Methoden und Instrumente zur Evaluation der Wirkung von Arbeitsmarktmaßnahmen dargestellt und die Bedeutung der Ergebniskontrolle für die Optimierung der Jobcenter-Arbeit hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind: SGB II, Jobcenter, Zielsteuerung, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Zielvereinbarungen, Wirkungsanalyse, Arbeitsmarktpolitik, Controlling, Integration in Erwerbstätigkeit, Leistungsbezug.
Häufig gestellte Fragen
Wie steuern kommunale Jobcenter ihre Ziele?
Kommunale Jobcenter nutzen Kennzahlensysteme, strategische Mittelverwendung und Wirkungsanalysen, um die mit dem Land vereinbarten Ziele unterjährig zu steuern.
Was regelt der § 48a SGB II?
Der § 48a SGB II legt ein einheitliches Kennzahlensystem zur Messung der Zielerreichung für alle Träger der Grundsicherung (gE und zkT) fest.
Was ist der Unterschied zwischen gE und zkT?
Gemeinsame Einrichtungen (gE) werden von der Arbeitsagentur und Kommunen zusammen geführt, während zugelassene kommunale Träger (zkT) die Aufgaben eigenständig wahrnehmen.
Wie funktioniert der Zielvereinbarungsprozess nach § 48b SGB II?
Es handelt sich um einen dezentralen Prozess, bei dem das Land (z. B. Hessen) jährlich konkrete Ziele mit den einzelnen Jobcentern aushandelt.
Was steht im Fokus der Wirkungsanalyse?
Im Fokus steht die Wirksamkeit der arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Bereich Markt und Integration, um die Eingliederung in Erwerbstätigkeit zu optimieren.
Können Kennzahlensysteme zwischen verschiedenen Jobcentern übertragen werden?
Ja, die Arbeit stellt ein exemplarisches System vor, das unter individueller Anpassung der Quoten von anderen Jobcentern übernommen werden kann.
- Quote paper
- Verena Groh (Author), 2019, Kennzahlsysteme für kommunale Jobcenter. Strategische und operative Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507618