In diesem Aufsatz wird dargelegt, dass für die in der DLR-Studie "Interference of Flying Insects and Wind Parks" (2018) ermittelten 1.200 t Verlustmasse ein relativer Wert und somit ein Maß für den tatsächlichen Einfluss der Windkraft auf das Insektensterben ermittelt werden kann. Dieser Verlustanteil beträgt (in den letzten Jahren) jährlich circa 0,85 % der Gesamtpopulation. Dieser Verlust hat aber sehr wahrscheinlich keinerlei Einfluss auf die Stabilität der Insektenpopulation und somit auch keinen nennenswerten Anteil am Insektensterben der letzten 30 Jahre. Wäre dem doch so, dann hätte die Windkraft Im Zeitraum von 1991 bis 2016 einen Anteil am Gesamtverlust der Biomasse von circa 2 %, der Anteil des Straßenverkehrs würde jedoch im selben Zeitraum circa 59 % betragen.
Inhaltsverzeichnis
- Modellrechnung der DLR-Studie...
- Bestimmung des quantitativen Verlustanteils.
- Realistische Verteilung der Windräder und Gruppierung in Windparks........
- Windparks sind keine einsamen Hotspots der Windqualität...
- Betrachtung diverser Szenarien
- Allgemeine Formel zur Berechnung der relativen Verluste..\n
- Anteil der Windkraft am Insektensterben im Zeitraum 1991 bis 2016..\n
- Straßenverkehr und Insektensterben\n
- Bestimmung des relativen Anteils des Verkehrs am Insektensterben...\n
- Bestimmung der Gesamtverluste im Zeitraum 1991 bis 2016.........\n
- Fazit
- Referenzen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen relativen Anteil die Windkraft am Insektensterben der letzten 30 Jahre hat. Die Studie untersucht die in der DLR-Studie (Trieb, 2018) ermittelten 1.200 Tonnen Verlustmasse und berechnet einen relativen Wert, um den tatsächlichen Einfluss der Windkraft auf das Insektensterben zu bestimmen.
- Quantifizierung des relativen Verlustanteils durch Windkraft
- Analyse der Auswirkungen der Windkraft auf die Insektenpopulation
- Vergleich mit anderen Faktoren des Insektensterbens, wie z.B. Straßenverkehr
- Entwicklung von Szenarien zur Bewertung des Einflusses der Windkraft
- Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer detaillierten Analyse der Modellrechnung der DLR-Studie (Trieb, 2018), die die Grundlage für die weiteren Berechnungen bildet. Es wird erläutert, wie die Annahme einer mittleren Insektendichte und die Berücksichtigung des Luftstroms durch die Rotorblätter zur Schätzung der jährlichen Verlustmasse von 1.200 Tonnen führen.
Im nächsten Kapitel wird der quantitative Verlustanteil der Windkraft ermittelt, indem die Anzahl der Windräder und die Verteilung der Rotorflächen über Deutschland berücksichtigt werden. Es wird gezeigt, dass die Windkraft einen relativ geringen Anteil am Gesamtverlust der Insektenbiomasse hat.
Daraufhin werden verschiedene Szenarien untersucht, um den Einfluss der Windkraft auf das Insektensterben zu bewerten. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten, Insektendichten und Betriebsdauern der Windkraftanlagen.
Schlüsselwörter
Insektensterben, Windkraft, DLR-Studie, Verlustmasse, relative Verluste, Insektenpopulation, Straßenverkehr, Szenarien, Biomasse, Windqualität, Windparks, Rotorflächen, Windgeschwindigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Anteil der Windkraft am Insektensterben?
Die Untersuchung beziffert den jährlichen Verlust durch Windkraftanlagen auf circa 0,85 % der Gesamtpopulation der Insekten.
Beeinflusst die Windkraft die Stabilität der Insektenpopulation?
Laut der Arbeit hat dieser geringe Verlustanteil sehr wahrscheinlich keinerlei Einfluss auf die allgemeine Stabilität der Insektenpopulationen.
Wie schneidet die Windkraft im Vergleich zum Straßenverkehr ab?
Im Zeitraum 1991 bis 2016 betrug der Anteil der Windkraft am Gesamtverlust der Biomasse circa 2 %, während der Straßenverkehr für circa 59 % verantwortlich war.
Worauf basieren die Berechnungen in diesem Aufsatz?
Die Berechnungen basieren auf der DLR-Studie „Interference of Flying Insects and Wind Parks“ von 2018, die eine Verlustmasse von 1.200 Tonnen ermittelte.
Welche Rolle spielen Rotorflächen bei den Insektenverlusten?
Die Arbeit nutzt die Gesamtgröße der Rotorflächen und die Insektendichte in der Luft, um die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen quantitativ zu bestimmen.
Ist die Windkraft eine Hauptursache für das Insektensterben der letzten 30 Jahre?
Nein, die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Windkraft keinen nennenswerten Anteil am massiven Insektenrückgang der letzten drei Jahrzehnte hat.
- Quote paper
- Ralf Napierski (Author), 2019, Der Anteil der Windkraft am Insektensterben. Eine quantitative Bestimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506334