Aus- und Weiterbildungen sind in der heutigen Gesellschaft unabdingbar und spielen hierzulande eine große Rolle. Im privaten Sicherheitsgewerbe sind sie die Antwort auf gesetzliche Mindestanforderungen, die sich aktuell noch aus Verordnungen erschließen lassen. Diese Arbeit ergründet die Auswirkungen auf die Qualitätsentwicklung in Bezug auf die Aus- und Weiterbildung. Seit einigen Jahren fordert die Sicherheitswirtschaft vom Deutschen Bundestag folgende Änderungen für das private Sicherheitsgewerbe:
Abgeordnete der CDU, CSU und SPD sehen in einem Koalitionsvertrag die Neuordnung der Regelungen des privaten Sicherheitsgewerbes vor. Sie verfolgen damit das Ziel, verbesserte Sicherheitsstandards zu generieren, jenes soll zu mehr Sicherheit und Verlässlichkeit führen. Hierzu soll ein eigenständiges Gesetz für den Gewerbezweig geschaffen werden, statt wie bislang durch die Gewerbeordnung und weiterführende Verordnungen geregelt zu sein. Zudem soll eine Verbesserung in der Qualität des in der Branche eingesetzten Personals stattfinden. Dazu fordern Experten der Sicherheitswirtschaft seit Jahren einen Zuständigkeitswechsel innerhalb der zuständigen Behörde, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat (BMI), um an verschärften Zugangsvoraussetzungen zu gewinnen. Diese Zugangsvoraussetzungen schaffen Aus- und Weiterbildungen und lassen eine Verbesserung in deren Qualität vermuten. Genau dieses Phänomen gilt es in dieser Arbeit anhand der Leitfrage "Finden Methoden und Ansätze zur Qualitätsentwicklung in Bezug auf die Aus- und Weiterbildungen im privaten Sicherheitsgewerbe statt?" zu prüfen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Entwicklung der Aus-& Weiterbildungen im Privaten Sicherheitsgewerbe
- 2.1. Die besondere Rolle der Verordnungen
- 2.1.1. Auswertung und Darstellung der Verordnungen
- 2.1.2. Die Verordnungen und ihre Reform am Beispiel FSS & SSS
- 2.1. Die besondere Rolle der Verordnungen
- 3. Allgemeine Methoden und Ansätze zur Qualitätsentwicklung in der Praxis
- 3.1. Entwicklung und Durchführung einer quantitativen Umfrage
- 3.1.1. Empirisch erhobene Daten und deskriptive Ergebnisse
- 3.1. Entwicklung und Durchführung einer quantitativen Umfrage
- 4. Beantwortung der Leitfrage, Erkenntnisse und Hypothesen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Qualitätsentwicklung in der Aus- und Weiterbildung im Privaten Sicherheitsgewerbe. Ziel ist es, die Entwicklung der Ausbildungsstandards und -richtlinien im Kontext der relevanten Verordnungen zu analysieren und anhand einer quantitativen Umfrage die in der Praxis angewandten Methoden und Ansätze zur Qualitätsentwicklung zu erforschen.
- Die Entwicklung der Aus- und Weiterbildungen im Privaten Sicherheitsgewerbe
- Die Rolle der Verordnungen in der Gestaltung der Ausbildung
- Methoden und Ansätze zur Qualitätsentwicklung in der Praxis
- Empirische Untersuchung der angewandten Qualitätsentwicklungsmethoden
- Beantwortung der Leitfrage und Ableitung von Erkenntnissen und Hypothesen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in das Thema und stellt den Forschungsrahmen der Arbeit vor. Kapitel 2 beleuchtet die Entwicklung der Aus- und Weiterbildungen im Privaten Sicherheitsgewerbe und analysiert die besondere Rolle der Verordnungen. Dazu werden die relevanten Verordnungen ausgewertet und ihre Reform am Beispiel der Fachkraft für Schutz und Sicherheit (FSS) und der Servicekraft für Schutz und Sicherheit (SSS) dargestellt.
In Kapitel 3 werden allgemeine Methoden und Ansätze zur Qualitätsentwicklung in der Praxis vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Durchführung einer quantitativen Umfrage, deren empirisch erhobene Daten und deskriptive Ergebnisse in Kapitel 3.1.1 dargestellt werden.
Schlüsselwörter
Qualitätsentwicklung, Aus- und Weiterbildung, Privates Sicherheitsgewerbe, Verordnungen, FSS, SSS, Methoden und Ansätze, Quantitative Umfrage, Empirische Daten, Deskriptive Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Warum soll das private Sicherheitsgewerbe neu geregelt werden?
Ziel ist die Schaffung eines eigenständigen Sicherheitsgewerbegesetzes, um höhere Standards, mehr Verlässlichkeit und eine bessere Personalqualität zu erreichen.
Welche Rolle spielt der Zuständigkeitswechsel der Ministerien?
Experten fordern einen Wechsel vom Wirtschaftsministerium (BMWi) zum Innenministerium (BMI), um die Sicherheitsstandards und Zugangsvoraussetzungen zu verschärfen.
Was sind FSS und SSS?
Dies sind die Ausbildungsberufe „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ (FSS) und „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ (SSS), deren Reformen in der Arbeit analysiert werden.
Findet aktuell eine Qualitätsentwicklung in der Ausbildung statt?
Die Arbeit untersucht diese Leitfrage mithilfe einer quantitativen Umfrage unter Akteuren der Sicherheitswirtschaft.
Welche gesetzlichen Mindestanforderungen gibt es derzeit?
Aktuell wird das Gewerbe primär durch die Gewerbeordnung (GewO) und darauf basierende Verordnungen wie die Bewachungsverordnung geregelt.
Was ist das Ziel der empirischen Untersuchung in dieser Arbeit?
Sie dient der Erhebung von Daten über die tatsächliche Anwendung von Qualitätsmethoden in der betrieblichen Aus- und Weiterbildungspraxis.
- Quote paper
- Bruno Merkel (Author), 2019, Die Qualitätsentwicklung der Aus- und Weiterbildung im privaten Sicherheitsgewerbe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504604