Der amerikanische Wahlkampf um den Einzug ins Weiße Haus mag sich seit jeher in Struktur und Naturell vom deutschen Pendant unterscheiden. Dass die vermutlich entscheidenden Wochen des Wahlkampfes im Jahre 2016 jedoch selbst für die turbulenten Verhältnisse des amerikanischen Wahlsystems von besonderer Brisanz zeugen, steht außer Frage.
Als „Schlammschlacht“ zwischen „Supersexist Trump“ und „Schlangenweib Clinton“ bezeichnet, fand der amerikanische Wahlkampf in der deutschen Presse eine nahezu aufreißerische Thematisierung. Es waren auch vielmehr die Persönlichkeiten und weniger die Themen, die polarisierten: Während der republikanische Donald Trump mit rechtspopulistischen Parolen ein klares Statement gegenüber dem „Establishment“ setzte und durch Schlagworte wie „Fakenews“ und „postfaktisch“ nicht nur die amerikanische Politik sowie Gesellschaft nachwirkend prägte, kämpfte dessen demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton mit ihrem Image als „eiserne Lady“, der skandalbehafteten Vergangenheit ihres Mannes sowie einer ungewissen Verknüpfung zwischen finanziellen und politischen Interessen. Wie diese und weitere Aspekte in den Wahlkampf einflossen, dargestellt und gewertet wurden, soll die folgende Arbeit klären.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Start des Wahlkampfverlaufs
- 3 Erste TV-Debatte
- 4 Zuspitzung der Berichterstattung
- 4.1 Trumps Sextape
- 5 Zweite TV-Debatte
- 6 Übergang zur dritten TV-Debatte
- 7 Dritte TV-Debatte
- 8 Die letzten Wochen
- 8.1 Clintons E-Mail-Affäre
- 8.2 Countdown
- 9 Fazit & Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Berichterstattung der deutschen Presse über den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Im Fokus stehen die „Welt“ und der „Tagesspiegel“ als repräsentative Beispiele für die deutsche Tagespresse. Ziel ist es, die Herangehensweise und die Schwerpunktsetzung der beiden Blätter in Bezug auf die wichtigsten Ereignisse und Themen des Wahlkampfs zu vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Differenzen aufzuzeigen.
- Die Rolle der Persönlichkeiten im Wahlkampf
- Die Darstellung der politischen Positionen und Themen
- Die Bedeutung von Skandalen und Kontroversen in der Berichterstattung
- Die Auswirkungen der Medien auf den Wahlkampfverlauf
- Der Vergleich der redaktionellen Linien von „Welt“ und „Tagesspiegel“
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 bietet eine Einleitung in die Thematik und stellt die Forschungsfrage. Kapitel 2 untersucht den Start des Wahlkampfverlaufs und die ersten Reaktionen der Presse. Kapitel 3 beleuchtet die erste TV-Debatte und deren Rezeption in den beiden Zeitungen. Kapitel 4 analysiert die Zuspitzung der Berichterstattung, insbesondere im Zusammenhang mit Trumps Sextape. Kapitel 5 befasst sich mit der zweiten TV-Debatte und den damit verbundenen Entwicklungen. Kapitel 6 gibt einen Überblick über den Übergang zur dritten TV-Debatte. Kapitel 7 analysiert die dritte TV-Debatte und ihre Bedeutung im Wahlkampf. Kapitel 8 untersucht die letzten Wochen des Wahlkampfs, insbesondere die Clintons E-Mail-Affäre und den Countdown zur Wahl.
Schlüsselwörter
US-Präsidentschaftswahlkampf 2016, Donald Trump, Hillary Clinton, deutsche Presse, „Welt“, „Tagesspiegel“, Wahlkampfberichterstattung, Medienanalyse, politische Kommunikation, Themenschwerpunkte, redaktionelle Linien, Skandale, Kontroversen, Prognosen
Häufig gestellte Fragen
Wie berichtete die deutsche Presse über den US-Wahlkampf 2016?
Die Berichterstattung war oft aufreißerisch und fokussierte sich stark auf die Persönlichkeiten Trump und Clinton statt auf rein politische Sachthemen.
Welche Rolle spielten Skandale wie die E-Mail-Affäre?
Sowohl Trumps „Sextape“ als auch Clintons E-Mail-Affäre wurden in deutschen Medien wie der „Welt“ und dem „Tagesspiegel“ als zentrale Wendepunkte thematisiert.
Was wurde an Donald Trump besonders kritisiert?
Er wurde oft als „Supersexist“ und Rechtspopulist dargestellt, der durch Begriffe wie „Fakenews“ die politische Kommunikation nachhaltig veränderte.
Wie wurde Hillary Clinton in der deutschen Presse wahrgenommen?
Sie kämpfte mit ihrem Image als „eiserne Lady“ und der skandalbehafteten Vergangenheit ihres Mannes sowie Vorwürfen finanzieller Verflechtungen.
Unterschied sich die Berichterstattung zwischen „Welt“ und „Tagesspiegel“?
Die Arbeit vergleicht die redaktionellen Linien beider Blätter, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Bewertung des Wahlkampfverlaufs aufzuzeigen.
- Quote paper
- Jan Lauer (Author), 2018, Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502260