Einleitung
Familiäre Gewalt steht heute mehr denn je im öffentlichen Interesse. Es vergeht kein Tag ohne eine Berichterstattung der Medien über neue Fälle von Mißhandlungen. Läßt sich dieses vermehrte Interesse der Gesellschaft darauf zurückführen, daß physische, psychische und sexuelle Mißhandlung heute mehr vertreten ist als in früheren Zeiten? Familiäre Gewalt ist ein sehr komplexes Thema und aufgrund der bestehenden Tabuisierung ein sehr schwer zu fassender Bereich. Dies ist der Grund, weshalb ich mich bei der Ausarbeitung des Referats nur auf den engsten Kreis der Familie beschränkt habe, nämlich die Gewaltanwendung der Eltern gegen ihre Kinder. Gerade hier herrscht eine enorm hohe Dunkelziffer, aber schon die Anzahl der gemeldeten Fälle läßt durchblicken, daß die Anwendung von Gewalt in der Familie keine Seltenheit ist. Die Dunkelziffer macht auch genaue wissenschaftliche Untersuchungen teilweise sehr schwierig, da unter anderem eine exakte Festlegung der betroffenen Gewaltopfer nicht möglich ist. Die Untersuchungen beruhen zum größten Teil auf Schätzungen. Erschreckend ist die Tatsache, daß davon auszugehen ist, daß jedes 10. Kind Opfer von einer Form der Gewaltanwendung in schwerer Ausprägung in Zusammenhang mit der Familie betroffen ist. An dieser Stelle muß die Frage gestellt werden: "Ist die Familie der gefährlichste Ort für Kinder?".
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der involvierte Personenkreis
- Definition Kind
- Definition der UN-Konvention
- Juristische Definition
- Psychologische Definition
- Reifeentwicklung im frühen Kindesalter
- Bindungsphase
- Lösungsphase
- Leitbildphase
- Reifeentwicklung im frühen Kindesalter
- Definition Familie
- Definition Kind
- Rechte des Kindes - Pflichten der Eltern
- Grundlagen im Familienrecht
- Theoretische Aspekte der Gewalt
- Definition Gewalt
- Triebtheorie
- Aggressions - Frustrations - Theorie
- Katharsis - Hypothese
- Lerntheorie
- Formen der Gewalt
- Ursachen
- Risikofaktoren
- Besonderheiten beim sexuellen Mißbrauch
- Besonderheiten bei Vernachlässigung
- Historischer Rückblick
- Definition Gewalt
- Wer sind die Opfer - wer sind die Täter?
- Physische Gewalt
- Sexuelle Gewalt
- Täter
- Folgen von Gewalt
- Typische Anzeichen nach körperlichen Mißhandlungen
- Psychische Folgen
- Folgen von sexueller Gewalt
- Intervention
- Rechtliche Grundlagen
- Kindesentzug
- Strafgesetzbuch
- Prävention
- Schlußbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat befasst sich mit dem komplexen Thema der elterlichen Gewalt gegen Kinder. Es untersucht die Ursachen und Formen von Gewalt in der Familie und analysiert die Folgen für die betroffenen Kinder. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für das Phänomen der Gewaltanwendung in der Familie zu entwickeln und Möglichkeiten zur Prävention und Intervention aufzuzeigen.
- Definitionen von Kind, Familie und Gewalt im Kontext der elterlichen Gewalt
- Die Ursachen und Risikofaktoren für Gewaltanwendung in der Familie
- Die verschiedenen Formen von elterlicher Gewalt, einschließlich körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt
- Die Folgen von Gewalt für die betroffenen Kinder
- Möglichkeiten zur Prävention und Intervention bei elterlicher Gewalt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet das öffentliche Interesse am Thema familiäre Gewalt und die hohe Dunkelziffer von Gewalttaten in der Familie. Die ersten Kapitel befassen sich mit der Definition von Kind und Familie sowie den Rechten des Kindes und den Pflichten der Eltern. Es folgt eine Analyse der theoretischen Aspekte der Gewalt, darunter die Definition von Gewalt und verschiedene Theorien zur Entstehung. Die Kapitel untersuchen auch die Ursachen für Gewalt, die Risikofaktoren, Besonderheiten beim sexuellen Mißbrauch und der Vernachlässigung sowie einen historischen Rückblick. Die Kapitel "Wer sind die Opfer - wer sind die Täter?" und "Folgen von Gewalt" betrachten die verschiedenen Arten von Gewalt, die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder und die Profile der Täter.
Schlüsselwörter
Elterliche Gewalt, Kindeswohl, Familienrecht, Gewaltformen, Ursachen, Folgen, Prävention, Intervention, Risikofaktoren, sexueller Mißbrauch, Vernachlässigung, Dunkelziffer.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter elterlicher Gewalt gegen Kinder?
Elterliche Gewalt umfasst die Anwendung physischer, psychischer oder sexueller Misshandlung sowie Vernachlässigung durch die Eltern gegenüber ihren Kindern. Es handelt sich um ein komplexes Phänomen, das oft tabuisiert wird.
Wie hoch ist die Dunkelziffer bei familiärer Gewalt?
Die Dunkelziffer bei Gewalt in der Familie ist enorm hoch. Schätzungen gehen davon aus, dass jedes 10. Kind Opfer einer schweren Form von Gewaltanwendung im familiären Kontext ist.
Welche psychologischen Phasen durchläuft ein Kind in der Entwicklung?
In der frühen Kindheit werden psychologisch vor allem die Bindungsphase, die Lösungsphase und die Leitbildphase unterschieden, die maßgeblich für die Reifeentwicklung sind.
Welche Ursachen gibt es für elterliche Gewalt?
Ursachen können vielfältig sein und werden oft durch Risikofaktoren wie soziale Isolation, eigene Gewalterfahrungen der Eltern oder Überlastung begünstigt. Theoretische Ansätze wie die Triebtheorie oder die Lerntheorie versuchen das Entstehen von Gewalt zu erklären.
Was sind typische Folgen von körperlicher Misshandlung bei Kindern?
Neben sichtbaren körperlichen Verletzungen leiden betroffene Kinder oft unter schwerwiegenden psychischen Folgen, Entwicklungsstörungen und Beeinträchtigungen im Sozialverhalten.
Welche rechtlichen Grundlagen schützen Kinder vor Gewalt?
Der Schutz von Kindern ist im Familienrecht, dem Strafgesetzbuch (StGB) und der UN-Kinderrechtskonvention verankert. Bei Gefährdung des Kindeswohls kann es zum Kindesentzug kommen.
- Citar trabajo
- Matthias Teichert (Autor), 2002, Elterliche Gewalt gegen Kinder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4999