In der vorliegenden Arbeit wird die Textsorte Kontaktanzeige analysiert. Es wird untersucht, welche Merkmale als zentral für die Klassifizierung von Kontaktanzeigen gelten können. Um diese Merkmale benennen zu können, wird zunächst der Begriff "Textsorte" näher bestimmt. Anschließend werden mehrere Kontaktanzeigen aus der Tageszeitung WAZ untersucht. Darauf aufbauend wird im letzten Teil der Arbeit herausgestellt, welche Merkmale idealtypisch für Kontaktanzeigen sind, bevor ein Fazit gezogen werden kann.
Die ersten Kontaktanzeigen kamen Ende des 17. Jahrhunderts in England und Mitte des 18. Jahrhunderts mit einer beachtlichen Anzahl in den europäischen Zeitungen zum Vorschein. In Deutschland erschien die erste Kontaktanzeige am 8. Juli 1738 in der Frankfurter "Frag- und Anzeigen- Nachrichten". Heutzutage erscheinen in fast jeder Zeitung beziehungsweise Zeitschrift regelmäßig Heirats-, Bekanntschafts- oder Kontaktanzeigen. Nicht nur die Anzahl der Anzeigen hat sich erhöht, auch die Intention des Inserenten hat sich geändert. Bis in die 50er Jahre war die Intention, einen Ehepartner zu finden. Im Wandel der Zeit entwickelte sich die Anzeige immer mehr zur Kontaktsuche nach einem Partner für verschiedene Bedürfnisse, wie zum Beispiel Freizeitgestaltung, sexuelle Anliegen et cetera. Gegenwärtig lässt sich sagen, dass sich Kontaktanzeigen zu einem signifikanten Mittel und Weg entfaltet haben, einen Lebenspartner zu finden beziehungsweise neue Kontakte zu knüpfen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Textsorte Kontaktanzeige
- Textfunktion, kontextuelle und strukturelle Merkmale der Kontaktanzeige
- Textelemente der Kontaktanzeige
- Lexik der Selbstbezeichnung und Wunschpartnerbezeichnung
- Selbstbezeichnung
- Wunschpartnerbezeichnung
- Lexik der Selbstdarstellung und Wunschpartnerdarstellung
- Selbstdarstellung
- Wunschpartnerdarstellung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Textsorte Kontaktanzeige und untersucht, welche Merkmale als zentral für die Klassifizierung dieser Anzeigen gelten. Zunächst wird der Begriff „Textsorte“ näher bestimmt. Anschließend werden mehrere Kontaktanzeigen aus der Tageszeitung WAZ untersucht. Darauf aufbauend werden im letzten Teil der Arbeit die idealtypischen Merkmale von Kontaktanzeigen herausgestellt.
- Textfunktion, kontextuelle und strukturelle Merkmale der Kontaktanzeige
- Lexik der Selbstbezeichnung und Wunschpartnerbezeichnung
- Lexik der Selbstdarstellung und Wunschpartnerdarstellung
- Kommunikationsabsicht des Inserenten
- Aufbau und Struktur von Kontaktanzeigen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema Kontaktanzeige ein und beschreibt die Entwicklung dieser Textsorte von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit. Die Einleitung betont die gesellschaftliche Relevanz der Kontaktanzeige als Mittel zur Kontaktaufnahme.
Textsorte Kontaktanzeige
Dieses Kapitel beleuchtet die Textfunktion, kontextuelle und strukturelle Merkmale der Kontaktanzeige. Es wird anhand von Brinkers Kriterien untersucht, welche charakteristischen Merkmale die Textsorte Kontaktanzeige auszeichnen.
Lexik der Selbstbezeichnung und Wunschpartnerbezeichnung
Dieses Kapitel analysiert die Wortwahl, die in Kontaktanzeigen verwendet wird, um sich selbst und den Wunschpartner zu beschreiben. Die Analyse umfasst die lexikalischen Mittel, die zur Selbstpräsentation und zur Darstellung des idealen Partners eingesetzt werden.
Lexik der Selbstdarstellung und Wunschpartnerdarstellung
Dieses Kapitel setzt sich mit der sprachlichen Gestaltung der Selbstdarstellung und Wunschpartnerdarstellung in Kontaktanzeigen auseinander. Es werden die sprachlichen Mittel und Strategien untersucht, die Inserenten verwenden, um sich selbst und ihren Wunschpartner zu präsentieren.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Textsorte, Kontaktanzeige, Textfunktion, kontextuelle Merkmale, strukturelle Merkmale, Selbstdarstellung, Wunschpartnerdarstellung, Lexik, Kommunikationsabsicht.
Häufig gestellte Fragen
Seit wann gibt es Kontaktanzeigen in Deutschland?
Die erste Kontaktanzeige in Deutschland erschien am 8. Juli 1738 in den Frankfurter "Frag- und Anzeigen-Nachrichten".
Wie hat sich die Intention von Kontaktanzeigen gewandelt?
Bis in die 1950er Jahre stand die Suche nach einem Ehepartner im Vordergrund. Heute dienen sie vielfältigen Bedürfnissen wie Freizeitgestaltung, Freundschaft oder sexuellen Anliegen.
Welche strukturellen Merkmale zeichnen eine Kontaktanzeige aus?
Typisch sind die Selbstbezeichnung, die Selbstdarstellung, die Wunschpartnerbezeichnung sowie die Angabe der Kontaktmöglichkeit (z.B. Chiffre).
Was unterscheidet Selbstbezeichnung und Selbstdarstellung?
Die Selbstbezeichnung ist meist ein kurzes Schlagwort (z.B. "Akademiker"), während die Selbstdarstellung detailliertere Eigenschaften und Interessen beschreibt.
Welche Rolle spielt die Lexik in Kontaktanzeigen?
Die Wortwahl ist strategisch gewählt, um auf begrenztem Raum ein attraktives Bild von sich selbst zu zeichnen und gleichzeitig den idealen Partner präzise anzusprechen.
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- Esra Deveci (Author), 2019, Die Kontaktanzeige als Textsorte. Mögliche Merkmale für eine Klassifizierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499601