Die Arbeit beschäftigt sich mit den Frauenbewegungen in der BRD. Begonnen bei den Anfängen der Frauenbewegung in Deutschland vor über 160, über Frauen während der NS-Zeit sowie Frauenbewegungen nach Kriegsende bis hin zu den Neuen Frauenbewegungen der radikal feministischen Bewegung wird ein realistisches Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse und vor allem der Probleme von Frauen gezeichnet.
Die ersten Ansätze einer Frauenbewegung in Deutschland sind über 160 Jahre alt. Mitte der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts publizierten die ersten Frauen über die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme von Frauen. Dieses Engagement wurde von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen und blieb gesellschaftspolitisch ohne Wirkung. Es waren Frauen wie Louise Otto-Peters, die aus dem freiheitlich gesinnten Bürgertum stammten und durch die Ideen des Vormärz von Freiheit, Gleichheit und Selbstständigkeit ergriffen waren und die Emanzipation der Frauen ableiteten. Jedoch handelte es sich um einzelne Frauen, so dass man von einer Bewegung noch nicht sprechen kann. Dies änderte sich erst in der Mitte der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts.
Inhaltsverzeichnis
- Die Anfänge der Frauenbewegung
- Die Bürgerliche Frauenbewegung
- Die Proletarische Frauenbewegung
- Frauen im NS-Staat
- Die Frauenbewegung in der BRD
- „Stunde Null“ und Gründung der BRD
- Neuen Frauenbewegung
- Entstehung
- Charakterisierung
- Frauenzentren
- Radikal-feministischen Gruppen
- Phase der feministischen Projekte
- Auseinandersetzungen der 70er Jahre
- Gegenströmung in der Neuen Frauenbewegung
- Institutionalisierung der Neuen Frauenbewegung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Frauenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Fokus auf der Entstehung und den verschiedenen Phasen der Bewegung liegt. Sie analysiert die wichtigsten Forderungen, Ziele und Herausforderungen der Frauenbewegung im Kontext der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in der BRD.
- Die Anfänge der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert und die Entwicklung unterschiedlicher Strömungen.
- Die Situation von Frauen im NS-Staat und die Auswirkungen auf die Frauenbewegung.
- Die Herausforderungen und Chancen für die Frauenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg in der BRD.
- Die Entstehung der Neuen Frauenbewegung und ihre wichtigsten Ziele und Forderungen.
- Die Institutionalisierung der Neuen Frauenbewegung und ihre Rolle in der Gesellschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit den Anfängen der Frauenbewegung in Deutschland, beginnend mit der bürgerlichen Frauenbewegung im 19. Jahrhundert und ihrer Forderung nach Bildung und Erwerbsarbeit. Im zweiten Teil des Kapitels wird die proletarische Frauenbewegung im Kontext der Industrialisierung beleuchtet, die für bessere Arbeitsbedingungen und die Gleichstellung von Frauen kämpfte. Das zweite Kapitel analysiert die Situation von Frauen im NS-Staat und die Auswirkungen der NS-Ideologie auf die Frauenbewegung.
Im dritten Kapitel werden die Anfänge der Frauenbewegung in der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg betrachtet. Das vierte Kapitel widmet sich der Neuen Frauenbewegung, ihrer Entstehung, Charakterisierung und ihren wichtigsten Forderungen, wie z.B. der Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft, im Beruf und in der Politik.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Frauenbewegung in der BRD, darunter die Gleichstellung von Frauen, Bildung und Erwerbsarbeit, die Rolle der Frau in der Familie und Gesellschaft, die Entstehung feministischer Strömungen und die Institutionalisierung der Frauenbewegung.
Häufig gestellte Fragen
Wann begann die Frauenbewegung in Deutschland?
Erste Ansätze gab es bereits Mitte der 1840er Jahre durch Frauen wie Louise Otto-Peters, die Forderungen nach Freiheit und Gleichheit aus dem Bürgertum ableiteten.
Was ist der Unterschied zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung?
Die bürgerliche Bewegung forderte primär Zugang zu Bildung und qualifizierter Arbeit. Die proletarische Bewegung kämpfte im Kontext der Industrialisierung für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Rechte.
Welche Rolle spielten Frauen im NS-Staat?
Die NS-Ideologie drängte Frauen zurück in die Rolle als Mutter und Hausfrau und unterdrückte emanzipatorische Bestrebungen, was die Frauenbewegung für Jahre zum Erliegen brachte.
Was kennzeichnet die "Neue Frauenbewegung" der 1970er Jahre?
Sie war radikal-feministisch geprägt, gründete eigene Frauenzentren und Projekte und thematisierte Themen wie körperliche Selbstbestimmung, Gewalt gegen Frauen und den Paragraphen 218.
Was bedeutet die "Institutionalisierung" der Frauenbewegung?
Damit ist die Verankerung feministischer Forderungen in staatlichen Strukturen gemeint, etwa durch die Einrichtung von Frauenbeauftragten oder Ministerien für Gleichstellung.
Welche Auseinandersetzungen prägten die 70er Jahre?
Zentrale Themen waren die Abtreibungsdebatte, die Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung sowie die Forderung nach ökonomischer Unabhängigkeit von Ehemännern.
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- Eric Schley (Autor), 2005, Frauenbewegungen der BRD, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498175