Diese Hausarbeit skizziert durch einen theoretischen Querschnitt aus sozialpädagogischen Rahmenbedingungen, bildungstheoretischen Einflüssen, nachhaltigkeitswissenschaftlichen und psychologischen Theorieentwürfen das Thema der (sozial-)nachhaltigen Dimension anhand der psychologischen Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung innerhalb der außerschulischen Jugendarbeit anhand der Gründung einer Band in einem Jugendzentrum. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Theorie Banduras (Selbstwirksamkeitserfahrung) innerhalb der außerschulischen Jugendarbeit eine mögliche Zielsetzung für die Konzeption eines Jugendzentrums relevant sein könnte. Eine, damit verwobene, Fragestellung ist zudem, inwiefern die theoretischen Ansätze eine sozial-nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung bei benachteiligten Jugendlichen hat.
Die Verknüpfung mit der Musik dient lediglich als Anwendungsmöglichkeit und als Exemplarik für eine mögliche Realisierung der Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung innerhalb der sozialpädagogischen Praxis. Auf eine politische, sowie historische Skizzierung ist in Anbetracht des vorgegeben Rahmens verzichtet worden, da eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Komplex der Selbstwirksamkeitserfahrung als zielführender erschien. Nichtsdestotrotz ist die historische und politische Dimension der außerschulischen Jugendarbeit ständig ein kontextgebender Bezugspunkt.
Jugendliche aus (sozial) benachteiligten Milieus sind ein wesentlicher Bestandteil des Klientels von Jugendzentren. Die außerschulische Jugendarbeit sieht sich also häufig mit Menschen konfrontiert, die in prekären Lebensverhältnissen aufwachsen. Aus diesen Lebensverhältnissen lassen sich Problemlagen herleiten, die unter anderem auf das Selbstbild der Jugendlichen einwirken.
Inhaltsverzeichnis
- 1. EINLEITUNG
- 2. AUBERSCHULISCHE JUGENDARBEIT – PROBLEME DER ARBEITSBEGRIFFSBESTIMMUNG
- 2.1 RECHTLICHE GRUNDLAGEN DER AUBERSCHULISCHEN JUGENDARBEIT
- 2.2 DAS KLIENTEL DER OFFENEN JUGENDARBEIT
- 3. SOZIALE DIMENSION VON NACHHALTIGKEIT AUBERSCHULISCHER JUGENDARBEIT – EINE ANNÄHERUNG AN DEN ARBEITSBEGRIFF
- 4. SELBSTBESTIMMUNGS- UND MITBESTIMMUNGSFÄHIGKEIT ALS MÖGLICHE ASPEKTE DER SELBSTWIRKSAMKEITSERFAHRUNG
- 4.1 SELBSTWIRKSAMKEITSÜBERZEUGUNG
- 5. AUSBLICK
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der (sozial-)nachhaltigen Dimension der außerschulischen Jugendarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung. Sie untersucht, inwiefern die Theorie Banduras innerhalb der außerschulischen Jugendarbeit eine relevante Zielsetzung für die Konzeption eines Jugendzentrums sein könnte, und inwiefern die theoretischen Ansätze eine sozial-nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung von benachteiligten Jugendlichen haben. Die Gründung einer Band in einem Jugendzentrum dient als Beispiel für eine mögliche Realisierung der Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung in der sozialpädagogischen Praxis.
- Die Problematik der Arbeitsbegriffsdefinition in der außerschulischen Jugendarbeit
- Die Bedeutung von Selbstwirksamkeitserfahrungen für benachteiligte Jugendliche
- Die Rolle der Musik in der außerschulischen Jugendarbeit
- Die Konzeption eines Jugendzentrums mit Fokus auf Selbstwirksamkeitserfahrung
- Die sozial-nachhaltige Wirkung der außerschulischen Jugendarbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der (sozial-)nachhaltigen Dimension der außerschulischen Jugendarbeit ein und stellt den Bezug zur Theorie der Selbstwirksamkeitserfahrung her. Kapitel zwei beleuchtet die Problematik der Arbeitsbegriffsdefinition in der außerschulischen Jugendarbeit und untersucht die rechtlichen Grundlagen sowie das Klientel der offenen Jugendarbeit. Kapitel drei analysiert die soziale Dimension von Nachhaltigkeit im Kontext der außerschulischen Jugendarbeit. Kapitel vier fokussiert auf Selbstbestimmungs- und Mitbestimmungsfähigkeit als mögliche Aspekte der Selbstwirksamkeitserfahrung, wobei insbesondere die Selbstwirksamkeitserfahrungsüberzeugung im Detail betrachtet wird.
Schlüsselwörter
Außerschulische Jugendarbeit, Selbstwirksamkeitserfahrung, Selbstwirksamkeitserfahrungsüberzeugung, soziale Nachhaltigkeit, Jugendzentrum, benachteiligte Jugendliche, Musik, Bandgründung, sozialpädagogische Praxis, theoretische Ansätze.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Selbstwirksamkeit nach Bandura?
Es ist die Überzeugung einer Person, schwierige Aufgaben und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
Wie kann Musik in der Jugendarbeit zur Selbstbestimmung beitragen?
Die Gründung einer Band ermöglicht Jugendlichen, durch gemeinsames Musizieren und Erfolgserlebnisse ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren und ihr Selbstbild zu stärken.
Warum ist Selbstwirksamkeit für benachteiligte Jugendliche wichtig?
Jugendliche in prekären Lebensverhältnissen erleben oft Ohnmacht; gezielte pädagogische Angebote helfen ihnen, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Was bedeutet „soziale Nachhaltigkeit“ in der Jugendarbeit?
Es beschreibt die langfristige positive Wirkung pädagogischer Interventionen auf die Persönlichkeitsentwicklung und soziale Teilhabe der Jugendlichen.
Welche Rolle spielt ein Jugendzentrum bei diesem Konzept?
Das Jugendzentrum bietet den geschützten Rahmen und die Ressourcen (z. B. Proberäume), um Projekte wie eine Bandgründung zur Förderung der Mitbestimmung zu realisieren.
Was sind die rechtlichen Grundlagen der außerschulischen Jugendarbeit?
Die Arbeit beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die den Auftrag und die Struktur der offenen Jugendarbeit in Deutschland definieren.
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- Christoph Schönfeldt (Author), 2012, Die Musik als konstruktives Instrument zur Selbstbestimmung in der Jugendarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497315