Das Studienprojekt beruht auf empirischen Befunden. Es stellt das Wunderverständnis von Kindern und Jugendlichen eines Gymnasiums dar.
Wunder ist ein Begriff, der uns in vielen verschiedenen Kontexten begegnet, unterschiedliche Assoziierungen hervorruft und stets diskutiert wird. So ist zum Beispiel die Rede von einem Wunder, wenn jemand einen Unfall unversehrt übersteht. Oder in der Musikbranche, wo uns der Begriff Wunder in verschiedenen Songtexten begegnet, zum Beispiel Welt der Wunder von Marteria. In einem weiteren Kontext, dem biblischen, verbindet man mit Wundern die neutestamentlichen Wundergeschichten Jesu. Diese lösen unter anderem aufgrund des neuzeitlichen Weltbildes und einem vernunftbedingten Denken große Verständnisschwierigkeiten bei vielen Menschen aus. Um die Schülerinnen und Schüler für die Mehrdimensionalität der neutestamentlichen Wundererzählungen zu sensibilisieren, bedarf es einer reflektierten und adressatenorientierten Wunderdidaktik. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, ist es notwendig die religiöse Entwicklung und die kognitiven Rezeptionsmöglichkeiten biblischer Erzählungen auf den unterschiedlichen Altersstufen der Schülerinnen und Schüler zu untersuchen. Im Rahmen dieser Wunderdidaktik sind verschiedene wissenschaftliche Studien zum Wunderverständnis von Kindern und Jugendlichen durchgeführt und ausgewertet worden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Thema Wunder
- 2.1 Wunderthematik im Religionsunterricht
- 2.2 Studien zu christologischen Konzepten von Kindern und Jugendlichen
- 3 Studienprojekt
- 3.1 Stichprobe und Methode
- 3.2 Empirische Befunde
- 4 Diskussion
- 4.1 Diskussion der Ergebnisse
- 4.2 Stärken und Schwächen des Studienprojektes
- 5 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Ziel dieser Studie ist es, das Wunderverständnis von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext zu erforschen und die Relevanz der Wunderthematik im Religionsunterricht zu beleuchten.
- Die Schwierigkeiten und Chancen, die mit der Interpretation von neutestamentlichen Wundererzählungen in der heutigen Zeit verbunden sind.
- Die kognitive Entwicklung und die religiöse Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf die Interpretation von Wundererzählungen.
- Die Relevanz von Wundererzählungen als "Symbolhandlungen" zur Hoffnungsstiftung und zur Bekämpfung menschlicher Not.
- Die Bedeutung der Wunderthematik im Religionsunterricht und die Diskussion um ihre Relevanz in der heutigen Zeit.
- Die empirischen Befunde einer Studie zum Wunderverständnis von Schülerinnen und Schülern im katholischen Religionsunterricht.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Wunder ein und erläutert die vielschichtige Bedeutung des Begriffs in verschiedenen Kontexten, insbesondere im Bezug auf die neutestamentlichen Wundergeschichten Jesu. Die Schwierigkeiten, die diese Erzählungen im modernen Kontext hervorrufen, werden beleuchtet und die Notwendigkeit einer reflektierten Wunderdidaktik hervorgehoben.
Kapitel 2 widmet sich der Definition des Begriffs "Wunder" und untersucht die unterschiedlichen Perspektiven auf das Wundergeschehen im Kontext der neutestamentlichen Erzählungen. Es werden verschiedene wissenschaftliche Studien zum Wunderverständnis von Kindern und Jugendlichen vorgestellt, die im Rahmen der Arbeit als Grundlage dienen.
Kapitel 3 beschreibt das im Praxissemester durchgeführte Studienprojekt, das sich mit dem Wunderverständnis von Schülerinnen und Schülern an einer Praktikumsschule beschäftigt. Die Stichprobe, die Methode der Datenerhebung und die empirischen Befunde werden detailliert dargestellt.
Kapitel 4 analysiert und interpretiert die Ergebnisse der Schülerbefragung, diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse und geht auf die Stärken und Schwächen des Studienprojektes ein.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema "Wunder" und analysiert die Bedeutung von neutestamentlichen Wundererzählungen im Kontext der religiösen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dabei stehen die folgenden Schlüsselbegriffe im Vordergrund: Wunder, Wunderdidaktik, christologische Konzepte, empirische Forschung, Schülerverständnis, Symbolhandlung, Hoffnungsstiftung, Religionsunterricht, neutestamentliche Wundergeschichten.
Häufig gestellte Fragen
Wie verstehen Kinder und Jugendliche heute „Wunder“?
Das Verständnis reicht von Alltagswundern (z. B. Unfälle unbeschadet überstehen) über Bezüge in der Popmusik bis hin zu den biblischen Wundergeschichten Jesu, die oft kritisch hinterfragt werden.
Warum sind biblische Wundergeschichten im Unterricht schwierig?
Das moderne, naturwissenschaftlich geprägte Weltbild führt oft zu Verständnisschwierigkeiten. Schüler neigen dazu, Wunder rein vernunftbasiert zu analysieren, was den Zugang zur religiösen Dimension erschwert.
Was ist das Ziel einer modernen Wunderdidaktik?
Ziel ist es, Schüler für die Mehrdimensionalität von Wundererzählungen zu sensibilisieren und diese als „Symbolhandlungen“ zur Hoffnungsstiftung zu verstehen.
Welche Rolle spielt die kognitive Entwicklung?
Die religiöse Entwicklung und die kognitiven Rezeptionsmöglichkeiten ändern sich mit dem Alter. Die Didaktik muss daher adressatenorientiert auf die jeweilige Altersstufe abgestimmt sein.
Welche Ergebnisse lieferte das Studienprojekt?
Die empirischen Befunde zeigen, wie Schüler am Gymnasium Wunder interpretieren und welche Relevanz sie diesem Thema im katholischen Religionsunterricht beimessen.
- Quote paper
- Ann-Christin Bossuyt (Author), 2018, Das Wunderverständnis von Kindern und Jugendlichen am Gymnasium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496132