Erkenntnisinteresse und Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist die Schaffung eines theoretischen und historischen Überblicks über den Begriff der Gerechtigkeit sowie die Entflechtung des begrifflichen Dickichts durch die differenzierte Analyse der vielfältigen Dimensionen der Gerechtigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln.
Gerechtigkeit ist einer der ältesten und zugleich umstrittensten Begriffe. Nahezu alle Menschen und Parteien haben eine eigene Antwort auf die Frage, was gerecht ist. Große Denker wie Aristoteles, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Rawls und Amartya Sen, um nur einige zu nennen, haben sich bereits dem eingehenden Studium dieser Thematik gewidmet.
Die Kontroverse besteht dennoch fort. So hat sich über Jahrtausende ein komplexes Dickicht von Begriffsbildern um die Gerechtigkeitsfrage entwickelt, das die unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Werte-systeme der Menschen verschiedener Kulturen und Epochen widerspiegelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitende Worte
- Problemstellung & Erkenntnisinteresse
- Struktur der Arbeit
- Was ist Gerechtigkeit - was nicht?
- Begriffsannäherung & -abgrenzung verwandter Begriffe
- Multidimensionaler Systematisierungsansatz
- Zur normativen Begründung von Sozialpolitik
- Gerechtigkeitstheorien im Wandel der Zeit
- Antike: Aristoteles, „Nikomachische Ethik“
- Neuzeit: Utilitarismus & Deontologie
- Zeitgeschichte: John Rawls & Amartya Sen
- Zusammenfassende Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit zielt darauf ab, ein tiefgehendes Verständnis des Begriffs der Gerechtigkeit zu vermitteln und die vielschichtigen Dimensionen des Gerechtigkeitsempfindens zu beleuchten. Sie analysiert historische und aktuelle Theorien der Gerechtigkeit und setzt diese in Beziehung zu der Frage der nachhaltigen Entwicklung.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs der Gerechtigkeit
- Multidimensionale Systematisierung des Gerechtigkeitsempfindens
- Die normative Bedeutung von Gerechtigkeit in der Sozialpolitik
- Historische Gerechtigkeitstheorien von Aristoteles bis John Rawls und Amartya Sen
- Die Rolle der Gerechtigkeit in der Nachhaltigkeitsdebatte
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich der Einführung in die Thematik und legt die Grundsteine für die weitere Analyse. Es werden die Problemstellung und das Erkenntnisinteresse der Arbeit dargelegt, sowie die Struktur der Arbeit skizziert.
Im zweiten Kapitel wird der Gerechtigkeitsbegriff aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es werden definitorische Annäherungen vorgenommen und Abgrenzungen zu verwandten Begriffen vorgenommen. Darüber hinaus wird die multidimensionale Systematisierung des Gerechtigkeitsbegriffs erörtert, wobei auch die normative Bedeutung von Gerechtigkeit in der Sozialpolitik und im Kontext der nachhaltigen Entwicklung beleuchtet wird.
Das dritte Kapitel konzentriert sich auf die historische Entwicklung der Gerechtigkeitstheorien. Es werden wichtige Denker wie Aristoteles, Vertreter des Utilitarismus und der Deontologie, sowie John Rawls und Amartya Sen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Gerechtigkeit, Sozialpolitik, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeitstheorien, Aristoteles, Utilitarismus, Deontologie, John Rawls, Amartya Sen, Verteilungs- und Verhaltensregeln, Gleichheit, Recht, Moral, Kognitive Dissonanz.
Häufig gestellte Fragen
Welche Denker werden in der Arbeit zur Gerechtigkeit behandelt?
Die Arbeit analysiert Theorien von Aristoteles, Immanuel Kant, Jeremy Bentham, John Rawls und Amartya Sen.
Was ist der Fokus von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie?
John Rawls konzentriert sich in seinem Werk auf die Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit und die faire Gestaltung gesellschaftlicher Institutionen.
Wie wird Gerechtigkeit in der Sozialpolitik begründet?
Die Arbeit untersucht die normativen Grundlagen der Sozialpolitik und wie unterschiedliche Gerechtigkeitsempfindungen politische Entscheidungen beeinflussen.
Welche Rolle spielt Gerechtigkeit in der Nachhaltigkeitsdebatte?
Es wird analysiert, wie Gerechtigkeit als Dimension der nachhaltigen Entwicklung fungiert, insbesondere im Hinblick auf Generationengerechtigkeit.
Was unterscheidet Utilitarismus von Deontologie im Kontext der Gerechtigkeit?
Der Utilitarismus bewertet Gerechtigkeit nach dem Nutzen für die Mehrheit, während die Deontologie (Pflichtenlehre, z.B. bei Kant) auf universellen moralischen Prinzipien basiert.
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- John Isufi (Author), 2019, Die Anatomie der Gerechtigkeit. Ein theoretischer und historischer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/495828