In dieser Arbeit wird der Zusammenhang zwischen Exchange-Traded Funds und ihren Underlying Securities untersucht. Exchange-Traded Funds sind börsengehandelte Indexfonds, die in der Regel passiv in ganze Indizes investieren. Es wird untersucht, ob ETFs, die einen nationalen Aktienleitindex replizieren, Prognosekraft hinsichtlich Rendite und Volatilität der nachgebildeten Aktienmärkte besitzen. Dazu werden die sieben wirtschaftlich stärksten Länder der europäischen Union herangezogen (gemessen am Bruttoinlandsprodukt 2016).
Für den Renditezusammenhang lässt sich nur schwer eine klare Aussage treffen, da die Ergebnisse lediglich signifikante Prognosekraft der ETF-Renditen des Vorvormonats für die Indexrenditen aufzeigen. Es kann jedoch empirisch gezeigt werden, dass die Volatilität eines Exchange-Traded Funds die Volatilität des zugrundeliegenden Aktienindexes im Folgemonat bis zu einem gewissen Grad prognostizieren kann. Eine alternative Schätzmethode für die Volatilität durch ein GARCH(1,1)-Modell bestätigt diese Ergebnisse. Eine erste Erklärung für diesen Zusammenhang könnte die Volatilitätscluster-Eigenschaft von Finanzzeitreihen sein, falls der ETF und der Index hinsichtlich der Performance nahezu gleich verlaufen. Eine zweite Erklärung wäre, dass ETFs als eine Art alternative Volatilitätsindikatoren für die replizierten Indizes fungieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Stand der bisherigen Forschung
- Werteffekte der Underlying Securities
- Volatilität der Underlying Securities
- ,,A Dynamic Equilibrium Model of ETFs“ – Ein theoretisches Modell
- Daten und deskriptive Statistik
- Datensatz
- Variablen
- Deskriptive Statistik
- Methodik
- Einzelregressionen
- Rendite
- Volatilität
- Panelregressionen
- Pooled OLS-Regression
- Random Effects Modell
- Empirische Auswertung
- Einzelregressionen
- Rendite
- Volatilität
- Panelregressionen
- Pooled OLS-Regression Rendite
- Random Effects Modell Volatilität
- Volatilitätsschätzung mit GARCH(1,1)
- Theoretisches Konzept
- Empirische Auswertung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Einfluss von Exchange-Traded Funds (ETFs) auf Aktienmärkte. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob ETFs, die einen nationalen Aktienleitindex replizieren, Prognosekraft hinsichtlich der Rendite und Volatilität des nachgebildeten Aktienmarktes besitzen. Der Fokus liegt dabei auf den sieben wirtschaftlich stärksten Ländern der Europäischen Union.
- Zusammenhang zwischen ETFs und ihren Underlying Securities
- Prognosekraft von ETFs hinsichtlich Rendite und Volatilität
- Empirische Analyse der Volatilitätscluster-Eigenschaft von Finanzzeitreihen
- ETFs als alternative Volatilitätsindikatoren
- Anwendung von GARCH(1,1)-Modellen zur Volatilitätsschätzung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung. Sie beschreibt die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
- Stand der bisherigen Forschung: Dieses Kapitel präsentiert die relevanten Forschungsarbeiten zu den Themen Wertsteigerungen, Volatilität und theoretischen Modellen von ETFs. Es dient der Einordnung der eigenen Arbeit in den wissenschaftlichen Diskurs.
- Daten und deskriptive Statistik: Dieses Kapitel beschreibt den Datensatz, die verwendeten Variablen und präsentiert die deskriptive Statistik der Daten. Es stellt die Grundlage für die empirische Analyse der Arbeit dar.
- Methodik: Dieses Kapitel erläutert die gewählte Methodik der Arbeit. Es beschreibt die Durchführung der Einzelregressionen und Panelregressionen, sowie die Anwendung des GARCH(1,1)-Modells.
- Empirische Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Analyse. Es untersucht den Zusammenhang zwischen den Renditen und Volatilitäten von ETFs und ihren Underlying Securities.
Schlüsselwörter
Exchange-Traded Funds, Aktienmärkte, Volatilität, Rendite, Prognosekraft, Underlying Securities, GARCH(1,1)-Modell, Panelregressionen, Finanzzeitreihen, Volatilitätscluster-Eigenschaft, Alternative Volatilitätsindikatoren, Europäische Union.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss haben ETFs auf die Volatilität von Aktienmärkten?
Die Untersuchung zeigt, dass die Volatilität eines ETFs die Volatilität des zugrundeliegenden Index im Folgemonat bis zu einem gewissen Grad prognostizieren kann.
Können ETF-Renditen zukünftige Indexrenditen vorhersagen?
Ein klarer Zusammenhang ist schwer nachzuweisen; die Ergebnisse zeigen lediglich eine signifikante Prognosekraft der ETF-Renditen des Vorvormonats für die Indexrenditen.
Was ist das GARCH(1,1)-Modell?
Es handelt sich um eine statistische Methode zur Schätzung der Volatilität von Finanzzeitreihen, die in dieser Arbeit zur Bestätigung der empirischen Ergebnisse genutzt wurde.
Welche Länder wurden in der Studie untersucht?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die sieben wirtschaftlich stärksten Länder der Europäischen Union, gemessen am Bruttoinlandsprodukt von 2016.
Was ist die „Volatilitätscluster-Eigenschaft“?
Dies beschreibt das Phänomen, dass auf Phasen hoher Volatilität meist wieder hohe Volatilität folgt. Dies könnte erklären, warum ETF- und Indexvolatilitäten ähnlich verlaufen.
Können ETFs als Volatilitätsindikatoren dienen?
Ja, eine These der Arbeit lautet, dass ETFs als eine Art alternative Volatilitätsindikatoren für die von ihnen replizierten Indizes fungieren können.
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- Moritz Wiebke (Author), 2017, Der Einfluss von Exchange-Traded Funds auf Aktienmärkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493743