Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Werk „Cur Deus homo“ (1098) im Hinblick darauf, wie die Satisfaktionslehre von Anselm von Canterbury zu verstehen ist. Im zweiten Teil wird die erweiterte Auslegung des Todes Jesu von Jürgen Werbick (21. Jh.) herausgearbeitet. Zum Schluss werden die wichtigsten Merkmale beider gegenübergestellt und ich positioniere mich, indem ich die Frage nach der Aktualität der Satisfaktionslehre mitberücksichtige.
Einleitend soll grob Anselm von Canterburys Lebensweg aufgezeichnet und sein Werk Cur Deus homo zeitlich eingeordnet werden. Anschließend wird das Thema des zu Grunde liegenden Werkes „Cur Deus homo“ vorgestellt werden, indem dann genauer auf die zentralen Begriffe Stellvertretung Jesu, Sünde und Opfer eingegangen wird.
Im zweiten Teil arbeite ich die erweiterte Auslegung des Todes Jesu und des Opferbegriffs von Jürgen Werbick (21. Jh.) heraus. Zum Schluss stelle ich die wichtigsten Merkmale beider Theorien gegenüber, denn zielführend möchte ich eine klare Aufspaltung hinsichtlich der Stellvertretung Jesu zu früherer und heutiger Ansicht aufzeigen, die auch für einen Leser nachvollziehbar ist, der sich thematisch nicht auskennt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anselm von Canterbury und sein Werk Cur Deus homo
- Zentrale Begriffe der Satisfaktionslehre Anselms von Canterbury
- Stellvertretung (Satisfaktionslehre)
- Sünde/ Erbsünde
- Opfer/Sühne
- Stellvertretung Jesu
- Der Opferbegriff heute nach Jürgen Werbick
- Vergleich der Opferbegriffe bei Anselm von Canterbury und Jürgen Werbick
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Satisfaktionslehre Anselms von Canterbury im Werk „Cur Deus homo" (1098) und stellt sie in einen Dialog mit der erweiterten Auslegung des Todes Jesu von Jürgen Werbick im 21. Jahrhundert. Ziel ist es, die beiden Perspektiven auf die Stellvertretung Jesu zu vergleichen und ihre Relevanz für den heutigen Glauben zu beleuchten. Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Todes Jesu, der Erlösung der Erbsünde und dem Opferbegriff im Gottesdienst.
- Die Satisfaktionslehre Anselms von Canterbury
- Die Bedeutung des Todes Jesu in der christlichen Theologie
- Das Konzept der Stellvertretung und Erlösung von Sünde
- Der Opferbegriff in der Liturgie und Theologie
- Die Relevanz der Satisfaktionslehre im 21. Jahrhundert
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und stellt die Relevanz des Todes Jesu für den christlichen Glauben dar. Anschließend wird Anselm von Canterbury und sein Werk „Cur Deus homo" vorgestellt, wobei die zentralen Begriffe der Satisfaktionslehre wie Stellvertretung, Sünde und Opfer näher erläutert werden.
Im nächsten Kapitel wird die erweiterte Auslegung des Todes Jesu von Jürgen Werbick (21. Jh.) vorgestellt und die wichtigsten Merkmale beider Theorien werden gegenübergestellt.
Schlüsselwörter
Satisfaktionslehre, Stellvertretung Jesu, Tod Jesu, Erlösung, Erbsünde, Opfer, Sünde, Theologie, Liturgie, Anselm von Canterbury, Jürgen Werbick, „Cur Deus homo", 21. Jahrhundert.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Satisfaktionslehre von Anselm von Canterbury?
Anselm argumentiert in „Cur Deus homo“, dass der Mensch durch die Sünde die Ehre Gottes verletzt hat. Nur ein Gott-Mensch (Jesus) konnte durch seinen freiwilligen Tod die nötige Genugtuung (Satisfaktion) leisten.
Wie interpretiert Jürgen Werbick den Tod Jesu im 21. Jahrhundert?
Werbick bietet eine erweiterte Auslegung, die den Opferbegriff moderner versteht und den Fokus stärker auf die Solidarität Gottes mit den Leidenden und die Transformation des Menschen legt.
Warum ist das Konzept der Stellvertretung zentral?
Stellvertretung bedeutet, dass Jesus für die Sünden der Menschheit eintritt. Die Arbeit vergleicht, wie dieses „Eintreten“ früher (als Rechtshandel) und heute (als Beziehungsgeschehen) verstanden wird.
Ist die Satisfaktionslehre heute noch aktuell?
Die Arbeit diskutiert die Aktualität kritisch, da das mittelalterliche Rechts- und Ehrempfinden Anselms vielen modernen Menschen fremd ist, der Kern der Erlösung aber weiterhin zentral bleibt.
Was bedeutet „Cur Deus homo“ übersetzt?
Der lateinische Titel bedeutet „Warum Gott Mensch geworden ist“ und ist die zentrale Fragestellung in Anselms Werk zur Erlösungslehre.
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- Anonym (Author), 2018, Die Stellvertretung Jesu in Anselms "Cur Deus homo" im Vergleich zur Theorie Jürgen Werbicks im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492649