Diese Arbeit soll im Theorieteil das Medium Film als Unterrichtsgegenstand näher beleuchten und das weite Gebiet der Medienkompetenz und speziell der Filmdidaktik oder auch Filmbildung kurz anreißen, um den aktuellen Stand dieses Gebietes überblicken zu können. Die Analyse der gegenwärtigen filmdidaktischen Ausrichtung im Bereich filmintegrativer Unterricht soll letztendlich dazu führen das deutschdidaktische Potential einer Filmsequnzanalyse im Deutschunterricht aufzuzeigen.
Es folgt die Sachanalyse, in welcher das Genre Dystopie bzw. Utopie als eines der möglichen Kategorien und geeignetes Mittel für filmintegrativen Unterricht vorgestellt und auf Eignung für die Vermittlung von moralischen Werten hin beleuchtet werden soll. Voraussetzung für die intendierte Anregung eines Lernprozesses beim Schüler ist jedoch eine genaue Kenntnis der Methoden für eine erfolgreiche Filmanalyse. Eine Auswahl an eben diesen wichtigen Methoden, unterteilt in Makro-‐ und Mikroanalyse, soll auch dieses Kapitel geben. Im Anschluss wird der Fokus auf die Analyse eines Filmvorspanns gesetzt und der Bezug zur Lebenswelt der SuS hergestellt.
Diese didaktische Reduktion von dem Themengebiet der Filmanalysemethodik auf eine Methode ist gleichzeitig die Einleitung für ein konkretes Unterrichtskonzept, welches auf vorangegangene Überlegungen aufbaut. Das Unterrichtskonzept stellt vor allem Ziele einer Filmsequenzanalyse für die Unterrichtsstunde dar. Abschließend sollen noch einmal alle Erkenntnisse über eine mögliche Eignung des Mediums Film und speziell die Auswahl der Gattung Dystopie zusammengefasst, kritisch bewertet und ein Ausblick gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorieteil- Medienkompetenz und Filmdidaktik
- Sachanalyse - Methoden der Filmanalyse anhand des Trailers von i Robot
- Inhalt des Films - speziell des Vorspanns
- Makroanalyse
- Storyboard
- Sequenzprotokoll
- Spannungskurve
- Mikroanalyse
- Didaktische Reduktion
- Unterrichtskonzept
- Fazit
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Integration des Mediums Film, insbesondere des Genres Dystopie, in den Deutschunterricht. Sie beleuchtet die Relevanz von Medienkompetenz und Filmdidaktik im heutigen Bildungssystem und analysiert die Einsatzmöglichkeiten von Filmsequenzanalysen im Deutschunterricht. Dabei wird die Eignung dystopischer Filme für die Vermittlung moralischer Werte untersucht und ein Unterrichtskonzept für die Analyse eines Filmvorspanns entwickelt.
- Das Potential filmintegrativen Deutschunterrichts
- Medienkompetenz und Filmdidaktik als wichtige Bildungsinhalte
- Methoden der Filmanalyse und deren didaktische Reduktion
- Das Genre Dystopie als geeignetes Mittel für filmintegrativen Unterricht
- Die Entwicklung eines konkreten Unterrichtskonzepts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des filmintegrativen Deutschunterrichts ein und beleuchtet die Bedeutung von Dystopien und Filmen im Unterricht. Der Theorieteil behandelt die Konzepte der Medienkompetenz und Filmdidaktik, beleuchtet deren Bedeutung im heutigen Bildungssystem und zeigt die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien im Unterricht auf.
Die Sachanalyse stellt Methoden der Filmanalyse vor und konzentriert sich auf die Makro- und Mikroanalyse. Im Fokus steht die Analyse des Filmvorspanns von "i Robot" und die Herstellung des Bezugs zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler.
Das Kapitel zur didaktischen Reduktion führt auf ein konkretes Unterrichtskonzept ein, das die Ziele einer Filmsequenzanalyse für die Unterrichtsstunde aufzeigt. Abschließend werden die Erkenntnisse über die Eignung des Mediums Film und die Auswahl der Gattung Dystopie zusammengefasst und kritisch bewertet.
Schlüsselwörter
Filmintegrativer Deutschunterricht, Dystopie, Medienkompetenz, Filmdidaktik, Filmanalyse, Makroanalyse, Mikroanalyse, Unterrichtskonzept, didaktische Reduktion.
Häufig gestellte Fragen
Warum eignet sich der Film „i Robot“ für den Deutschunterricht?
Der Film behandelt das Genre der Dystopie und bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für die Diskussion moralischer Werte, technologischer Ethik und gesellschaftlicher Visionen.
Was ist der Unterschied zwischen Makro- und Mikroanalyse im Film?
Die Makroanalyse betrachtet große Strukturen wie Storyboard, Sequenzprotokoll und Spannungskurve. Die Mikroanalyse konzentriert sich auf Details wie Einstellungsgrößen, Kameraperspektiven und Schnitttechniken.
Was versteht man unter „didaktischer Reduktion“?
Es bedeutet, die komplexe Methodik der Filmanalyse auf wesentliche, für die Schüler fassbare Aspekte zu begrenzen, um einen gezielten Lernprozess in einer Unterrichtsstunde zu ermöglichen.
Welches Ziel verfolgt die Analyse eines Film-Trailers?
Die Analyse des Trailers oder Vorspanns soll die Erwartungshaltung wecken, die filmischen Mittel zur Spannungszeugung verdeutlichen und einen Bezug zur Lebenswelt der Schüler herstellen.
Was ist „Medienkompetenz“ im Kontext der Filmbildung?
Medienkompetenz umfasst die Fähigkeit, audiovisuelle Medien kritisch zu hinterfragen, ihre Wirkungsweise zu verstehen und die vermittelten Botschaften und Werte einordnen zu können.
Wie ist das Unterrichtskonzept für „i Robot“ aufgebaut?
Das Konzept sieht eine schrittweise Analyse des Vorspanns vor, bei der Schüler die filmischen Gestaltungsmittel untersuchen und deren Wirkung auf den Zuschauer diskutieren.
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- Vanessa Schlurmann (Author), 2017, Filmintegrativer Deutschunterricht. Analyse des Trailers von "i Robot", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/492593