Der Untertitel eines Buches von Albert Biesinger lautet „Anstiftungen für Mütter und Väter“. Dieser Aufruf zur Anstiftung war ausschlaggebend, darüber nachzudenken, wie es möglich ist, Mütter und Väter des Kirchspiels Schenkenberg anzustiften, an der religiösen Erziehung ihrer getauften Kinder teilzunehmen. Zumal ein großer Teil der taufenden Eltern zu den kirchenfernen Gemeindegliedern einer Kirchengemeinde gehören. Dazu kommen die Beobachtungen und Gespräche aus der Praxis, die deutlich zeigen, dass die Eltern nach der Taufe nicht weiter wissen, teils weil sie selber kaum eine Gottesbeziehung beschreiben können, teils aus Sorge etwas verkehrt zu machen. Die landläufige Meinung, mit der Taufe sei nach Taufgespräch und Gottesdienst ein Schlusspunkt erreicht, verstärkt die Situation des Nicht–Mehr-Weiter-Wissens.
Wie es möglich sein kann, einerseits die Erinnerung an die Taufe als Mut machendes und Leben begleitendes Geschehen aufrecht zuerhalten und andererseits die Eltern in der religiösen Unterweisung zu stärken und zu begleiten, soll Inhalt dieser Arbeit sein. Dazu folgen allgemeine Vorüberlegungen und eine Beschreibung der vorfindlichen Situation am Beispiel des Kirchspiels Schenkenberg.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- Allgemeine Vorüberlegungen
- Situationsanalyse
- KIRCHENFERNE ZEITGENOSSEN
- Empirische Beobachtungen
- Fragebogenauswertung
- Fazit
- KASUALIEN UND GEMEINDEAUFBAU
- Grundsätzliches
- Taufe - eine missionarische Ungelegenheit
- Taufe als Weg
- Taufe und Gemeindeaufbau
- Bilanz mit Blick auf die Kirchenfernen
- PROJEKT „BEGLEITUNG KIRCHENFERNER ELTERN NACH DER TAUFE“ IM KIRCHSPIEL SCHENKENBERG
- Grundsätzliches
- Pädagogische und Psychologische Vorüberlegungen
- Die einzelnen Teile des Projekts
- DIE TAUFE
- DIE BRIEFE
- DIE ELTERNSEMINARE
- FAMILIENGOTTESDIENSTE
- DIE RÜSTZEIT
- BABYCLUB UND VORSCHULKREIS
- Resümee
- ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Begleitung von kirchenfernen Eltern von Taufkindern im Kirchspiel Schenkenberg, um die Gemeindeentwicklung in der Kirchenprovinz Sachsen zu fördern. Sie analysiert die Situation der Kirchenferne in der Gemeinde und entwickelt ein Projekt zur Unterstützung von Eltern in der religiösen Erziehung ihrer Kinder.
- Die Bedeutung der Taufe für die Gemeindeentwicklung
- Die Herausforderungen der kirchlichen Begleitung von kirchenfernen Eltern
- Die Entwicklung und Umsetzung eines Projektes zur Elternbegleitung
- Die Rolle von Gemeindearbeit und Gemeindegliedern in der Gemeindeentwicklung
- Die Chancen und Herausforderungen der Gemeindearbeit in ländlichen Regionen
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Ausgangssituation und die Zielsetzung der Arbeit vor. Sie beleuchtet die Problematik der Kirchenferne im Kirchspiel Schenkenberg und die Notwendigkeit, Eltern in der religiösen Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen.
- Das Kapitel „Kirchenferne Zeitgenossen“ analysiert die Situation der kirchenfernen Gemeindeglieder im Kirchspiel Schenkenberg. Es werden empirische Beobachtungen und Ergebnisse einer Fragebogenauswertung vorgestellt.
- Das Kapitel „Kasualien und Gemeindeaufbau“ befasst sich mit der Bedeutung der Taufe im Gemeindeaufbau. Es analysiert die Taufe als missionarisches Instrument und als Weg zur stärkeren Verbindung von Eltern mit der Kirche.
- Das Kapitel „Projekt „Begleitung Kirchenferner Eltern nach der Taufe“ im Kirchspiel Schenkenberg“ stellt das entwickelte Projekt zur Begleitung von kirchenfernen Eltern vor. Es beinhaltet pädagogische und psychologische Überlegungen sowie die Beschreibung der einzelnen Teile des Projektes, wie zum Beispiel die Taufe selbst, Briefe an die Eltern, Elternseninare und Familien Gottesdienste.
Schlüsselwörter
Kirchenferne, Taufe, Gemeindeentwicklung, Elternbegleitung, Projektentwicklung, Gemeindearbeit, ländliche Regionen, Kirchenprovinz Sachsen, Kirchspiel Schenkenberg.
Häufig gestellte Fragen
Wer gilt in der Gemeinde als „kirchenfern“?
Kirchenferne sind Gemeindeglieder, die zwar der Kirche angehören (z.B. durch die Taufe), aber kaum eine aktive Gottesbeziehung pflegen oder am Gemeindeleben teilnehmen.
Was ist das Ziel des Projektes im Kirchspiel Schenkenberg?
Das Ziel ist es, Eltern nach der Taufe ihrer Kinder nicht allein zu lassen, sondern sie in der religiösen Erziehung zu stärken und die Verbindung zur Gemeinde aufrechtzuerhalten.
Welche Maßnahmen umfasst die Begleitung der Eltern?
Das Projekt beinhaltet Taufbriefe, Elternseminare, Familiengottesdienste, Rüstzeiten sowie Angebote wie Babyclubs und Vorschulkreise.
Warum wird die Taufe als „missionarische Gelegenheit“ gesehen?
Die Taufe bietet einen Kontaktpunkt zu Familien, die sonst wenig Berührung mit der Kirche haben, und kann als Einstieg für einen langfristigen Gemeindeaufbau dienen.
Welche Rolle spielt die ländliche Region für die Gemeindeentwicklung?
In Regionen wie der Kirchenprovinz Sachsen erfordert die ländliche Struktur besondere Ansätze in der Gemeindearbeit, um Distanzen zu überbrücken und Gemeinschaft zu fördern.
- Citar trabajo
- Leonore Taatz (Autor), 2005, Begleitung kirchenferner Eltern von Taufkindern mit Blick auf die Gemeindeentwicklung in der Kirchenprovinz Sachsen am Beispiel des Kirchspiels Schenkenberg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49250