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Ausländische Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen in Afrika

Ziele und mögliche Auswirkungen

Titel: Ausländische Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen in Afrika

Bachelorarbeit , 2011 , 124 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Baumert (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, einen stringenten und umfassenden Überblick über die Ziele und Auswirkungen chinesischer Direktinvestitionen in Afrika zu erstellen, speziell im Textil- und Baumwollsektor. Hierzu werden Eingehends theoretische Ansätze für Foreign Direct Investment (FDI) betrachtet, die aktuelle wirtschaftliche sowie politische Situation zwischen China und Afrika wird erläutert. Zudem wird auf die Hintergründe für chinesische Investitionen eingegangen. Abschließend werden die möglichen Chancen und Risiken für die afrikanischen Ländern, welche sich durch das Engagement chinesischer Unternehmen bieten, analysiert.

Dabei sind die Folgen der China-Afrika Aktivitäten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar und können deshalb in dieser Arbeit, lediglich als mögliche Bestandsaufnahme der aus der aktuellen Situation resultierenden Ereignisse gesehen werden.

Seit geraumer Zeit wird in der Politik über das Engagement Chinas und chinesischer Unternehmen in Afrika diskutiert und debattiert. Die Tatsache, dass sich mittlerweile auch die deutsche Bundeskanzlerin mit dem Thema Afrika auseinandersetzt und versucht diplomatische Beziehungen mit Ländern Afrikas aufzubauen, zeugt davon dass es sich hierbei nicht nur um ein chinesisches Phänomen handelt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob China bei seiner Suche nach Ressourcen in die Rolle eines neuen Kolonialherrn schlüpft und dabei die sozialen sowie ökologischen Aspekte in Vergessenheit geraten oder ob China sich als Allheilbringer für die Menschen in Afrika entpuppen wird?

Diese Frage kann im Moment noch von Niemandem beantwortet werden und wird deshalb kritisch in den Wirtschaftsorganisationen und Regierungen begutachtet. Fakt ist, nirgendwo auf der Welt ist Chinas rasanter Aufstieg so sichtbar wie in Afrika. Mit Investitionen in Milliardenhöhe und Strömen unzähliger chinesischer Arbeiter, Einwanderer und Konsumgüter zu wettbewerbszerstörenden Preisen ist Chinas Präsenz auf dem Kontinent allgegenwertig und setzt die westlichen Staaten immer mehr unter Handlungsdruck im Bezug auf ihre Afrikapolitik. Die chinesische Afrika-offensive konzentriert sich nicht wie bei den meisten Staaten allein auf Südafrika und wenige Einzelne, sondern auf den gesamten Kontinent. Institutionen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds verlieren in Afrika immer mehr an Bedeutung,
weil ihre Standard-Empfehlung weiterer Liberalisierung und Investitionsklima-Verbesserung von China unterlaufen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ökonomische Modelltheorien ausländischer Direktinvestitionen

2.1. Definition & Einleitung ausländischer Direktinvestitionen

2.2. Das OLI-PARADIGMA – Eklektische Theorie der FDI

2.3. Neue Theorie nach Helpman und Krugman

3. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Afrika

3.1 Chinas Aussenhandelspolitik

3.2 Wirtschaftliche Bedeutung des China – Afrika Handels

3.2.1 Warenstruktur und Entwicklung der Exporte von China nach Afrika

3.2.2 Die Entwicklung chinesischer FDI in Afrika

4. Chinas Ziele der Direktinvestitionen in Afrika

4.1 Rohstoffsicherung

4.2 Agrarflächensicherung

4.3 Markterschliessung

4.4 Nachhaltige politische Zusammenarbeit

5. Mögliche Auswirkungen für Afrika

5.1 Chancen für Afrika

5.1.1 Wirtschaftswachstum

5.1.2 Spillover-Effekt

5.1.3 Entwicklung der Infrastruktur

5.1.4 Schaffung wettbewerbsfähiger Agrar- und Industriestrukturen

5.1.5 Arbeitsmarkt

5.1.6 Wohlfahrtseffekt

5.2 Risiken für Afrika

5.2.1 Verschlechterung der Terms of Trade

5.2.2 Die Folgen steigender Rohstoffpreise

5.2.3 Polarisationstheorie nach Myrdal

5.2.4 Risiken durch und für den wachsenden Agrarsektor Afrikas

5.2.5 Ökologische Risiken

6. Das Engagement chinesischer Unternehmen am Beispiel des afrikanischen Baumwoll- und textilsektors

6.1 Bedeutung des Baumwollsektors für Afrika

6.2 Gründe für das Engagement chinesischer Unternehmen

6.2.1 Der chinesische Dreieckshandel

6.2.2 Textilmarkterschliessung & Agrarflächensicherung

6.3 Chancen und Risiken für Afrika

6.3.1 Wirtschaftswachstum

6.3.2 Spillover-Effekt

6.3.3 Arbeitsmarkt

6.3.4 Ökologische Auswirkungen

7. Fazit

8. Appendix

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Ziele und Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen (FDI) chinesischer Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent, mit einem besonderen Fokus auf den Baumwoll- und Textilsektor. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation zu vermitteln und die Chancen sowie Risiken dieses Engagements kritisch zu hinterfragen.

  • Wirtschaftliche Theorieansätze für Foreign Direct Investment (FDI).
  • Analyse der chinesischen Aussenhandelspolitik gegenüber Afrika.
  • Untersuchung der Motive (Rohstoffe, Märkte, Politik) für chinesische Direktinvestitionen.
  • Bewertung der Auswirkungen (Wachstum, Beschäftigung, Ökologie) für afrikanische Länder.
  • Fallstudie zum afrikanischen Baumwoll- und Textilsektor.

Auszug aus dem Buch

2.1. DEFINITION & EINLEITUNG AUSLÄNDISCHER DIREKTINVESTITIONEN

Ein entscheidender Faktor zur immer enger werdenden Verflechtung der Weltwirtschaft und der Globalisierung waren im Laufe der vergangenen 20 Jahre die Direktinvestitionen transnationaler Unternehmen (TNU) in ausländischen Wirtschaftszweigen. Mit der Definition von Foreign Direct Investment haben sich, neben dem IMF (International Monetary Fund) besonders die internationalen Organisationen UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) und OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) beschäftigt. Ihre Definitionen stimmen weitestgehend überein und sollen zur Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit der nationalen Statistiken beitragen.

FDI Definition der OECD: “Foreign direct investment reflects the objective of establishing a lasting interest by a resident enterprise in one economy (direct investor) in an enterprise (direct investment enterprise) that is resident in an economy other than that of the direct investor. The lasting interest implies the existence of a long-term relationship between the direct investor and the direct investment enterprise and a significant degree of influence on the management of the enterprise. The direct or indirect ownership of 10% or more of the voting power of an enterprise resident in one economy by an investor resident in another economy is evidence of such a relationship.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des chinesischen Engagements in Afrika und definiert die Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der Komplexität des Themas.

2. Ökonomische Modelltheorien ausländischer Direktinvestitionen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Ansätze wie das OLI-Paradigma von Dunning und das Modell von Helpman und Krugman, um die Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen zu erklären.

3. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Afrika: Hier wird die Aussenhandelspolitik Chinas analysiert und die signifikante Zunahme des Handelsvolumens sowie der Direktinvestitionen zwischen beiden Regionen dargelegt.

4. Chinas Ziele der Direktinvestitionen in Afrika: Das Kapitel untersucht die primären Motive hinter den chinesischen Investitionen, insbesondere die Rohstoffsicherung, den Agrarlandkauf und die Markterschliessung.

5. Mögliche Auswirkungen für Afrika: Eine umfassende Analyse der Chancen (z.B. Wachstum, Infrastruktur) und Risiken (z.B. Terms of Trade, ökologische Folgen) für die afrikanische Entwicklung.

6. Das Engagement chinesischer Unternehmen am Beispiel des afrikanischen Baumwoll- und textilsektors: Eine detaillierte Fallstudie, die den Dreieckshandel und die spezifischen Auswirkungen des chinesischen Engagements auf den Agrar- und Textilsektor untersucht.

7. Fazit: Die Arbeit schliesst mit einer kritischen Bewertung ab und betont die Notwendigkeit aktiver afrikanischer Regierungsführung, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Schlüsselwörter

Direktinvestitionen, FDI, China, Afrika, Rohstoffsicherung, Agrarflächensicherung, Wirtschaftswachstum, Baumwollsektor, Textilsektor, Terms of Trade, Spillover-Effekt, Beschäftigungseffekte, Infrastruktur, Entwicklungszusammenarbeit, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis untersucht das wachsende Engagement Chinas und chinesischer Unternehmen in Afrika und bewertet deren Ziele sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen für den afrikanischen Kontinent.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen von Direktinvestitionen (FDI), die Handelsbeziehungen zwischen China und Afrika, die Motive für Investitionen (Rohstoffe, Agrarland, Märkte) sowie eine detaillierte Analyse der Auswirkungen auf den Baumwoll- und Textilsektor.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen stringenten Überblick über die Ziele und Auswirkungen chinesischer Direktinvestitionen in Afrika zu erstellen und Chancen sowie Risiken, speziell für den Agrar- und Textilsektor, zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung von Statistiken und Berichten internationaler Institutionen, um das komplexe Phänomen der Investitionsbeziehungen zwischen China und Afrika zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische FDI-Modelle, die strategische Ausrichtung Chinas, eine umfassende Untersuchung der Chancen und Risiken für Afrika sowie eine spezifische Fallstudie zum Baumwoll- und Textilsektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Direktinvestitionen (FDI), Rohstoffsicherung, Agrarflächensicherung, Baumwollsektor, Wirtschaftswachstum, Spillover-Effekte und nachhaltige Entwicklung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Landwirtschaft in der Arbeit?

Die Landwirtschaft nimmt eine zentrale Rolle ein, da sie für viele afrikanische Länder die Haupteinnahmequelle ist. Die Arbeit untersucht kritisch den Erwerb von Agrarflächen durch China und die Auswirkungen auf die lokale Agrarstruktur.

Wie bewertet der Autor das chinesische Engagement?

Der Autor bewertet das Engagement differenziert: Es bietet Chancen durch Infrastrukturausbau und neue Absatzmärkte, birgt jedoch erhebliche Risiken für die lokale industrielle Diversifizierung, die Umwelt und soziale Gerechtigkeit, weshalb afrikanische Regierungen aktiv intervenieren müssen.

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Details

Titel
Ausländische Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen in Afrika
Untertitel
Ziele und mögliche Auswirkungen
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz  (BWL)
Note
1,3
Autor
Markus Baumert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
124
Katalognummer
V491463
ISBN (eBook)
9783668972308
ISBN (Buch)
9783668972315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China Afrika FDI Einfluss Wirtschaft Wachstum Neue Welt Ausländische Direktinvestitionen Infrastruktur Betriebswirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Baumert (Autor:in), 2011, Ausländische Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen in Afrika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491463
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