Die vorliegende Arbeit behandelt den Vergleich der Kapitalkostenmodelle des Capital Asset Pricing Modell und des Fama-French-Dreifaktoren-Modells und ihren Einfluss auf die Bewertung von Unternehmen. Betrachtet wurden dreißig deutsche Unternehmen, die an einer deutschen Börse gelistet sind. Es wurde gezeigt, dass zur Schätzung des Unternehmenswertes eine Vielzahl von Faktoren einen Einfluss haben können und dass die verwendeten Ansätze eine positive Tendenz zur Schätzung erkennen lassen. Der Ansatz, die Schätzung der Kapitalkosten über ein Regressionsmodell darzustellen, führte aufgrund fehlender Signifikanz der Beobachtungen sowie einer zu geringen Datenbasis in Bezug auf die Fama-French-Faktoren nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Die deskriptive Analyse lässt jedoch vermuten, dass eine Schätzung mit den FF3FM bei Verwendung von Faktoren, die den deutschen Markt abbilden, präziser wäre als die des CAPM.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen
- Capital Asset Pricing Model (CAPM)
- Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM)
- Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis
- Discounted Cashflow-Verfahren (DCF)
- Weighted Average Cost of Capital (WACC)
- Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis
- Beschreibung der Datenbasis
- Berechnung des Unternehmenswertes nach CAPM
- Berechnung des Unternehmenswertes nach FF3FM
- Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den Einfluss von zwei Kapitalkostenmodellen - dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) und dem Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM) - auf die Bewertung von Unternehmen. Sie befasst sich mit der Frage, ob das komplexere FF3FM zu präziseren Unternehmensbewertungen führt als das weit verbreitete CAPM. Die Arbeit untersucht zudem, warum das CAPM trotz seiner vermeintlichen Schwächen in der Praxis dominiert und sich als Standardinstrument für Unternehmensbewertungen etabliert hat.
- Vergleich des Capital Asset Pricing Model (CAPM) und des Fama-French-Dreifaktorenmodells (FF3FM)
- Einfluss der Kapitalkostenmodelle auf die Unternehmensbewertung
- Analyse der Gründe für die Dominanz des CAPM in der Praxis
- Empirische Untersuchung anhand von dreißig deutschen Unternehmen
- Anwendung der Orakel-Methode zur Schätzung des Unternehmenswertes
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit und die Relevanz der Unternehmensbewertung in der Finanzwirtschaft vor. Sie erläutert die gängigen Ansätze zur Unternehmensbewertung und führt das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als etabliertes Instrument ein. Außerdem wird das Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM) als Erweiterung des CAPM vorgestellt und die Forschungsfrage der Arbeit formuliert.
- Kapitel 2: Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen
Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen der Kapitalkostenmodelle. Es behandelt das Capital Asset Pricing Model (CAPM) und das Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM) im Detail. Es werden die jeweiligen Modelle erläutert und ihre Vor- und Nachteile diskutiert.
- Kapitel 3: Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung von Unternehmensbewertungsmethoden. Es stellt das Discounted Cashflow-Verfahren (DCF) und den Weighted Average Cost of Capital (WACC) vor. Die Kapitel erläutern die einzelnen Schritte der Unternehmensbewertung anhand dieser Methoden und beleuchten die Relevanz der Kapitalkosten für die Berechnung des Unternehmenswertes.
- Kapitel 4: Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis
Dieses Kapitel beschreibt den empirischen Teil der Arbeit. Es präsentiert die Datenbasis der Studie, die aus dreißig deutschen Unternehmen besteht. Es erläutert die Berechnung des Unternehmenswertes nach dem CAPM und dem FF3FM anhand der Datenbasis.
- Kapitel 5: Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
Dieses Kapitel analysiert die Ergebnisse des empirischen Vergleichs der Kapitalkostenmodelle. Es diskutiert die Unterschiede in den geschätzten Unternehmenswerten und die Auswirkungen der verschiedenen Modelle auf die Bewertung. Es beleuchtet die Stärken und Schwächen der beiden Modelle und zieht Schlussfolgerungen aus den empirischen Ergebnissen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Capital Asset Pricing Model (CAPM), Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM), Discounted Cashflow-Verfahren (DCF), Weighted Average Cost of Capital (WACC), empirische Analyse, deutscher Markt und Orakel-Methode.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CAPM und FF3FM?
Das CAPM nutzt nur das Marktrisiko zur Schätzung der Kapitalkosten, während das Fama-French-Dreifaktorenmodell zusätzlich die Faktoren Unternehmensgröße (Size) und das Buch-zu-Marktwert-Verhältnis (Value) berücksichtigt.
Welches Modell liefert präzisere Unternehmenswerte?
Die deskriptive Analyse lässt vermuten, dass das FF3FM bei Verwendung marktspezifischer Daten präziser ist, jedoch konnte die empirische Studie aufgrund der Datenbasis kein eindeutiges Ergebnis liefern.
Warum dominiert das CAPM in der Praxis?
Trotz theoretischer Schwächen ist das CAPM aufgrund seiner Einfachheit und der leichten Verfügbarkeit der Daten der Standard in der Unternehmensbewertung.
Was bedeutet WACC?
WACC steht für Weighted Average Cost of Capital (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten) und ist eine zentrale Größe bei der Unternehmensbewertung nach dem DCF-Verfahren.
Welche Unternehmen wurden in der Studie untersucht?
Die Untersuchung basierte auf Daten von dreißig börsengelisteten deutschen Unternehmen.
- Quote paper
- Maximilian Wark (Author), 2018, Empirischer Vergleich von Kapitalkostenmodellen zur Schätzung von Unternehmenswerten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491301