Im Rahmen der vorliegenden Masterarbeit soll überprüft werden, ob Erwachsene, geübte Rechner ähnliche Probleme bei der Bearbeitung von Textaufgaben zeigen wie Kinder. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob Erwachsene, die Textaufgaben besser lösen, auch ein besseres numerisch-räumliches Vorstellungsvermögen aufweisen. Zunächst werden hierzu die theoretischen Grundlagen und Forschungsfragen beschrieben. Im Anschluss an die Darstellung der Methodik werden die Ergebnisse berichtet und kritisch diskutiert.
Seit der Etablierung des Buchdrucks im 16. Jahrhundert gehören Textaufgaben hierzulande zum festen Bestandteil des mathematischen Curriculums. Mathematische Textaufgaben sind heute die häufigste Form von Problemstellungen im Schulunterricht. Als Teil der Grundbildung tragen sie zur Erschließung des praktischen Nutzens der Mathematik bei. Trotz der häufigen Anwendung zeigen viele Kinder Schwierigkeiten bei der Bearbeitung. Diese äußern sich in einem fehlerhaften mentalen Modell der Aufgabensituation zum Beispiel aufgrund unbekannter Begriffe, irrelevanter Informationen oder Irritationen durch die Begriffe "mehr" oder "weniger".
Ferner gibt es in der Literatur Hinweise dafür, dass die Förderung numerisch-räumlicher beziehungsweise räumlicher Fähigkeiten mathematische Leistungen verbessern kann. Diese Zusammenhänge sind bisher jedoch zu wenig differenziert untersucht worden. Insbesondere für den Bereich der Textaufgaben besteht immenser Forschungsbedarf.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Theoretischer Hintergrund
- 2.1 Mathematische Textaufgaben
- 2.1.1 Definition und Anwendung
- 2.1.2 Textaufgaben als Problemlöseprozess
- 2.1.3 Schwierigkeiten bei der Bearbeitung
- 2.2 Numerisch-räumliches Vorstellungsvermögen
- 2.2.1 Begriffsklärung und Erscheinungsformen
- 2.2.2 Mentale Repräsentation von Zahlen
- 2.2.3 Berührungspunkte zwischen Raumvorstellung und Textaufgaben
- 3. Forschungsziel
- 4. Methode
- 4.1 Stichprobe
- 4.2 Material
- 4.2.1 Textaufgaben
- 4.2.2 Numerisch-räumlicher Vorstellungstest
- 4.3 Durchführung
- 4.4 Datenanalyse
- 5. Ergebnisse
- 6. Diskussion
- 7. Literaturverzeichnis
- 8. Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Schwierigkeit von mathematischen Textaufgaben bei Erwachsenen. Das Ziel ist es herauszufinden, ob Erwachsene Fehler bei der Bearbeitung von Textaufgaben machen und wie korrektes Lösen mit numerisch-räumlichen Vorstellungsvermögen zusammenhängt.
- Analyse von Fehlern bei der Bearbeitung mathematischer Textaufgaben durch Erwachsene
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen numerisch-räumlichem Vorstellungsvermögen und der Fähigkeit, Textaufgaben korrekt zu lösen
- Bewertung des Einflusses von realen und irrealen Begriffen in Textaufgaben auf die Lösungsfindung
- Diskussion von Implikationen und Vorschlägen für zukünftige Studien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den aktuellen Forschungsstand und die Relevanz des Themas erläutert. Im Anschluss folgt ein umfassender theoretischer Hintergrund, der sich mit dem Wesen mathematischer Textaufgaben, dem Konzept des numerisch-räumlichen Vorstellungsvermögens und dem Zusammenhang zwischen diesen beiden Aspekten auseinandersetzt. Das Forschungsziel wird klar definiert, und die Methodik der Untersuchung wird detailliert beschrieben, einschließlich der Stichprobe, des Materials, der Durchführung und der Datenanalyse. In den Ergebnissen werden die gewonnenen Daten präsentiert und analysiert. Die Diskussion widmet sich der Interpretation der Ergebnisse, den Limitationen der Studie sowie den Implikationen für zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenbereich mathematischer Textaufgaben, dem numerisch-räumlichen Vorstellungsvermögen und der Beziehung zwischen diesen beiden Aspekten. Zentrale Schlüsselbegriffe sind dabei Textaufgaben, Raumvorstellung, mentale Repräsentationen, numerisch-räumliches Vorstellungsvermögen, realistische und irrealistische Begriffe sowie Fehleranalyse.
Häufig gestellte Fragen
Haben Erwachsene ähnliche Probleme mit Textaufgaben wie Kinder?
Ja, die Studie untersucht, ob auch geübte erwachsene Rechner Schwierigkeiten bei der Erstellung korrekter mentaler Modelle von Aufgabensituationen zeigen.
Was ist numerisch-räumliches Vorstellungsvermögen?
Es beschreibt die Fähigkeit, Zahlen mental räumlich zu repräsentieren. Ein besseres Vorstellungsvermögen korreliert oft mit einer höheren Erfolgsquote beim Lösen von Textaufgaben.
Welche Begriffe in Textaufgaben führen häufig zu Fehlern?
Begriffe wie "mehr" oder "weniger" können Irritationen auslösen und dazu führen, dass die mathematische Operation falsch gewählt wird.
Warum sind Textaufgaben ein wichtiger Teil der Grundbildung?
Sie helfen dabei, den praktischen Nutzen der Mathematik zu erschließen und reale Problemstellungen in mathematische Modelle zu übersetzen.
Was ist das Ziel dieser Masterarbeit?
Das Ziel ist die Analyse von Fehlern bei Erwachsenen und die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Raumvorstellung und mathematischer Leistung bei Textaufgaben.
- Arbeit zitieren
- Marco Müller (Autor:in), 2018, Darf's ein bisschen "mehr" sein? Erwachsene zwischen Textaufgaben und numerisch-räumlichem Vorstellungsvermögen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/490850