Anhand von selbst angefertigten Unterrichtsprotokollen aus der SEK I soll analysiert werden, wie sich das Meldeverhalten der SchülerInnen äußert und wie Lehrkräfte mit unerwünschtem Verhalten umgehen.
Dabei wird sowohl auf Wenzls Beobachtungen zur Primarstufe, sowie auf Foucaults These zur Disziplinierung und Abrichtung durch Sanktionierung in der Schule Bezug genommen. Die sich daraus ableitende Fragestellung dieser Arbeitet lautet demnach: Wie drückt sich das Meldeverhalten von SchülerInnen der Sekundarstufe I im Vergleich zu dem von Wenzl beobachteten Verhalten der Primarstufe aus und wie reagieren LehrerInnen auf unerwünschtes Schülerverhalten?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hermeneutisch-methodische Fallanalyse und Interpretation
- 3. Fazit
- 4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Melderegel und Disziplinierung im Unterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es, anhand von Unterrichtsprotokollen das Meldeverhalten von SchülerInnen zu analysieren und die Reaktionen von Lehrkräften auf unerwünschtes Schülerverhalten zu untersuchen.
- Das Meldeverhalten von SchülerInnen in der Sekundarstufe I im Vergleich zur Primarstufe
- Die Rolle der Melderegel in der Disziplinierung von SchülerInnen
- Sanktionsformen von Lehrkräften bei unerwünschtem Schülerverhalten
- Die Auswirkungen von Disziplinierungsmaßnahmen auf das Lernklima im Unterricht
- Die Bedeutung der Interaktion zwischen Lehrkraft und SchülerInnen im Hinblick auf die Einhaltung von Regeln
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt den Forschungsgegenstand der Arbeit vor, die sich mit der Melderegel und Disziplinierung im Unterricht der Sekundarstufe I beschäftigt. Dabei werden die relevanten Forschungsfragen und die zugrundeliegende Forschungsmethodik vorgestellt.
2. Hermeneutisch-methodische Fallanalyse und Interpretation
Dieses Kapitel analysiert und interpretiert zwei Unterrichtsprotokolle aus dem Deutschunterricht einer sechsten Klasse. Die Protokolle dienen als Fallbeispiele, um das Meldeverhalten von SchülerInnen in der Sekundarstufe I und die Reaktion von Lehrkräften auf unerwünschtes Schülerverhalten zu untersuchen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Melderegel, Disziplinierung, Schülerverhalten, Lehrerverhalten, Unterrichtsprotokolle, Fallanalyse, Hermeneutik und Sekundarstufe I. Weitere wichtige Begriffe sind individuelle Anliegen, spontane Äußerungen, Sanktionierung, Abrichtung und Unterrichtsgespräch.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Melderegel im Unterricht?
Die Melderegel besagt, dass SchülerInnen sich durch Handheben bemerkbar machen müssen und erst nach Aufruf durch die Lehrkraft sprechen dürfen.
Wie unterscheidet sich das Meldeverhalten in der Sekundarstufe I von der Primarstufe?
Die Arbeit vergleicht, ob SchülerInnen in der SEK I die Regel disziplinierter einhalten oder ob spontane Äußerungen und individuelle Anliegen zunehmen.
Welche Sanktionen nutzen Lehrkräfte bei Verstößen?
Lehrkräfte reagieren auf unerwünschtes Verhalten (wie Reinrufen) durch Ermahnungen, Ignorieren oder nonverbale Signale, um die Disziplin aufrechtzuerhalten.
Was sagt Foucault zur Disziplinierung in der Schule?
Foucault sieht die Schule als Ort der "Abrichtung", an dem durch Regeln und Sanktionen Körper und Verhalten der Schüler normiert werden.
Wie beeinflusst die Melderegel das Lernklima?
Einerseits sorgt sie für Ordnung und Struktur, andererseits kann eine zu strikte Handhabung spontane Partizipation und lebendige Unterrichtsgespräche hemmen.
- Quote paper
- M.Ed. Isabel Kern (Author), 2017, Melderegel und Disziplinierung in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488982