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Der Museumsbesuch im Geschichtsunterricht: Den Alltag meistern in der Steinzeit

Unterrichtsgang der fünften Klasse einer Hauptschule zum Museum 'Quadrat' in Bottrop

Title: Der Museumsbesuch im Geschichtsunterricht: Den Alltag meistern in der Steinzeit

Examination Thesis , 2005 , 41 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marcel Haldenwang (Author)

Didactics - History
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Diese Arbeit, die im Rahmen des zweiten Staatsexamens angefertigt wurde, befasst sich eingehend mit dem außerschulischen Lernort „Museum“. Sie richtet den Fokus auf zweierlei Potentiale des außerschulischen Lernortes „Museum“. Zum einen sollen die Chancen in den Blick genommen werden, die der Museumsbesuch für das soziale Lernen der Schüler bietet. In dieser Arbeit soll versucht werden behutsam abzustecken, inwieweit auch ein – naturgemäß zeitlich stark begrenzter – Unterrichtsgang für den Fachlehrer positive Auswirkungen auf das soziale Klima haben kann. Darüber hinaus geht es um die Chancen, die das Museum, für das Sachzeugnisse geradezu konstitutiv sind, hinsichtlich des historischen Lernens bereithält. Es wird also die Rede davon sein, inwiefern das Museum die Lehrerfunktion „Erziehen“ unterstützen kann und inwiefern es genuine Belange des Faches Geschichte unterstützt, also die Lehrerfunktion „Unterrichten“. Die im Studium erworbene Theoriefähigkeit und „pädagogische Urteilskraft“ ist hierbei ausgesprochen wichtig, die Theorie muss sich allerdings nunmehr in der Praxis bewähren. Daher wird zunächst die Lernausgangssituation der Klasse darzustellen sein, die zusammen mit dem Lehramtsanwärter das Museum „Quadrat“ besucht hat. Dabei ist nicht jedem Schüler jede Aktionsform zumutbar, weil jeder Schüler unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt. Mit welchen methodischen und organisatorischen Kunstgriffen bei Planung, Durchführung und Auswertung der Museumsbesuchs gleichwohl erfolgreich sein kann, soll diese Arbeit erwägen. Dabei wird als dritte Lehrerfunktion das Organisieren zur Sprache kommen. Weil diese Arbeit nicht mit einer Laudatio auf das eigene pädagogische Schaffen wird enden können, erfolgt abschließend eine kritische Reflexion des realisierten Museumsbesuchs, der sich Überlegungen zur Optimierung eines solchen Museumsbesuchs anschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Überlegungen zur Lerngruppe

2. Überlegungen zum außerschulischen Lernort „Museum“

2.1. Perspektiven angesichts des Erziehungsnotstands

2.2. Perspektiven für das historische Lernen – die Begegnung mit Sachzeugnissen

2.2.1. Typen von Sachzeugnissen

2.2.2. Chancen der Arbeit mit historischen Sachzeugnissen

3. Der Museumsbesuch in Bottrop

3.1. Die Planungs- und Vorbereitungsphase

3.1.1. Die Auswahl des Museums

3.1.2. (Schul)organisatorische Voraussetzungen

3.1.3. Die inhaltliche Vorbereitung

3.2. Die Arbeits- und Durchführungsphase im Museum

3.2.1. Die Schülerarbeitsform

3.2.2. Die Schülerarbeitsmaterialien

3.3. Die Auswertungsphase

3.3.1. Die Reflexion der Teamarbeit

3.3.2. Die Auswertung des inhaltlichen Ertrags

4. Reflexion realisierter Planung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht, inwieweit ein strukturierter Unterrichtsgang in das Museum „Quadrat“ in Bottrop dazu beitragen kann, das soziale Klima und die Disziplin in einer als schwierig geltenden fünften Hauptschulklasse zu verbessern und gleichzeitig das historische Lernen durch die Begegnung mit Sachzeugnissen zu fördern.

  • Analyse des Potenzials außerschulischer Lernorte zur positiven Beeinflussung des Klassenklimas.
  • Untersuchung der Bedeutung und didaktischen Einbindung von Sachzeugnissen im Geschichtsunterricht.
  • Konzeption und praktische Umsetzung eines methodisch abwechslungsreichen Museumsbesuchs.
  • Reflexion der pädagogischen Lehrerfunktionen: Erziehen, Unterrichten und Organisieren.
  • Evaluation der Schülerreaktionen und des Lernerfolgs nach dem Besuch.

Auszug aus dem Buch

Die drei MusketierInnen

Mit der Zeit kamen viele, viele Schüler ins Museum. Sie stellten sich brav bei der Kasse an, und dann kam eine kluge Frau oder ein kluger Mann, führte sie zwei Stunden durch die Räume und erzählte ihnen alles, was sie oder er selber wusste. Die artigen Kinder hörten zu, bis ihnen nach einer Viertelstunde der Kopf brummte vom vielen Zuhören. Weil sie aber, wie gesagt, artige Kinder waren, gingen sie weiter mit der klugen Frau oder dem klugen Mann mit und taten ihr oder ihm zuliebe so, als würden sie weiter zuhören. Die schlimmen Kinder aber, die im Grunde die klügeren waren, versteckten sich an günstigen Stellen, blieben absichtlich zurück und stahlen sich unbemerkt davon. Es gab eine Frau im Museum, die saß in einer Kammer, die mit vielen Bildern und Büchern angefüllt war, und bemühte sich, sie zu ordnen. Eines Tages aber bekam sie einen ganz klaren Auftrag: „Mach’ irgendwas mit den Schülern.“ Die Frau wusste natürlich sofort, was sie zu tun hatte, und ging mutig ans Werk. Nach einiger Zeit kam ein Lehrer ins Haus, der nie gewusst hatte, welche Deutschnoten er seinen Schülern geben sollte, um auch irgend etwas für die Schüler zu tun. Beide beschlossen, die Schüler vor allem nicht mehr wie ein Leithammel seine Schafherde durch das Museum zu führen. Sie sollten frei herumlaufen dürfen, aber trotzdem vieles gemeinsam tun und sogar noch etwas dabei lernen können. Das glaubten die Lehrer zwar lange Zeit nicht, aber schließlich sahen sie doch ein, dass es so besser wäre. Diese neue Art, im Museum etwas zu lernen, hieß „Museumspädagogik“, war in Amerika schon seit hundert und in Deutschland bereits seit zwanzig Jahren bekannt und machte, auch wenn das noch ein bisschen nach Schule klingt, den Schülern viel mehr Spaß als früher.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt über ein „pädagogisches Märchen“ in die Museumspädagogik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den außerschulischen Lernort als Instrument für soziales Lernen und historischen Wissenserwerb zu beleuchten.

1. Überlegungen zur Lerngruppe: Dieses Kapitel stellt die problematische Ausgangssituation der fünften Klasse hinsichtlich Disziplin und Motivation dar und beschreibt die pädagogischen Maßnahmen sowie die Befragungsergebnisse, die den Museumsbesuch motivierten.

2. Überlegungen zum außerschulischen Lernort „Museum“: Hier werden die theoretischen Grundlagen des außerschulischen Lernens erörtert, wobei der Fokus auf dem Erziehungsnotstand, der Bedeutung von Sachzeugnissen und der emanzipierenden Wirkung historischen Lernens liegt.

3. Der Museumsbesuch in Bottrop: Das Hauptkapitel detailliert die Planung, die organisatorischen Rahmenbedingungen, die methodische Durchführung mittels Forscherbögen sowie die Auswertung des inhaltlichen und sozialen Ertrags des Besuchs.

4. Reflexion realisierter Planung: Der abschließende Teil bewertet den durchgeführten Museumsbesuch kritisch auf Basis der Schülerreaktionen und des Lernzuwachses, wobei der Besuch als Erfolg für die Klassengemeinschaft und das didaktische Vorgehen gewertet wird.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Museumspädagogik, Außerschulischer Lernort, Sachzeugnisse, Steinzeit, Hauptschule, Klassenmanagement, Sozialverhalten, Historisches Lernen, Handlungsorientierung, Museum Quadrat Bottrop, Emanzipation, Methodenlernen, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser schriftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit dokumentiert einen Unterrichtsgang einer fünften Hauptschulklasse zum Museum „Quadrat“ in Bottrop und untersucht dessen Einfluss auf die Disziplin, das soziale Klima und den historischen Wissenserwerb.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Museumspädagogik, die Arbeit mit Sachzeugnissen im Fach Geschichte sowie das Klassenmanagement und die Förderung sozialer Kohäsion außerhalb der Schule.

Was ist das primäre Ziel des Autors?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuchs bei schwierigen Lerngruppen nicht nur fachliche, sondern vor allem soziale Lernziele erreicht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Der Autor verbindet theoretische geschichtsdidaktische Ansätze mit einer empirischen Fallstudie, die durch Schülerbefragungen, Beobachtungen während des Museumsbesuchs und die Evaluation von Arbeitsergebnissen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitung (Auswahl des Lernorts, organisatorische Schritte), die Durchführung im Museum (Forscherbögen, Gruppenarbeit) und die Nachbereitung (Evaluation durch Reflexion und Collagen).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Alltagsgeschichte“, „Sachquellen“, „Handlungsorientierung“ und „Emanzipation“ sowie die spezifische Herausforderung der „Disziplinierung“ im schulischen Kontext charakterisiert.

Warum wurde das Museum „Quadrat“ in Bottrop für den Unterrichtsgang gewählt?

Das Museum bot ein nichtkommerzielles Angebot, eine gute Erreichbarkeit und eine inhaltliche Vielfalt, die sowohl die „Eiszeit“ als auch Stadtgeschichte abdeckte, was die Auswahl für die fünfte Klasse ideal machte.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Forscherbögen“ im praktischen Ablauf?

Die Forscherbögen dienten als strukturierendes Instrument zur selbstständigen Arbeit, um die „starre Front“ zwischen Schüler und Exponat zu überwinden und die Kinder zur aktiven, methodischen Auseinandersetzung mit der Geschichte anzuregen.

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Details

Title
Der Museumsbesuch im Geschichtsunterricht: Den Alltag meistern in der Steinzeit
Subtitle
Unterrichtsgang der fünften Klasse einer Hauptschule zum Museum 'Quadrat' in Bottrop
College
University of Wuppertal  (Geschichte)
Grade
1,7
Author
Marcel Haldenwang (Author)
Publication Year
2005
Pages
41
Catalog Number
V48210
ISBN (eBook)
9783638449779
ISBN (Book)
9783638659710
Language
German
Tags
Museumsbesuch Geschichtsunterricht Alltag Steinzeit Unterrichtsgang Klasse Hauptschule Museum Quadrat Bottrop
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Haldenwang (Author), 2005, Der Museumsbesuch im Geschichtsunterricht: Den Alltag meistern in der Steinzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48210
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