Wann treffen wir ein Werturteil? Wenn wir einen Sachverhalt als positiv oder negativ darstellen, dabei unterstellen wir ein allgemeines, meist ethnisches Prinzip, und erwarten, dass die Anderen unsere Ansicht teilen. Seit Entstehung der Wirtschaftswissenschaften gibt es einen Streit darüber, ob diese wertend oder wertfrei sein sollte. Karl Marx war zum Beispiel ein wertender Wissenschaftler, er meint unter anderem, dass die Philosophen über Jahrhunderte die Gesellschaft nur interpretiert haben, man sollte aber besser versuchen die Gesellschaft zu lenken. Die österreichische Schule der Nationalökonomie war immer für die Wertfreiheit. Der berühmte Wirtschaftswissenschaftler Eugen von Böhm-Bawerk sagte: „Für Werte lebt man, für Werte stirbt man, aber Werte kann man nicht beweisen.“
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Paretianische Wohlfahrtsökonomik
- Werturteile der paretianischen Wohlfahrtsfunktion
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der paretianischen Wohlfahrtsökonomik und analysiert die Werturteile, die in der paretianischen Wohlfahrtsfunktion impliziert sind. Ziel ist es, die Grundprinzipien der paretianischen Wohlfahrtsökonomik zu erläutern und ihre Anwendung auf die Bewertung von gesellschaftlichen Zuständen zu untersuchen.
- Die Grundlagen der paretianischen Wohlfahrtsökonomik
- Die Bedeutung des Pareto-Kriteriums für die Wohlfahrtsbewertung
- Die Werturteile, die in der paretianischen Wohlfahrtsfunktion impliziert sind
- Die Grenzen der paretianischen Wohlfahrtsökonomik
- Die Relevanz der paretianischen Wohlfahrtsökonomik für die moderne Wirtschaftspolitik
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Werturteilsfrage in den Wirtschaftswissenschaften und skizziert die grundlegenden Prinzipien der paretianischen Wohlfahrtsökonomik.
- Die Paretianische Wohlfahrtsökonomik: Dieses Kapitel erläutert die grundlegenden Prinzipien der paretianischen Wohlfahrtsökonomik und das Pareto-Kriterium. Es wird die ordinale Nutzenmessung und die Frage der interpersonalen Vergleichbarkeit von Nutzen behandelt.
- Werturteile der paretianischen Wohlfahrtsfunktion: Dieses Kapitel analysiert die Werturteile, die in der paretianischen Wohlfahrtsfunktion impliziert sind. Es wird das individualistische Werturteil diskutiert und die Bedeutung von individuellen Präferenzen und der Abwesenheit von kollektiven Präferenzen hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die paretianische Wohlfahrtsökonomik, das Pareto-Kriterium, Werturteile, individuelle Nutzen, kollektive Präferenzen, ordinale Nutzenmessung, Wohlfahrtsfunktion, interpersonaler Nutzenvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernanliegen der paretianischen Wohlfahrtsökonomik?
Sie untersucht, wie gesellschaftliche Zustände bewertet werden können, basierend auf dem Pareto-Kriterium, das besagt, dass eine Verbesserung eintritt, wenn mindestens eine Person bessergestellt wird, ohne eine andere schlechterzustellen.
Welche Rolle spielen Werturteile in dieser Theorie?
Die Theorie basiert auf einem individualistischen Werturteil: Das Wohl der Gesellschaft hängt allein vom Wohlbefinden der einzelnen Individuen ab, wobei deren eigene Präferenzen maßgeblich sind.
Was bedeutet "ordinale Nutzenmessung"?
In der paretianischen Wohlfahrtsökonomik wird davon ausgegangen, dass Nutzen nur in eine Rangfolge gebracht werden kann, aber nicht quantitativ zwischen verschiedenen Personen vergleichbar ist.
Kritisiert die Theorie kollektive Präferenzen?
Ja, sie betont die Abwesenheit kollektiver Präferenzen, die über die Summe der individuellen Interessen hinausgehen, was oft als Grenze der Theorie angesehen wird.
Wie stehen Ökonomen wie Marx zur Wertfreiheit?
Während die österreichische Schule die Wertfreiheit betont, vertrat Karl Marx einen wertenden Standpunkt, da er die Wissenschaft als Werkzeug zur Lenkung und Veränderung der Gesellschaft sah.
- Quote paper
- C. H. Knopf (Author), 2003, Die Werturteile der paretianischen Wohlfahrtsökonomik: Darstellung und Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48101