1953 erscheint in einem Lyrikzyklus („Die gestundete Zeit“) von Ingeborg Bachmann das Gedicht „Dunkles zu sagen“. Dieser Zyklus bringt ihr noch im selben Jahr den Preis der Gruppe 47 für Lyrik, für welche ihre Gedichte lange als Aushängeschild gelten. Sie jedoch wendet sich nach nur zwei Gedichtbänden hauptsächlich der Prosa zu. Die vorliegende Arbeit versucht, dem Gedicht auf mehrfachen Wegen nahe zu kommen - mit den Mitteln der formalen Lyrikanalyse, aber auch durch eine Berücksichtigung der Funktion von Lyrik als Ausdrucksform des Ich, dieses Ich: Ingeborg Bachmann.
Inhaltsverzeichnis
- Versuch über „Dunkles zu sagen“
- Formelle Analyse
- Formale Struktur
- Metrik
- Semantische Analyse
- Der Orpheus-Mythos
- Die Sprache des Gedichts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert Ingeborg Bachmanns Gedicht „Dunkles zu sagen“, das 1953 in ihrem Lyrikzyklus „Die gestundete Zeit“ erschien. Das Gedicht zeichnet sich durch seine einzigartige formale Struktur, seine Verwendung von Sprache und seine Beziehung zum Orpheus-Mythos aus.
- Analyse der formalen Struktur und der Metrik des Gedichts
- Untersuchung der semantischen Ebene und der Bedeutung des Orpheus-Mythos im Gedicht
- Erörterung der sprachlichen Gestaltung und der stilistischen Mittel in Bachmanns Werk
- Die Rolle des „Dunklen“ und des „Unaussprechlichen“ in der Lyrik Bachmanns
- Die Beziehung zwischen Sprache, Schweigen und der Möglichkeit der Kommunikation
Zusammenfassung der Kapitel
- Versuch über „Dunkles zu sagen“: Der Text stellt das Gedicht „Dunkles zu sagen“ von Ingeborg Bachmann vor und gibt einen Überblick über seine Entstehungszeit und Bedeutung in Bachmanns Werk.
- Formelle Analyse: Dieser Abschnitt analysiert die formale Struktur des Gedichts, einschließlich der Strophenlänge, der Zeitformen und der Verwendung von Pronomen. Er geht auch auf die Metrik des Gedichts ein, einschließlich der Versanfänge, der Kadenzen und der Verslänge.
- Semantische Analyse: Hier wird die Bedeutung des Gedichts im Kontext des Orpheus-Mythos erörtert. Der Text beleuchtet, wie Bachmann den Mythos verwendet, um Themen wie Sprache, Schweigen und die Unmöglichkeit der Kommunikation zu erforschen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter des Textes umfassen: Ingeborg Bachmann, „Dunkles zu sagen“, Orpheus-Mythos, Sprachskepsis, Formale Analyse, Semantik, Metrik, Lyrik, Gedichtanalyse, Stilmittel, Sprache, Schweigen, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Ingeborg Bachmanns Gedicht „Dunkles zu sagen“?
Das Gedicht thematisiert die Schwierigkeit des Sprechens über existenzielle, „dunkle“ Erfahrungen und nutzt dabei den Mythos als Ausdrucksform des Ichs.
Welche Rolle spielt der Orpheus-Mythos in der Analyse?
Bachmann verwendet den Mythos von Orpheus, um Themen wie Sprache, das Schweigen und die (Un-)Möglichkeit der Kommunikation zu erforschen.
Was sind die Merkmale der formalen Analyse des Gedichts?
Die Untersuchung betrachtet die Strophenstruktur, die Metrik (Verslänge, Kadenzen) und die Verwendung von Zeitformen und Pronomen.
Was bedeutet „Sprachskepsis“ im Zusammenhang mit Bachmann?
Es beschreibt das Misstrauen gegenüber der Fähigkeit der Sprache, die Wahrheit oder tief empfundene Realität angemessen wiederzugeben.
Wann erschien das Gedicht und in welchem Kontext?
Es erschien 1953 im Zyklus „Die gestundete Zeit“, für den Bachmann den Preis der Gruppe 47 erhielt.
Warum ist das „Dunkle“ und „Unaussprechliche“ zentral für das Werk?
Es steht für Erlebnisse, die sich herkömmlichen Begriffen entziehen, und fordert eine neue, lyrische Form der Annäherung an die Wahrheit.
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- Matthias Zimmermann (Author), 2002, Zu: Versuch über 'Dunkles zu sagen' von Ingeborg Bachmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47794