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Gewalt an Schulen. Was sind Präventions- und Interventionsmaßnahmen?

Titel: Gewalt an Schulen. Was sind Präventions- und Interventionsmaßnahmen?

Hausarbeit , 2019 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie Lehrer/-innen auf wahrgenommene Gewaltvorkommen intervenieren. Etwa 80% aller deutschen Lehrer beobachten mindestens einmal pro Woche, dass sich Schüler untereinander verbal angreifen, sich beleidigen und provozieren.

Bei einer Intervention handelt es sich um ein geplantes und gezieltes Eingreifen, um Störungen beziehungsweise Probleme zu beheben oder ihnen vorzubeugen. Das Intervenieren ist notwendig, da in der Institution Schule immer wieder Gewalt in Erscheinung tritt und diese auch die Gestaltung des Schulalltages beeinflusst.

In Bezug auf die intervenierenden Maßnahmen von Lehrkräften, die Gewaltsituationen oder auch Mobbing bemerken gibt es nur wenig nationale Befunde. Dies deutet daraufhin, dass sich Lehrkräfte diesbezüglich sehr unsicher fühlen. Aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler ist bekannt, dass sie sich ungenügend beschützt fühlen. Lehrkräfte haben oft Angst vor Schülerinnen und Schülern, sehen weg oder greifen nur wenig bis gar nicht ein. Schüler/- innen schätzen die Interventionsstrategien von Lehrkräften – im Gegensatz zu denen von Mitschüler/-innen und anderem Schulpersonal – am hilfreichsten ein und erwarten, dass Lehrpersonen intervenieren.

Zunächst wird ein Überblick geschaffen, welche Formen von Gewalt in Schulen verbreitet sind. Anschließend wird der aktuelle Forschungsstand zur Intervention von Lehrkräften in gewalthaltigen Situationen dargestellt. Abschließend sollen Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Gewalt an Schulen erläutert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Grund der Forschungsfrage auf Interventionsmaßnahmen. Diese geben nur einen groben Überblick über Maßnahmen, die an deutschen Schulen verbreitet sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Gewalt an Schulen?

2.1 Verbale Aggressionen

2.2 Körperliche Auseinandersetzungen

2.3 Vandalismus

3. Stand der Forschung

4. Prävention bei Gewalt an Schulen

5. Intervention bei Gewalt an Schulen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Interventionsverhalten von Lehrkräften bei wahrgenommenen Gewaltvorkommen in der Schule. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu beleuchten, Verbreitungsformen von Gewalt zu identifizieren und die Effektivität sowie die Notwendigkeit systematischer Interventionsstrategien im Schulalltag kritisch zu hinterfragen.

  • Formen von Gewalt an Schulen (verbal, körperlich, Vandalismus)
  • Interventionsbereitschaft und -verhalten von Lehrkräften
  • Einfluss von Präventionsmaßnahmen auf das Schulklima
  • Methodische Ansätze zur Intervention bei Gewaltvorfällen
  • Die Rolle der Schulform für die Wahrnehmung und Reaktion auf Gewalt

Auszug aus dem Buch

2.2 Körperliche Auseinandersetzungen

Eine weitere Form der Gewalt an Schule sind körperliche Auseinandersetzungen. Zur Analyse von körperlicher Gewalt an Schulen wurde die Untersuchung vom Bundesverband der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (1993) herangezogen. In dieser Untersuchung wurden Unfälle registriert, die aufgrund von Raufereien und Schlägereien an allgemeinbilden Schulen in Deutschland entstanden sind. Etwa ein Viertel aller Schulunfälle entsteht durch körperliche Auseinandersetzungen (vgl. Bäuerle u.a. 2001, S. 11 zitiert nach Schwind u.a, 1990, S.71).

„Die Schüler wurden bei diesen Auseinandersetzungen so verletzt, daß eine ambulante bzw. stationäre Behandlung bei einem praktizierenden Arzt oder im Krankenhaus erfolgen mußte.“ (Bäuerle, Moll-Strobel, Reinert & Wehr, 2001, S. 11) Jährlich betrifft das ca. 1,2 % aller Schülerinnen und Schüler, was ca. 97000 Schülerinnen und Schüler entspricht.

„Geht man im Durchschnitt von einer 10jähringen Schulzeit eines Schülers aus, so lässt sich festhalten, daß etwa jeder zehnte Schüler in Deutschland einmal während seiner gesamten Schulzeit einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen mußte, weil ihn seine Mitschüler verletzten.“ (Bäuerle u.a. 2001, S. 11)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht das Problem der Gewalt an Schulen und die daraus resultierende Notwendigkeit kompetenter Interventionen durch Lehrkräfte.

2. Was ist Gewalt an Schulen?: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert die verschiedenen Erscheinungsformen von Gewalt, wie verbale Aggressionen, körperliche Angriffe und Vandalismus.

3. Stand der Forschung: Hier werden aktuelle Studien zur Wahrnehmung und zum Interventionsverhalten von Lehrkräften bei verschiedenen Gewaltformen zusammengefasst.

4. Prävention bei Gewalt an Schulen: Das Kapitel erörtert die Bedeutung frühzeitiger Präventionsmaßnahmen und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich der Altersstufen.

5. Intervention bei Gewalt an Schulen: Es werden konkrete Interventionsmaßnahmen wie Checklisten, Gewaltmeldebögen und Kooperationen mit externen Stellen vorgestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Diskrepanz zwischen Gewaltwahrnehmung und tatsächlichem Interventionsverhalten zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für verbesserte Strategien.

Schlüsselwörter

Gewalt an Schulen, Intervention, Prävention, Lehrkräfte, verbale Aggression, körperliche Auseinandersetzung, Vandalismus, Schulklima, Mobbing, Interventionsbereitschaft, Schüler, Konfliktbewältigung, pädagogisches Handeln, Schulalltag, Gewaltmeldebogen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Lehrkräfte im Umgang mit Gewalt an Schulen und wie diese auf Vorfälle reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gewaltformen, den aktuellen Stand der Forschung zur Intervention und verschiedene Präventions- sowie Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Lehrkräfte auf wahrgenommene Gewalt intervenieren und welche Faktoren dieses Verhalten beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Forschungsstudien zum Thema Gewalt und Interventionsverhalten an Schulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Gewaltformen, den Stand der Forschung, Präventionskonzepte sowie konkrete Interventionsmaßnahmen wie Interventionsketten und Kooperationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Gewalt an Schulen, Intervention, Prävention, Lehrkraft und Mobbing.

Warum intervenieren Lehrkräfte bei psychischer Gewalt seltener als bei physischer?

Die Studienlage deutet darauf hin, dass Lehrkräfte psychische Gewalt oft nicht als solche identifizieren oder aus Unsicherheit über die angemessene Vorgehensweise eher bei physischen Vorfällen eingreifen.

Welchen Einfluss hat die Schulform auf das Interventionsverhalten?

Ergebnisse zeigen Unterschiede in der Interventionsbereitschaft; insbesondere an Gymnasien wird laut Schülerbefragungen häufiger interveniert als an Förder- oder Oberschulen.

Warum ist ein "starker Fokus auf Prävention" laut Text problematisch?

Ein zu starker Fokus auf Prävention allein kann bei schweren Gewalttaten zu mangelnden Handlungsstrategien führen und den Eindruck vermitteln, die Schule sei hilflos.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt an Schulen. Was sind Präventions- und Interventionsmaßnahmen?
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
11
Katalognummer
V477175
ISBN (eBook)
9783668961623
ISBN (Buch)
9783668961630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewalt schulen präventions- interventionsmaßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Gewalt an Schulen. Was sind Präventions- und Interventionsmaßnahmen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/477175
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Leseprobe aus  11  Seiten
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