Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet: Wie wurde der Vietnamkrieg im Hollywoodfilm der 80er Jahre kritisiert? Exemplarisch werden dafür jeweils zwei Szenen aus den Werken Platoon und Full Metal Jacket untersucht und auf die in ihnen geäußerte Kritik an der amerikanischen Intervention analysiert. Davor ist es jedoch notwendig auf den Verlauf des Vietnamkrieges an sich und das Verhältnis der Medien zum Kriegsverlauf einzugehen
Platoon ist eine von unzähligen Hollywoodproduktionen, die sich zwischen 1964 und 1987 mit dem Thema der amerikanischen Intervention in Südostasien beschäftigt. Auffällig jedoch ist, dass es kaum Propagandafilme für den Vietnamkrieg gibt. „The Green Berets (1968) blieb der einzig wesentliche Versuch, die US-Politik im Kino propagandistisch zu unterstützen.“ Im Gegenteil, gibt es viele Filme, die sich aus diversen Blickwinkeln, stets aber kritisch mit dem Krieg in Südostasien befassen. Vor allem in den späten 1970ern entstanden viele kritische Filme, wie Apocalypse Now (1979) oder The Deer Hunter (1978). Erst zu Beginn der 1980er Jahre unter der Reagan-Regierung entstanden vermehrt Streifen, die das amerikanische Engagement im Vietnam in ein besseres Licht rücken sollten (Rambo, Missing in Action). Nachdem der Präsident abgetreten war nahm die Entwicklung des Vietnamfilms eine erneute Wende. Mit zwei Produktionen, die nicht nur bei den Zuschauern im Kino, sondern auch bei Kritikern auf Begeisterung stießen, erhielt der vietnamkritische Film gegen Ende der 1980er Jahre seinen Höhepunkt. Der eingangs erwähnte Film Platoon und Full Metal Jacket von Stanley Kubrick, der eine Art Schlussstrich unter das Genre ziehen konnte , kamen beinahe zeitgleich auf den Markt und zogen, beide auf ihre Weise, kritische Fazits über den Vietnamkrieg.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Vietnamkrieg in der kritischen Rezension Hollywoods in den 80er Jahren
- Der Vietnamkrieg und die USA
- Der amerikanische Krieg im Vietnam
- Gründe für die Niederlage in Vietnam
- Der Vietnamkrieg und Hollywood
- Die Verarbeitung des Vietnamkriegs im Film
- Platoon - Wie Amerika sich selbst besiegte
- Analyse von zwei ausgewählten Filmszenen
- Der Vietnamkrieg in der kritischen Rezension Platoons
- Full Metal Jacket - die Unfähigkeit sich ein Bild vom Krieg zu machen zu machen
- Analyse von zwei ausgewählten Szenen
- Der Vietnamkrieg in der kritischen Rezension Full Metal Jackets
- Fazit: Die Verarbeitung des Vietnam-Traumas im Hollywoodfilm der 80er Jahre
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Rezension des Vietnamkriegs im Hollywoodfilm der 80er Jahre. Dabei werden die Filme Platoon und Full Metal Jacket exemplarisch untersucht und die in ihnen geäußerte Kritik an der amerikanischen Intervention analysiert. Die Arbeit analysiert die Darstellung des Krieges im Film, die Folgen der amerikanischen Intervention in Vietnam und die Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft.
- Die Darstellung des Vietnamkriegs im Hollywoodfilm der 80er Jahre
- Die Kritik an der amerikanischen Intervention in Vietnam
- Die Auswirkungen des Vietnamkriegs auf die amerikanische Gesellschaft
- Die Rolle von Hollywood als Medium zur Verarbeitung des Vietnam-Traumas
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und stellt die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise dar. Anschließend wird der Vietnamkrieg aus amerikanischer Perspektive beleuchtet und die Ursachen und Folgen der amerikanischen Intervention in Vietnam dargestellt. Im nächsten Abschnitt werden die beiden ausgewählten Filme Platoon und Full Metal Jacket analysiert und die in ihnen geäußerte Kritik an der amerikanischen Intervention beleuchtet. Zum Schluss wird die Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Forschungsfelder gegeben.
Schlüsselwörter
Vietnamkrieg, Hollywoodfilm, kritische Rezension, amerikanische Intervention, Vietnam-Trauma, Platoon, Full Metal Jacket, Analyse, Filmszenen, Kritik, Gesellschaft, Medien, Kultur.
Häufig gestellte Fragen
Wie kritisierte Hollywood den Vietnamkrieg in den 80er Jahren?
Filme wie „Platoon“ und „Full Metal Jacket“ zeigten die Grausamkeit des Krieges, die psychischen Folgen für Soldaten und die Sinnlosigkeit der militärischen Intervention.
Was ist das Besondere an Oliver Stones Film „Platoon“?
„Platoon“ thematisiert den inneren Zerfall der amerikanischen Einheiten und stellt die These auf, dass Amerika sich in Vietnam letztlich selbst besiegte.
Welche Kritik äußert Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“?
Der Film fokussiert sich auf die Dehumanisierung der Soldaten während der Ausbildung und die Unfähigkeit, die Realität des Krieges medial oder persönlich zu erfassen.
Gab es auch Propagandafilme für den Vietnamkrieg?
Die Arbeit nennt „The Green Berets“ (1968) als einzigen wesentlichen Versuch, die US-Politik im Kino propagandistisch zu unterstützen.
Wie veränderte sich das Vietnam-Genre unter der Reagan-Regierung?
Zu Beginn der 80er Jahre entstanden Filme wie „Rambo“, die das amerikanische Engagement in ein positiveres Licht rücken sollten, bevor gegen Ende des Jahrzehnts wieder kritischere Töne dominierten.
Warum wird der Vietnamkrieg als „Trauma“ für die USA bezeichnet?
Die militärische Niederlage und die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen führten zu einer langwierigen kulturellen Aufarbeitung, in der Hollywood eine zentrale Rolle spielte.
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- Marius Scheffelt (Author), 2016, Der Vietnamkrieg in der kritischen Rezension Hollywoods in den 80er Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/476827