Seit einigen Jahren gibt es neben den zwei Sparten öffentlich-rechtliche und kommerzielle Sender ein neues Marktsegment, dass sich von den herkömmlich-privaten, durch Fernsehwerbung finanzierten Sendern, abgrenzt: die TV-Shoppingsender. Begünstigt durch eine Gesetzesänderung im Jahr 1995, wurden TV-Shopping-Sender gegründet, die auf eigenen Frequenzen Produkte und Dienstleistungen anbieten, mit der Möglichkeit, diese direkt per Bestell-Telefonnummer (oder Fax) zu erwerben. Gruninger-Hermann stellt fest „Sie unterscheiden sich damit erheblich von den privaten Unterhaltungs- und Informationssendern, die sich ausschließlich über den Verkauf von Werbezeiten finanzieren. Die TV-Shoppingsender wirtschaften wie Handelsunternehmen und erzielen Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Ihr Ziel ist es, Konsumenten für ihr Programm zu interessieren, sie zum Zuschauen zu bewegen, sie zu aktivieren und einen Kaufimpuls auszulösen.“
Mit diesem Markt mit enormen Wachstumschancen („Laut Bundesverband des deutschen Versandhandels setzte die gesamte Branche im vergangenen Jahr rund 850 Millionen Mark um. Und damit nicht genug: Eine Prognose des Berliner Instituts GoldMedia Consulting & Research beziffert den möglichen Umsatz im Teleshopping-Sektor für 2006 auf auf knapp 3,3 Milliarden Mark“) möchte ich mich in dieser Hausarbeit befassen. Insbesondere beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Marktführer in Deutschland, der Home Shopping Europe AG und seinem Angebot im deutschen TV. Ferner soll anhand einer kurzen Analyse einer Sendung exploratorisch erforscht werden, inwieweit der Aspekt „Unterhaltung“ in der Verkaufsshow eine Rolle spielt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Begriffsklärungen
- 3. Der Marktführer: Home Shopping Europe (HSE): Ein Senderportrait
- 4. Teleshopping-Fensterprogramme im deutschen Privatfernsehen
- 5. Untersuchung der Sendung „Royal Colours“
- 6. Information oder Unterhaltung?
- 7. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem neuen Marktsegment der TV-Shoppingsender, das sich von herkömmlich-privaten Sendern durch die direkte Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen über eigene Frequenzen abgrenzt. Die Arbeit untersucht den Marktführer in Deutschland, die Home Shopping Europe AG, und analysiert dessen Angebot im deutschen Fernsehen. Zudem wird anhand einer konkreten Sendung exploratorisch erforscht, inwieweit der Aspekt „Unterhaltung“ in Verkaufsshows eine Rolle spielt.
- Entwicklung und Besonderheiten des TV-Shopping-Marktes
- Begriffliche Abgrenzung und Definitionen im Kontext des Verkaufs über elektronische Medien
- Das Senderportrait von Home Shopping Europe (HSE)
- Analyse eines Teleshopping-Fensterprogramms im deutschen Privatfernsehen
- Die Rolle von Unterhaltung in Verkaufsshows
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einführung: Die Einleitung stellt den neuen Markt der TV-Shoppingsender vor, der sich von herkömmlichen Sendern durch die direkte Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen unterscheidet. Es wird auf die Bedeutung des Wachstums dieses Marktsegments hingewiesen und die Ziele der Arbeit dargelegt.
- Kapitel 2: Begriffsklärungen: Dieses Kapitel beleuchtet die terminologische Vielfalt im Kontext des Verkaufs über elektronische Medien. Es werden verschiedene Bezeichnungen, wie Direct-Response-TV (DRTV), Homeshopping, Infomercials und Dauerwerbesendungen, definiert und ihre Bedeutung im Kontext der Arbeit erläutert.
- Kapitel 3: Der Marktführer: Home Shopping Europe (HSE): Ein Senderportrait: Dieses Kapitel widmet sich dem Marktführer im deutschen TV-Shopping, der Home Shopping Europe AG. Es untersucht den Sender und sein Angebot im Detail.
- Kapitel 4: Teleshopping-Fensterprogramme im deutschen Privatfernsehen: Dieses Kapitel analysiert Teleshopping-Fensterprogramme, die in das Programm deutscher Privatsender integriert sind. Es betrachtet die Funktionsweise und die Besonderheiten dieser Programme.
- Kapitel 5: Untersuchung der Sendung „Royal Colours“: Dieses Kapitel befasst sich mit der konkreten Sendung „Royal Colours“ und analysiert ihre Gestaltung, Inhalte und Verkaufstechniken. Es untersucht, ob und inwiefern Unterhaltungselemente im Programm eine Rolle spielen.
Schlüsselwörter
TV-Shopping, Teleshopping, Home Shopping Europe (HSE), Direct-Response-TV (DRTV), Infomercials, Dauerwerbesendungen, Unterhaltung, Verkaufsshows, Marktsegment, Fernsehwerbung, Konsumenten, Kaufimpuls, Produktpräsentation, Marketingstrategie
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet TV-Shoppingsender von herkömmlichen Privatsendern?
Während herkömmliche Sender Werbezeiten verkaufen, agieren Shoppingsender wie Handelsunternehmen. Sie erzielen ihren Umsatz direkt durch den Verkauf der präsentierten Waren und Dienstleistungen.
Wer ist der Marktführer im deutschen Teleshopping?
Die Home Shopping Europe AG (HSE) wird in der Arbeit als der führende Anbieter im deutschen Markt analysiert.
Welche Rolle spielt Unterhaltung beim Teleshopping?
Unterhaltungselemente sind essenziell, um Zuschauer zum Zuschauen zu bewegen, sie zu aktivieren und letztlich einen Kaufimpuls auszulösen. Die Grenzen zwischen Information und Entertainment verschwimmen oft.
Was sind Infomercials?
Infomercials sind längere Werbesendungen, die informativ gestaltet sind und oft in Form von Talkshows oder Demonstrationen Produkte detailliert vorstellen, um direkte Bestellungen zu generieren.
Was versteht man unter Transaktionsfernsehen?
Es bezeichnet Fernsehformate, bei denen die Interaktion und die geschäftliche Transaktion (der Kauf) zwischen Zuschauer und Sender im Mittelpunkt stehen.
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- Andrea Krämer (Author), 2002, Transaktionsfernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4754