Neue Möglichkeiten der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege ermöglichen es Menschen mit Tracheostoma am alltäglichen Leben teilhaben zu lassen. In der Welt der Informationsbroschüren werden zahlreiche Informationsmaterialien für Betroffene und ihren Angehörigen bereitgehalten. Nun ist es an der Zeit auch Personen ohne medizinische Vorkenntnisse Wissen anzubieten, um einen unbefangenen Umgang zu ermöglichen.
Die vorliegende Arbeit soll einen Prozess aufweisen in dem das genannte Informationsmaterial entwickelt wird. Anhand einer Literaturrecherche werden die derzeitigen Ist- Zustände ermittelt und aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Instrument/Informationsfolder für einen unbeschwerten Umgang generiert. Zielpersonen des neugewonnenen Instruments sollen nicht medizinische Dienstleistende sein, wie z.B. FriseurInnen, BäckerInnen, Kaufhauspersonal, aber auch alle weiteren interessierten Personengruppen wie z.B. Freunde und Verwante.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Physiologie der Atemwege
- Pharynx
- Larynx
- Trachea
- Pulmones
- Stimmbildung
- Das Tracheostoma
- Arten der Tracheotomie
- Art des Tracheostoma-Systems
- Trachealkanüle
- Tracheostomaplatzhalter
- Tracheostomapflaster
- Körperbild
- Ziel der Arbeit
- Methode
- Ergebnisse
- Inhaltliche Gestaltung
- Erkenntnisse aus der Sicht der körperlich gesunden Personengruppe
- Erkenntnisse aus Sicht der körperbildveränderten Personengruppe
- Grafische Gestaltung
- Finale Foldergestaltung
- Pretest
- Inhaltliche Gestaltung
- Diskussion
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorthesis zielt darauf ab, einen evidenzbasierten Informationsfolder zu erstellen, der die Bedürfnisse im Erstkontakt mit körperbildveränderten, tracheotomierten Personen unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der sozialen Integration und Inklusion von Menschen mit Tracheostoma. Der Folder soll sowohl den Bedürfnissen von Angehörigen und Freunden als auch den Menschen mit Tracheostoma selbst gerecht werden.
- Umgang mit Menschen mit Tracheostoma im sozialen Umfeld
- Körperbild und Körperbildveränderung im Kontext von Tracheostomen
- Evidenzbasierte Informationsvermittlung zur Förderung von Verständnis und Akzeptanz
- Erstellung eines Informationsfolders mit praktischer Relevanz für den Alltag
- Entwicklung eines Hilfsmittels zur Integration von Menschen mit Tracheostoma
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Tracheostomen und deren Bedeutung im ambulanten Bereich. Im Anschluss wird die Physiologie der Atemwege erläutert, um den anatomischen Hintergrund des Tracheostomas zu verdeutlichen. Kapitel 4 widmet sich der Entstehung von Tracheostomen, einschließlich verschiedener Arten der Tracheotomie und der verschiedenen Systeme zur Versorgung des Tracheostomas. Die Auswirkungen auf das Körperbild werden im fünften Kapitel beleuchtet. Kapitel 6 definiert das Ziel der Arbeit, das in der Erstellung eines evidenzbasierten Informationsfolders zur Unterstützung des Erstkontakts mit tracheotomierten Personen liegt. In Kapitel 7 werden die Methoden zur Erstellung des Folders beschrieben, inklusive der Literaturrecherche und der Berücksichtigung der Bedarfe beider beteiligten Personengruppen: der tracheotomierten Personen und deren soziales Umfeld. Kapitel 8 präsentiert die Ergebnisse der Arbeit, wobei die inhaltliche und grafische Gestaltung des Folders im Fokus stehen. Die Diskussion in Kapitel 9 beleuchtet die Bedeutung des erstellten Informationsfolders und dessen Potenzial zur Verbesserung des Umgangs mit tracheotomierten Personen. Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und zeigt Perspektiven für die Weiterentwicklung des Folders auf.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Umgang mit Menschen mit Tracheostoma. Schlüsselthemen sind die Körperbildveränderung im Kontext von Tracheostomen, die Erstellung eines evidenzbasierten Informationsfolders und die Förderung von Verständnis und Akzeptanz gegenüber Menschen mit Tracheostoma. Die Arbeit befasst sich mit dem Erstkontakt von körperbildveränderten Personen und deren sozialem Umfeld, um Berührungsängste zu überwinden und eine bessere Integration zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
An wen richtet sich der Informationsfolder für Tracheostoma-Patienten?
Der Folder richtet sich an Personen ohne medizinische Vorkenntnisse, wie Friseure, Bäcker, Kaufhauspersonal sowie Freunde und Verwandte.
Was ist das Hauptziel des Folders?
Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und einen unbefangenen, unbeschwerten Umgang mit Menschen mit Tracheostoma im Alltag zu ermöglichen.
Wie wurde der Inhalt des Folders entwickelt?
Die Entwicklung basierte auf einer Literaturrecherche sowie der Berücksichtigung der Perspektiven von gesunden und tracheotomierten Personengruppen.
Welche Rolle spielt das Körperbild bei Tracheostoma-Trägern?
Ein Tracheostoma bedeutet eine sichtbare Körperbildveränderung, die oft zu sozialer Isolation führen kann. Der Folder soll die Inklusion fördern.
Was wird im Folder über die Physiologie erklärt?
Es werden Grundlagen zu Pharynx, Larynx, Trachea und der Stimmbildung vermittelt, um das Verständnis für die veränderte Atmung zu wecken.
Was bedeutet "evidenzbasiert" in diesem Zusammenhang?
Es bedeutet, dass die Informationen im Folder auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen pflegerischen Standards beruhen.
- Quote paper
- Elisabeth Statnik (Author), 2017, Die Entwicklung eines evidenzbasierten Informationsfolders zum alltäglichen Umgang mit Menschen mit Tracheostoma, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/473878