Die beiden Dedikationsmosaiken in der Martorana haben durch ihre Konzeption in der Kunstgeschichte eine besondere Rolle. Einerseits sind die ikonographischen Sujets durch die Kombination traditioneller Motive neu und für ihre Zeit einzigartig, andererseits sagen sie sehr viel über die Kultur- und Geistesgeschichte der Zeit Rogers II. aus.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Krönung Rogers II. durch Christus
- Ikonographie
- Ikonologie
- Georg von Antiocheias Prostratio vor der Gottesmutter
- Ikonographie
- Paarweise Aufstellung
- Zusammenfassung
- Verzeichnis verwendeter Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text befasst sich mit den Dedikationsmosaiken in der Martorana in Palermo, die unter der Herrschaft von Roger II. von Sizilien entstanden sind. Die Arbeit analysiert die Ikonographie und Ikonologie der beiden Mosaiken, die die Krönung Rogers II. durch Christus und die Prostratio des heiligen Georg von Antiocheia vor der Gottesmutter darstellen.
- Die Darstellung von König Roger II. als byzantinischer Kaiser
- Das Motiv der Christomimesis
- Die staatsphilosophische Konzeption der christlichen Monarchie im 12. Jahrhundert
- Die Ikonographie und Ikonologie der beiden Dedikationsmosaiken
- Die Rolle der Kunst als Medium politischer Aussagen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel des Textes beschäftigt sich mit der Krönung Rogers II. durch Christus. Es wird die Ikonographie des Mosaiks analysiert und die Bedeutung der einzelnen Elemente, wie z. B. der Gewänder und der Krone, erläutert. Im zweiten Kapitel wird die Ikonologie des Mosaiks genauer betrachtet. Es wird die Frage behandelt, ob es sich bei der Abbildung Rogers um ein Portrait handelt und inwieweit die Darstellung die politische Ideologie der Zeit widerspiegelt. Die Ausführungen beschäftigen sich mit dem Konzept der Christomimesis und der Bedeutung der christozentrischen Monarchie im 12. Jahrhundert. Das dritte Kapitel behandelt die Prostratio des heiligen Georg von Antiocheia vor der Gottesmutter. Es wird die Ikonographie des Mosaiks beschrieben und die Bedeutung der Paarweise Aufstellung der beiden Dedikationsmosaiken erläutert.
Schlüsselwörter
Byzantinische Kunst, Dedikationsmosaik, Christomimesis, christozentrische Monarchie, Roger II., Martorana, Palermo, Ikonographie, Ikonologie, politische Aussage
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Dedikationsmosaiken der Martorana?
Es handelt sich um zwei Mosaiken in der Kirche Santa Maria dell'Ammiraglio (Martorana) in Palermo, die die Krönung Rogers II. und die Prostratio des Georg von Antiocheia darstellen.
Wie wird Roger II. auf dem Mosaik dargestellt?
Er wird in den Gewändern eines byzantinischen Kaisers dargestellt und direkt von Christus gekrönt, was seinen Herrschaftsanspruch legitimiert.
Was bedeutet der Begriff „Christomimesis“ in diesem Kontext?
Christomimesis bezeichnet die Nachahmung Christi durch den Herrscher, was die staatsphilosophische Idee der christozentrischen Monarchie im 12. Jahrhundert unterstreicht.
Wer war Georg von Antiocheia?
Georg von Antiocheia war der Gründer der Kirche und ein hoher Beamter (Admiral) unter Roger II., der auf dem zweiten Mosaik in demütiger Haltung (Prostratio) vor der Gottesmutter zu sehen ist.
Warum ist die paarweise Aufstellung der Mosaiken wichtig?
Die Gegenüberstellung verdeutlicht die Hierarchie zwischen der göttlichen Krönung des Königs und der Unterordnung des Stifters, was eine starke politische und religiöse Aussage darstellt.
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- Matthias Rist (Author), 1997, Die Dedikationsmosaiken der Martorana in Palermo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47354