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Durch die Waldesfinsternis zum Licht - Dantes Weg zu Gott? Eine Untersuchung des 'Paradiso' der 'Göttlichen Komödie' auf religiöse Aspekte

Title: Durch die Waldesfinsternis zum Licht - Dantes Weg zu Gott? Eine Untersuchung des 'Paradiso' der 'Göttlichen Komödie' auf religiöse Aspekte

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 16 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Ralf Klossek (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Dante Alighieris epische Dichtung “Die Göttliche Komödie (La Divina Commedia)“, entstanden ca. 1307 bis 1327, ist das erste umfangreiche dichterische Werk in italienischer Sprache und bis heute ein Hauptwerk der italienischen Literatur. In der Göttlichen Komödie schildert Dante seine eigene Wanderung durch das Jenseits. Diese Reise wird notwendig, „Weil ich den rechten Weg verloren hatte" (S. 7, Inferno, 1, Z. 3)1bzw. „Da ich den wahren Weg verlassen hatte“ (ebd., Z. 12).
Mit dem römischen Dichter Vergil als Führer durchschreitet Dante die Hölle (“Inferno“), und ersteigt den Läuterungsberg (“Purgatorio“). Auf dem Gipfel des Läuterungsberges übernimmt die engelsgleiche Beatrice, Dante’s Schwarm, die Führung. Mit ihr durchschwebt Dante das Paradies (“Paradiso“), wo er schließlich Gott schauen darf.
Neben einer kurzen Einführung in Dantes wichtigstes Werk, soll diese Hausarbeit auf die tiefere (religiöse) Aussage näher eingehen. Hat Dante mit seiner “Divina Commedia“ einen Weg zur Selbstfindung, innerer Klarheit und zur Gottfindung vorgezeichnet? Wie stellt sich Dante Gott vor, und was soll man tun, um ihm nahe zu kommen? Und nicht zuletzt: Woher hatte Dante die Inspiration zu dieser Dichtung? Ist sie auf eine göttliche Eingebung, auf eine ekstatische Vision zurückzuführen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werde ich den letzten, und unter religiösen Aspekten vielleicht wichtigsten Teil der “Commedia“, den des “Paradiso“, ausführlich analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Weltbild

3. Dantes Lehre: Der Weg zu Gott?

4. Romano Guardini

5. Die “Anderswelt“

6. Paradiso: Die Reise der Seele zu Gott

7. Das Empyreum

8. Finale: Die Begegnung Dantes mit dem Licht

8.1 Es ist alles eins

8.2 Dante, der Seher?

9. Fazit

10. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den letzten Teil von Dantes "Göttlicher Komödie", das "Paradiso", unter religiösen Aspekten, um zu ergründen, ob Dante darin einen Pfad zur Selbst- und Gottfindung vorgezeichnet hat und inwieweit das Werk als visionäre Offenbarungsschrift zu verstehen ist.

  • Religiöse Dimensionen und Zielsetzungen im "Paradiso"
  • Die Analyse der "Anderswelt" und visionärer Erlebnisse
  • Vergleichende Betrachtungen zur Einheitserfahrung (u.a. buddhistische Parallelen)
  • Die Rolle von Gnade, Licht und göttlicher Inspiration
  • Interpretationsansätze basierend auf Romano Guardini

Auszug aus dem Buch

8. Finale: Die Begegnung Dantes mit dem Licht

Im 33. Gesang ist es dann soweit: Dante darf “Gott schauen“. Er hebt seinen Blick zur ewigen Klarheit und Liebe, zum Urlicht, zu Gott. Sehnsucht und eigener Wille verlöschen. Dantes Geist schwingt im heiligen Kreis mit, im ewigen Gleichschwingen der Liebe. Das Geheimnis der Dreieinigkeit dämmert ihm, gleichzeitig eine Art Spiegelbild des Menschen (vgl. S. 391f., Par., 33).

Der Himmel ist jenseits von Raum und Zeit, der Ort der Vollkommenheit läßt keine Abstufungen zu, die ewige Seligkeit kennt keine Entwicklung, keine Steigerungsformen.

Ein Buddhist, der Lama Ole Nydahl, drückt dasselbe (?) so aus:

Und was lehrt Buddha Zeitloses? Er erklärt, dass eine allem zugrunde liegende Wahrheit immer und überall dieselbe sein muss [...]. Dass sie weder geschaffen noch erweitert oder beschädigt werden kann [...]. Dem Wesen nach vom Raum untrennbar, durchdringt sie alles, was ist und was nicht ist, [...]. Dass man sie [die Wahrheit] bis zur Erleuchtung nicht oder nur teilweise erfährt, ist dem entscheidenden Makel eines jeden unerleuchteten Geistes zuzuschreiben: der Unfähigkeit, sich selbst zu erkennen.

Ich werde nun damit fortfahren, die entscheidenden Textstellen Dantes detailliert zu untersuchen.

Ein Augenblick nur ist mir längeres Träumen, Als Fünfundzwanzighundert Jahre waren, Seit einst Neptun ob Argos Schatten staunte. (S. 393, Par., 33, Z. 94-96).

Es gibt keine Zeit, (auch) diese Illusion fällt nun von Dante ab. Insbesondere im Empyreum steht alles still, nichts ändert sich.

So war mein Geist gespannt und unbeweglich, Vollkommen der Betrachtung hingegeben Und mit dem Schauen immer mehr entbrennend. (Ebd., Z. 97-99).

Die gefundene Glückseligkeit, die nichts mit irdischem Glück zu tun hat, breitet sich mühelos immer mehr in Dante aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Dantes "Göttliche Komödie" vor, benennt die Forschungsfrage nach dem religiösen Weg zur Gottfindung und grenzt das Analyseobjekt auf das "Paradiso" ein.

2. Weltbild: Dieses Kapitel erläutert das notwendige Vorwissen über mittelalterliche Traditionen, Bibel und Mythologie, das Dante von seinem Lesepublikum erwartet.

3. Dantes Lehre: Der Weg zu Gott?: Der Autor legt seine These dar, dass das Werk einen religiösen Pfad zur Selbst- und Gottfindung lehrt, der auf Tugenden wie Liebe und Gerechtigkeit basiert.

4. Romano Guardini: Hier werden Guardinis Thesen diskutiert, wonach Dante visionäre Erlebnisse verarbeitet und die Geschehnisse in einer "anderen Realität" stattfinden.

5. Die “Anderswelt“: Es wird die These erörtert, dass Himmel und Hölle im Jenseits existieren und Dante durch Ekstase oder Visionen den Zugang zu dieser "Anderswelt" erlangt.

6. Paradiso: Die Reise der Seele zu Gott: Dieses Kapitel strukturiert das "Paradiso" in neun Sphären und diskutiert die platonische Seelenlehre sowie die Bedeutung der Loslösung vom Irdischen.

7. Das Empyreum: Die Analyse des Empyreums als "Ort" jenseits von Raum und Zeit, in dem Gott als ausdehnungsloser Punkt die Schöpfung in Liebe bewegt.

8. Finale: Die Begegnung Dantes mit dem Licht: Der Fokus liegt auf der Schau Gottes, dem Verlöschen des Egos und der Erkenntnis, dass alles eins ist, sowie dem göttlichen Auftrag zur Berichterstattung.

9. Fazit: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, das Werk als religiöse Offenbarungsschrift statt nur als klassische Dichtung zu rezipieren.

10. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Dante Alighieri, Göttliche Komödie, Paradiso, Religiöse Aspekte, Vision, Gottfindung, Romano Guardini, Anderswelt, Jenseits, Empyreum, Erleuchtung, Einheit, Dreieinigkeit, Erkenntnis, Spiritualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der religiösen Tiefe und Aussagekraft von Dantes "Paradiso" innerhalb der "Göttlichen Komödie".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Dantes Weg zur Gottfindung, die Natur visionärer Erfahrungen, das Konzept einer "Anderswelt" und die Einheit aller Dinge im göttlichen Licht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, zu untersuchen, ob Dante in seinem Werk einen Pfad zur inneren Klarheit und Gottfindung vorgezeichnet hat und wie dieser unter religiösen Gesichtspunkten zu interpretieren ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Analyse, ergänzt durch die literaturwissenschaftliche und theologische Perspektive des Religionsphilosophen Romano Guardini.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur des "Paradiso", die Bedeutung von Visionen, das Empyreum als Ort des göttlichen Lichts sowie das Finale der "Commedia", in dem Dante Gott schaut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Dantes "Göttliche Komödie", Paradiso, Vision, Gottfindung, Einheit, Erkenntnis und die Interpretation durch Romano Guardini.

Wie bewertet der Autor den Wahrheitsgehalt von Dantes Visionen?

Der Autor hält es für durchaus möglich, dass Dante eine Form von göttlicher Inspiration oder ein echtes visionäres Erlebnis hatte, und plädiert dafür, das Werk als Offenbarungsschrift zu lesen.

Welche Parallelen zieht der Autor zum Buddhismus?

Der Autor vergleicht Dantes Erfahrung der absoluten Einheit und des zeitlosen Lichts mit buddhistischen Konzepten wie dem Nirvana, der Buddha-Natur und der Erfahrung, dass alles untrennbar verbunden ist.

Welche Rolle spielt Beatrice in der Interpretation?

Beatrice wird als Verkörperung der göttlichen Gnade verstanden, die Dante auf seinem Weg zu Gott führt, nachdem sie von der heiligen Lucia im Auftrag Marias gesandt wurde.

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Details

Title
Durch die Waldesfinsternis zum Licht - Dantes Weg zu Gott? Eine Untersuchung des 'Paradiso' der 'Göttlichen Komödie' auf religiöse Aspekte
College
University of Hannover  (Seminar für Deutsche Literatur und Sprache)
Course
Dante deutsch
Grade
sehr gut
Author
Ralf Klossek (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V47287
ISBN (eBook)
9783638442664
Language
German
Tags
Durch Waldesfinsternis Licht Dantes Gott Eine Untersuchung Paradiso Göttlichen Komödie Aspekte Dante
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Klossek (Author), 2005, Durch die Waldesfinsternis zum Licht - Dantes Weg zu Gott? Eine Untersuchung des 'Paradiso' der 'Göttlichen Komödie' auf religiöse Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47287
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