In dieser Arbeit werden zwei wichtige Kapitel aus Augustus' "Res gestae" eingehend quellenkritisch analysiert. Angeleitet durch Tacitus, wird versucht, den Worten des Augustus in den Kapiteln 5 und 6 der Res gestae nachzuspüren, sie ggf. der politischen Realität gegenüberzustellen, ferner zu sehen, was Augustus zwischen den Zeilen schreibt oder völlig verschweigt. Auf diese Weise gelingt es, einige überraschende Einsichten über die Stationen des Augustus auf dem Weg zu seiner neuen Staatsform, dem Prinzipat, zu gewinnen.
Inhaltsverzeichnis
- 0. Einleitung
- 1. Kapitel 5
- 1.1. Die Nahrungsmittelbeschaffung
- 1.2. Die Diktatur
- 1.3. Das jährliche Konsulat auf Lebenszeit
- 2. Kapitel 6
- 2.1. Der Hüter von Gesetz und Sitte
- 2.2. Die Einrichtungen der Vorväter
- 2.3. Tribunicia potestas
- 2.4. Die Amtsgenossen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Res Gestae Divi Augusti ist ein Tatenbericht des römischen Kaisers Augustus, der seine Leistungen und seine Herrschaft beschreibt. Ziel des Berichts ist es, Augustus' Politik und Herrschaft in einem positiven Licht darzustellen und seine Nachfolge zu sichern. Die Schrift vermittelt ein Bild von Augustus' Selbstverständnis als Staatsmann und bietet Einblicke in die politische Kultur der römischen Kaiserzeit.
- Die Legitimation und Sicherung von Augustus' Herrschaft
- Augustus' Leistungen für das Römische Reich auf innen- und außenpolitischem Gebiet
- Die Darstellung der neuen Staatsform und die Gestaltung einer neuen Dynastie
- Die Bedeutung der Erinnerungskultur und der Inschrift als Medium der Selbstdarstellung
- Der Tatenbericht als Quelle für die Geschichte der römischen Kaiserzeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung der Res Gestae Divi Augusti führt in die Anfänge von Augustus' politischer Karriere ein und beschreibt seine Rolle als Erbe und Rächer Caesars. Kapitel 5 befasst sich mit den Aufgaben und Herausforderungen, denen sich Augustus während seiner Herrschaft gestellt sah, wie beispielsweise der Versorgung der römischen Bevölkerung mit Lebensmitteln und der Bewältigung politischer Krisen.
Kapitel 6 beleuchtet Augustus' Rolle als Hüter von Recht und Ordnung sowie seine Reformbemühungen in verschiedenen Bereichen, wie z.B. der Organisation von Ämtern und der Stärkung traditioneller Institutionen.
Schlüsselwörter
Die Res Gestae Divi Augusti beschäftigt sich mit zentralen Themen der römischen Kaiserzeit, wie z.B. die Macht des Prinzeps, die Legitimation der Herrschaft, die Darstellung des römischen Reiches, die Rolle der Erinnerungskultur und die Nutzung von Inschriften als Propagandainstrument.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die 'Res gestae' des Augustus?
Es ist ein Tatenbericht des Kaisers Augustus, in dem er seine Leistungen und seine Herrschaft für die Nachwelt darstellt.
Was wird in Kapitel 5 der Res gestae behandelt?
Kapitel 5 befasst sich mit der Nahrungsmittelbeschaffung, Augustus' Ablehnung der Diktatur und dem jährlichen Konsulat auf Lebenszeit.
Was ist das Thema von Kapitel 6?
In Kapitel 6 geht es um Augustus als Hüter von Gesetz und Sitte, die Einrichtungen der Vorväter sowie die 'Tribunicia potestas'.
Warum ist die Quellenkritik hier wichtig?
Die Arbeit stellt Augustus' Worte der politischen Realität gegenüber, um zu sehen, was er beschönigt, verschweigt oder zwischen den Zeilen schreibt.
Was war das Ziel von Augustus' Selbstdarstellung?
Er wollte seine neue Staatsform, das Prinzipat, legitimieren und seine Herrschaft sowie seine Dynastie in einem positiven Licht sichern.
Welche Rolle spielt Tacitus in dieser Analyse?
Angeleitet durch Tacitus' kritische Sichtweise wird versucht, die Stationen des Augustus auf dem Weg zur Macht tiefergehend zu hinterfragen.
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- Marcel Haldenwang (Author), 2000, Augustus Res Gestae 5 und 6, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4727