„Ein gewisser mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! ... Wir fuhren aber von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothraze und am folgenden Tag nach Neapolis und von da nach Philippi, das die erste Stadt jenes Teils von Mazedonien ist, eine Kolonie“ (Apg 16, 9.11 f. ).
Diese Begebenheit ist zurecht oft als Sternstunde für Europa bezeichnet worden : Paulus bringt das Evangelium in unseren Erdteil, nach Europa. Bis es allerdings wirklich die heimische Gegend erreichen würde, hatte es noch eine weite Strecke zurückzulegen. Einen Boten dieses – inzwischen schon merklich modifizierten – Evangeliums, einen kleinen Zeitraum seiner Verbreitung zu beleuchten, das soll Gegenstand dieser Arbeit, „Liudger als Missionar“, sein. Zur Ausgangsquelle ist die „Vita secunda sancti Liudgeri“ gewählt worden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Motive der Mission
- Peregrinatio
- Sendungsbewußtsein
- Eigenes Heil
- Vätertradition und geistliche Verwandtschaft
- Methoden der Mission
- Glaubensentscheid – persönlich oder kollektiv?
- Glaubensentscheid – freiwillig oder erzwungen?
- Der Missionar Liudger im historischen Kontext
- Die frühe Friesenmission
- Die frühe Sachsenmission
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Lebensgeschichte des Missionars Liudger und beleuchtet die Methoden und Motive seines Wirkens im Kontext der frühen Friesen- und Sachsenmission.
- Die Vita sancti Liudgeri als Quelle für die Rekonstruktion von Liudgers Lebensweg und Missionstätigkeit
- Die Rolle der christlichen Glaubensverbreitung im frühmittelalterlichen Europa
- Die Herausforderungen und Chancen der Missionierung heidnischer Völker
- Liudgers Bedeutung für die Entwicklung des christlichen Glaubens im fränkischen Reich
- Die Beziehung zwischen Politik und Religion im Kontext der Mission
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Vita secunda sancti Liudgeri als Quelle für die Arbeit vor und skizziert die wichtigsten Themenbereiche. Das erste Kapitel behandelt die Motive von Liudgers Mission, wobei Peregrinatio, Sendungsbewußtsein, Eigenes Heil und die Vätertradition im Vordergrund stehen. Das zweite Kapitel widmet sich den Methoden der Mission, insbesondere der Frage, ob der Glaubensentscheid persönlich oder kollektiv erfolgte sowie ob er freiwillig oder erzwungen war. Das dritte Kapitel analysiert Liudgers Wirken im historischen Kontext, wobei die frühe Friesenmission und die Sachsenmission im Mittelpunkt stehen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: Liudger, Mission, Friesenmission, Sachsenmission, Vita sancti Liudgeri, christlicher Glaube, fränkisches Reich, Frühmittelalter, Heidenmission, Glaubensverbreitung, Politik und Religion.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Liudger?
Liudger war ein Missionar des Frühmittelalters, der maßgeblich an der Verbreitung des christlichen Glaubens im fränkischen Reich, insbesondere bei den Friesen und Sachsen, beteiligt war.
Was ist die Hauptquelle für diese Arbeit?
Die Arbeit stützt sich primär auf die „Vita secunda sancti Liudgeri“, eine historische Lebensbeschreibung des Heiligen.
Welche Motive trieben Liudger bei seiner Mission an?
Zu seinen Motiven gehörten die „Peregrinatio“ (Pilgerschaft in die Fremde), ein starkes Sendungsbewusstsein, das Streben nach dem eigenen Heil sowie die Fortführung der Vätertradition.
Waren die Missionierungsmethoden Liudgers freiwillig oder erzwungen?
Die Arbeit untersucht kritisch, ob der Glaubensentscheid der heidnischen Völker persönlich und freiwillig erfolgte oder kollektiv und unter politischem Druck erzwungen wurde.
Welche Rolle spielte die Politik bei der Missionierung?
Die Arbeit analysiert die enge Verflechtung zwischen der religiösen Mission und den politischen Interessen des fränkischen Reiches während der Sachsenkriege.
- Quote paper
- Marcel Haldenwang (Author), 2000, Liudger als Missionar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4726