Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Barrieren zu geben, die einen erfolgreichen Wissenstransfer ver- oder behindern können. Des Weiteren sollen Handlungsempfehlungen gegeben werden, wie diese Barrieren überwunden oder zumindest reduziert werden können.
Um das Abfließen von wettbewerbsrelevantem Wissen zu verhindern, bedarf es eines Wissenstransfers von den individuellen Mitarbeiten hin zu anderen Mitarbeitern und Gruppen des Unternehmens. Dies führt dazu, dass die Ressource Wissen mithilfe des Wissensmanagements im Unternehmen gehalten werden kann. In der Realität können bei dem Transfer von Wissen jedoch Barrieren auftreten, sodass es nicht grenzenlos für jeden Mitarbeiter verfügbar ist. Diese Barrieren können vielfältige Gründe haben. So kann die technische Ausstattung eines Unternehmens nicht optimal sein und die Wissensweitergabe unter den Mitarbeitern behindern. Ähnliches gilt für die Organisation und die Prozesse innerhalb des Unternehmens.
Die größte Aufgabe des Wissensmanagements ist jedoch die Überwindung von Barrieren, die mit den Mitarbeitern selbst zu tun haben. Die sozialen und individuellen Barrieren, also die weichen Faktoren, sind demnach die kritischen Faktoren für einen erfolgreichen Wissenstransfer. Hindernisse können in allen Bereichen des Unternehmens identifiziert werden, so hat Riege bereits fast 40 verschiedene Barrieren ausgemacht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen
- Was ist Wissen?
- Begriffsdefinitionen
- Dimensionen von Wissen
- Wissensmanagement und Wissenstransfer
- Begriffsbeschreibung Wissensmanagement
- Definition und Darstellung des Wissenstransfers
- Sender-Empfänger Modell und Determinanten des Wissenstransfers
- Modell des Wissenstransfers nach Szulanski
- Was ist Wissen?
- Barrieren eines erfolgreichen Wissenstransfers
- Soziale Barrieren
- Sprache
- Beziehungen von Sender und Empfänger
- Soziales Dilemma
- Individuelle Barrieren
- Machtverlust und das not-invented-here Syndrom
- Motivation
- Fähigkeit zum Transfer des Wissens
- Soziale Barrieren
- Überwindung und Reduzierung der Barrieren eines erfolgreichen Wissenstransfers
- Veränderung der Entlohnungsfunktion
- Investition und Training
- Unterstützung durch elektronische Systeme
- Organisationskultur und Rahmenbedingungen
- Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Barrieren zu geben, die einen erfolgreichen Wissenstransfer im Unternehmenskontext verhindern oder erschweren können. Neben der Analyse dieser Hindernisse werden Handlungsempfehlungen zur Überwindung oder Reduzierung der Barrieren gegeben.
- Definition und Bedeutung des Wissens im Unternehmenskontext
- Wissensmanagement und Wissenstransfer als zentrale Elemente für Unternehmenserfolg
- Identifizierung und Analyse von sozialen und individuellen Barrieren im Wissenstransfer
- Entwicklung und Evaluation von Strategien zur Überwindung oder Reduzierung der identifizierten Barrieren
- Bedeutung der Organisationskultur und der Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Wissenstransfer
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Wissen für Unternehmen in einer globalisierten und technologisch dynamischen Welt. Sie unterstreicht die Notwendigkeit des Wissensmanagements, um das Wissen im Unternehmen zu bewahren und zu optimieren. Kapitel 2 definiert den Begriff des Wissens und analysiert die verschiedenen Dimensionen von Wissen. Anschließend werden die Konzepte des Wissensmanagements und des Wissenstransfers genauer betrachtet. Kapitel 3 fokussiert auf die Barrieren, die einen erfolgreichen Wissenstransfer erschweren können. Dabei werden soziale und individuelle Barrieren unterschieden und anhand verschiedener Beispiele erläutert. Kapitel 4 präsentiert verschiedene Ansätze und Handlungsempfehlungen zur Überwindung oder Reduzierung der in Kapitel 3 identifizierten Barrieren.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wissenstransfer und den damit verbundenen Barrieren in Unternehmen. Im Fokus stehen die Konzepte von Wissen, Wissensmanagement, sozialen und individuellen Barrieren, sowie Strategien zur Überwindung oder Reduzierung dieser Barrieren. Die Arbeit beleuchtet Themen wie Organisationskultur, Motivation, Machtstrukturen, Not-Invented-Here-Syndrom, Kommunikations- und Informationsfluss, sowie die Rolle von technologischen Systemen im Wissenstransfer.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die größten Barrieren beim Wissenstransfer?
Die kritischsten Hindernisse sind soziale und individuelle Faktoren, wie mangelnde Motivation, Angst vor Machtverlust und Sprachbarrieren.
Was ist das „Not-Invented-Here“ Syndrom?
Es beschreibt die Ablehnung von Wissen oder Ideen durch Mitarbeiter, nur weil diese von außerhalb der eigenen Gruppe oder Abteilung stammen.
Wie können Unternehmen Wissensbarrieren abbauen?
Durch die Förderung einer offenen Organisationskultur, Investitionen in Training, Anpassung von Belohnungssystemen und den Einsatz unterstützender IT-Systeme.
Welche Rolle spielt die Motivation beim Wissenstransfer?
Motivation ist ein weicher Faktor; ohne Anreize behalten Mitarbeiter ihr Wissen oft für sich, um ihre eigene Unersetzbarkeit im Unternehmen zu sichern.
Was ist der Unterschied zwischen Sender- und Empfängerbarrieren?
Senderbarrieren betreffen die Unwilligkeit oder Unfähigkeit Wissen zu teilen, während Empfängerbarrieren mangelnde Aufnahmebereitschaft oder fehlendes Vorwissen beschreiben.
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- Anonym (Author), 2016, Barrieren eines erfolgreichen Wissenstransfers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469298