Anhand eines Fallbeispiels stellt diese Arbeit die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen der fehlenden Motivation im Training und der Angst, im Wettkampf zu versagen, besteht. Dabei wird untersucht, ob sich die fehlende Motivation im Training negativ auf das Leistungsmotiv auswirkt.
Spitzensportler sind erfolgsmotivierte Menschen, die sich hohe Ziele setzen. Dabei müssen sie sich mit extrem starker Konkurrenz, Niederlagen, Verletzungen und der Erwartungshaltung von Medien, Familie und des Trainers auseinandersetzen. Der Leistungsdruck nimmt zu. Jeden Tag hart für den Erfolg trainieren, setzt voraus, sich immer wieder neu motivieren zu können.
Je nach dem persönlichen Anspruchsniveau, dem verschiedenen Bestreben, fleißig zu sein und der damit verbundenen Erwartung auf Erfolg oder Misserfolg, unterteilt sich die Leistungsmotivation in zwei unabhängige Gruppen, die "Hoffnung auf Erfolg" und die "Furcht vor Misserfolg" . Menschen werden nicht nur durch "Hoffnung auf Erfolg" motiviert, sondern ihr Ergebnis kann auch die Angst vor Misserfolg sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problematisierung und Begriffsklärung
- Darstellung des Fallbeispiels
- Wissenschaftliche Fragestellung und Hypothesen
- Kurzbeschreibung des experimentellen Designs
- Fragebogen zum Leistungsmotiv im Sport (AMS-Sport)
- Leistungsorientierung im Sport (SOQ)
- Testsituation und Verhaltensbeobachtung
- Ergebnisdarstellung und Ergebnisauswertung
- Auswertung des AMS-Sport
- Auswertung des SOQ
- Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen fehlender Motivation im Training und Angst im Wettkampf zu versagen. Sie analysiert anhand eines Einzelfallberichts die Situation einer 18-jährigen Speerwerferin, die nach einem überraschenden Erfolg im Juniorenbereich Schwierigkeiten hat, an ihre Leistung anzuknüpfen und ihre Motivation im Training aufrechtzuerhalten.
- Begriffsdefinition und Abgrenzung von Motivation und Leistungsmotivation
- Analyse der Faktoren, die die Leistungsmotivation im Sport beeinflussen
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Furcht vor Misserfolg und Leistungsorientierung
- Einfluss der fehlenden Motivation im Training auf das Leistungsmotiv
- Interpretation und Diskussion der Ergebnisse im Kontext des Fallbeispiels
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung erläutert die Problematik der fehlenden Motivation im Training und führt den Begriff der Leistungsmotivation ein. Sie definiert Motivation als ein kognitiver Prozess, der von Erwartungen und Reflexionen beeinflusst wird. Die Leistungsmotivation wird als das Bestreben definiert, die eigene Tüchtigkeit in herausfordernden Aufgaben zu steigern. Die Einleitung führt die beiden Untergruppen der Leistungsmotivation, "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Misserfolg", ein und stellt deren Bedeutung für das sportliche Verhalten dar.
Darstellung des Fallbeispiels
Dieses Kapitel präsentiert den Fall einer 18-jährigen Speerwerferin, die nach ihrem Juniorenweltmeistertitel Schwierigkeiten hat, ihre Motivation im Training aufrechtzuerhalten. Die Athletin vermeidet Wettkämpfe und nutzt ihr Studium als Ausrede für ihre Leistungsstagnation. Die Einleitung stellt fest, dass sich das Trainingsumfeld und die Trainingsbedingungen nicht verändert haben.
Wissenschaftliche Fragestellung und Hypothesen
Dieses Kapitel formuliert die wissenschaftliche Fragestellung, die untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der fehlenden Motivation im Training und der Angst im Wettkampf zu versagen besteht. Es werden zwei Hypothesen aufgestellt: Erstens, dass ein negativer Zusammenhang zwischen der Furcht vor Misserfolg und der Leistungsorientierung besteht. Zweitens, dass die fehlende Motivation im Training einen negativen Einfluss auf das Leistungsmotiv hat.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Leistungsmotivation, Motivation, Furcht vor Misserfolg, Hoffnung auf Erfolg, Trainingsmotivation, Wettkampf, Angst und Einzelfallanalyse. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen diesen Konzepten und deren Einfluss auf das sportliche Verhalten anhand eines Einzelfallberichts einer jungen Speerwerferin.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Trainingsmotivation und Wettkampfangst?
Ja, die Arbeit untersucht die Hypothese, dass fehlende Motivation im Training negativ auf das Leistungsmotiv wirkt und die Angst vor einem Versagen im Wettkampf verstärken kann.
Was ist der Unterschied zwischen "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Misserfolg"?
Es sind zwei unabhängige Gruppen der Leistungsmotivation: Erfolgsorientierte Menschen werden durch die Aussicht auf Erfolg angetrieben, während andere primär durch die Vermeidung von Fehlern motiviert sind.
Wie wirkt sich Leistungsdruck auf Spitzensportler aus?
Zunehmender Druck durch Medien, Trainer und Familie kann dazu führen, dass Sportler sich in Vermeidungsstrategien flüchten, wenn sie ihre Ziele als unerreichbar wahrnehmen.
Was sind typische Vermeidungsstrategien bei Sportlern?
Im Fallbeispiel zeigt sich dies durch das Meiden von Wettkämpfen oder das Vorschieben anderer Verpflichtungen (z. B. Studium), um eine Konfrontation mit möglicher Niederlage zu umgehen.
Welche Testverfahren werden zur Messung der Leistungsmotivation genutzt?
Eingesetzt werden standardisierte Fragebögen wie der AMS-Sport (Leistungsmotiv im Sport) und der SOQ (Leistungsorientierung im Sport).
- Quote paper
- Romy Kasper (Author), 2016, Versagensängste im Wettkampf. Welche Rolle spielt die fehlende Motivation im Training von Spitzensportlern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465165