Wasser ist eine außergewöhnliche Ressource. Es ist nicht nur Bestandteil allen Lebens, sondern wird seit einigen Jahren zunehmend als Wirtschaftsgut betrachtet. Damit tragen Weltpolitik und Wirtschaft aktuellen demographischen Entwicklungen, wirtschaftlichen Erfordernissen und Umweltschutzaspekten Rechnung. Diese Rahmenbedingungen machen das weltweite Wassergeschäft zu einer anspruchsvollen und spannenden Branche. Die Internationalisierung transnationaler Wasserkonzerne ist ebenfalls ein junger Prozess. Voraussetzungen für ihn ist die erst seit wenigen Jahren stattfindende Öffnung und Deregulierung weltweiter Wassermärkte, die einem komplexen Zusammenspiel politischer, humanitärer und wirtschaftlicher Interessen folgt. In dieser Arbeit wird die Internationalisierung privater Wasserunternehmen sowohl aus einzelwirtschaftlicher als auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht analysiert. Dafür gilt es zunächst, Wasser als Gut zu charakterisieren und den Markt für Wasser mit seinen Besonderheiten zu umreißen. Anschließend soll betrachtet werden, welche Akteure in der Wasserbranche operieren und welche grundsätzlichen Formen der Leistungserbringung durch private Konzerne im Wassersektor bestehen. Kern der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit allgemeinen Strategien der Internationalisierung sowie speziellen Taktiken zur Eroberung von Wassermärkten und der Rolle der Politik. Im letzten Teil der Arbeit werden zwei ausgewählte Probleme der internationalen Liberalisierung der Wassermärkte beleuchtet. Dabei handelt es sich zum einen um die Diskussion der Interpretation von Wasser als Bedürfnis oder Recht und zum anderen um die wechselhaften Erfolge internationaler Engagements der Wasserkonzerne.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Weltweiter Wassermarkt - Wassermärkte weltweit
- Das Lebenselixier Wasser als Wirtschaftsgut
- Rahmenbedingungen der Wassermärkte
- Nationale Regulierung
- Globales Oligopol, lokale "natürliche" Monopole
- Grundformen der Privatisierung im Wassersektor
- Internationale Konzerne der Wasserbranche im Profil
- Internationalisierung transnationaler Wasserunternehmen
- Internationalisierungsstrategien der Wasserunternehmen
- Taktische Instrumente der Eroberung internationaler Märkte
- Einfluss internationaler politischer Akteure
- Aktuelle Probleme und Ausblick
- Wasser Recht oder Bedürfnis?
- Erfolgskonzept Internationalisierung?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Internationalisierung transnationaler Wasserunternehmen. Sie untersucht die Entwicklung des weltweiten Wassermarktes, die Rahmenbedingungen der Wassermärkte und die Strategien der Internationalisierung privater Wasserunternehmen. Dabei werden sowohl einzelwirtschaftliche als auch gesamtwirtschaftliche Aspekte betrachtet.
- Charakterisierung von Wasser als Wirtschaftsgut
- Analyse der Rahmenbedingungen des weltweiten Wassermarktes
- Beurteilung der Internationalisierungsstrategien transnationaler Wasserunternehmen
- Diskussion der Herausforderungen und Chancen der Wassermärkte
- Bedeutung politischer Akteure für die Internationalisierung der Wasserbranche
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Internationalisierung transnationaler Wasserunternehmen ein. Sie beschreibt die Bedeutung von Wasser als Wirtschaftsgut und die Entwicklung des weltweiten Wassermarktes. Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen der Wassermärkte sowie die Bedeutung der Internationalisierung für private Wasserunternehmen erläutert.
Weltweiter Wassermarkt - Wassermärkte weltweit
Das Lebenselixier Wasser als Wirtschaftsgut
Dieses Kapitel beleuchtet Wasser als begrenzt verfügbare Ressource und lebensnotwendiges Gut. Es thematisiert die globale Wasserknappheit, die Folgen des Wassermangels und die steigende Nachfrage nach Wasser.
Rahmenbedingungen der Wassermärkte
Dieser Abschnitt befasst sich mit der nationalen Regulierung der Wassermärkte. Es wird gezeigt, dass die Wassermärkte traditionell von staatlichen oder kommunalen Unternehmen dominiert werden. Die Liberalisierung der Wassermärkte wird jedoch zunehmend diskutiert.
Internationale Konzerne der Wasserbranche im Profil
Dieses Kapitel stellt internationale Konzerne der Wasserbranche vor und beschreibt ihre Geschäftsmodelle. Es werden die wichtigsten Unternehmensprofile und ihre strategischen Ausrichtungen erläutert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Wasser als Wirtschaftsgut, Internationalisierung transnationaler Wasserunternehmen, Wassermärkte, Privatisierung des Wassersektors, Internationalisierungsstrategien, politische Einflussfaktoren, Wasserknappheit und globale Wasserkrise.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Wasser zunehmend als Wirtschaftsgut betrachtet?
Aufgrund globaler Wasserknappheit, steigender Nachfrage und wirtschaftlicher Erfordernisse wird Wasser nicht mehr nur als Grundrecht, sondern als handelbare Ressource mit Marktwert gesehen.
Was ist ein „natürliches Monopol“ im Wassersektor?
Da die Infrastruktur (Leitungsnetze) extrem teuer ist und sich ein paralleler Aufbau nicht lohnt, entsteht lokal meist ein Monopol, das eine staatliche oder private Regulierung erfordert.
Welche Strategien nutzen Wasserkonzerne zur Internationalisierung?
Konzerne nutzen Taktiken wie die Übernahme lokaler Versorger, Beteiligungen an Ausschreibungen zur Privatisierung und die Zusammenarbeit mit internationalen politischen Akteuren zur Marktöffnung.
Was ist der Unterschied zwischen Wasser als „Recht“ und als „Bedürfnis“?
Die Diskussion dreht sich darum, ob der Zugang zu Wasser ein unveräußerliches Menschenrecht ist (oft staatlich garantiert) oder ein ökonomisches Bedürfnis, das über den Markt befriedigt wird.
Welche Rolle spielt die Deregulierung für private Wasserunternehmen?
Die Öffnung ehemals staatlich dominierter Märkte ermöglicht es transnationalen Konzernen erst, weltweit tätig zu werden und Dienstleistungen gewinnorientiert anzubieten.
- Arbeit zitieren
- Thorsten Lampe (Autor:in), 2005, Internationalisierung in der Wasserbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46411