Die Aufgabenstellung der Hausarbeit besteht darin eine Hausarbeit zu einem Augustus-Thema meiner Wahl anzufertigen. Die Frage meiner Hausarbeit lautet: "Gründe für die erfolgreiche Annahme des Prinzipats des Augustus in der römischen Gesellschaft." Meine Leitfrage soll die Fragen diskutieren wie Augustus es geschafft hat das Prinzipat als neue Ordnung in Rom zu etablieren. Welche Gründe spielten eine Rolle, dass die römische Gesellschaft das Prinzipat annahm, welche nicht? Mit "römischer Gesellschaft" sind sowohl der Senat wie auch das einfache Volk gemeint, sodass ich auf beide Gruppen Bezug nehmen werde. Die römische Republik hatte seit dem Ende der Königsherrschaft eine über 500 jahrelange republikanische Geschichte und ein großes Erbe. Der Staat war nach bestimmten Regeln geordnet. Darunter gehörten auch Prinzipien wie das Annuitätsprinzip oder das Iterationsverbot.
Es ist schwer vorzustellen, dass ein Einzelner dieses alte republikanische Staatsgefüge in nur einer Amtszeit zu einer absoluten Monarchie formen konnte. Doch genau das ist passiert.
Ab dem Jahr 133 bis zum Jahr 30 v. Chr. tobte im römischen Reich ein Bürgerkrieg. Nach den Konflikten mit Antonius und Kleopatra ging der frühere Oktavian, der später Augustus heißen sollte, als eindeutiger Sieger hervor. Es gab nun niemanden mehr, der in seinem Weg stand. Am 13. Januar des Jahres 27 v. Chr. war es dann soweit. An diesem Tag im Senat von Rom wurde ein langer Staatsakt gefeiert. Der Ausnahmezustand und der Bürgerkrieg wurden offiziell beendet. Die republikanische Ordnung war offiziell wiederhergestellt. Octavian wurde der Ehrenname Augustus verliehen und ließ sich als Retter der Republik feiern. In Wirklichkeit führte er die Republik politisch in den Abgrund. Denn im Laufe seiner Amtszeit als Quasi-Kaiser wurde die Macht heimlich auf ihn zugeschnitten. Er fungierte als Monarch. Die alte Republik wurde untergraben. Dabei schaffte er es eine neue Form der "Monarchie" zu etablieren. Das Prinzipat des Augustus hielt erfolgreich Einzug in die Geschichte. Das Prinzipatmodell war eine Monarchie im Rahmen einer Republik. Die alte Republik wurde durch eine Fassade aufrechterhalten. Doch wie konnte er dieses Model etablieren ohne nennenswerten Gegenwind zu bekommen? All diese Fragen hoffe ich zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Die Umstände seiner Machtergreifung
- „Offizielle“ Beibehaltung der Republik
- Beibehaltung und Kooperation mit dem Senat und den Aristokraten
- Umstand der Lebenszeit des Augustus und das Bewusstsein der Römer
- Politische wie wirtschaftliche Errungenschaften des Augustus
- Schluss: Beantwortung der Frage
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der erfolgreichen Annahme des Prinzipats des Augustus in der römischen Gesellschaft. Die Leitfrage untersucht, wie Augustus das Prinzipat als neue Ordnung in Rom etablieren konnte. Es wird untersucht, welche Gründe für die Akzeptanz des Prinzipats in der römischen Gesellschaft verantwortlich waren und welche nicht. Dabei werden sowohl der Senat als auch das einfache Volk betrachtet.
- Die Machtergreifung des Augustus und die Umstände, die zu seiner Annahme führten
- Die "offizielle" Beibehaltung der Republik als Fassade
- Die Rolle des Senats und der Aristokratie bei der Etablierung des Prinzipats
- Das Bewusstsein der Römer für die Veränderungen durch Augustus
- Die politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften des Augustus
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Umstände der Machtergreifung des Augustus und stellt die Situation der römischen Gesellschaft in den Kontext des jahrzehntelangen Bürgerkriegs. Kapitel zwei betrachtet die "offizielle" Beibehaltung der Republik und die Strategien des Augustus, um die republikanische Fassade aufrechtzuerhalten, während er gleichzeitig seine Alleinherrschaft festigte.
Schlüsselwörter
Augustus, Prinzipat, römische Gesellschaft, Senat, Aristokratie, Republik, Bürgerkrieg, Machtübernahme, Machtergreifung, politische Ordnung, soziale Veränderungen.
Häufig gestellte Fragen
Was war das "Prinzipat" des Augustus?
Das Prinzipat war eine Regierungsform, die offiziell die Strukturen der römischen Republik beibehielt, faktisch aber eine Alleinherrschaft (Monarchie) des Augustus darstellte.
Wie schaffte es Augustus, seine Macht ohne Widerstand zu festigen?
Er nutzte eine geschickte Fassade der "Wiederherstellung der Republik" und kooperierte eng mit dem Senat und der Aristokratie, anstatt als offener Diktator aufzutreten.
Welche Rolle spielten die Bürgerkriege für den Erfolg des Augustus?
Nach Jahrzehnten blutiger Bürgerkriege sehnte sich die römische Gesellschaft nach Frieden (Pax Augusta) und war bereit, politische Freiheiten gegen Stabilität einzutauschen.
Was geschah am 13. Januar 27 v. Chr.?
An diesem Tag gab Augustus offiziell seine außerordentlichen Vollmachten an den Senat zurück, was als Wiederherstellung der Republik gefeiert wurde, ihm aber tatsächlich seine dauerhafte Machtposition sicherte.
Welche wirtschaftlichen Errungenschaften förderten seine Akzeptanz?
Augustus sorgte für wirtschaftlichen Aufschwung, eine effiziente Verwaltung und großzügige Bauten, was ihm die Unterstützung des einfachen Volkes sicherte.
- Quote paper
- Tarik Akar (Author), 2016, Gründe für die erfolgreiche Annahme des Prinzipats des Augustus in der römischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463919