Die sportpädagogische Perspektive “Gesundheit fördern,
Gesundheitsbewusstsein entwickeln” wird eine immer zentralere Stellung im Kanon der sportpädagogischen Perspektiven einnehmen. Beobachtet man Schülerinnen und Schüler genau, fällt auf, dass schon in den fünften Klassen eine Vielzahl der Schülerinnen und Schülern gesundheitliche Probleme haben, dieses setzt sich oft bis in die Klassen neun und weiter fort. Zielsetzung dieses Projektes war daher eine Einstellungsveränderung bezüglich des Themas Gesundheit bei den Schülerinnen und Schülern herbeizuführen. Ein für Schülerinnen und Schüler abstrakter Begriff, soll erfahrbar gemacht werden. Wie ich in Kapitel 2 darlegen werde, fordern auch der Lehrplan Sport und die Rahmenvorgaben für den Schulsport eine intensive Auseinandersetzung mit dieser pädagogischen Perspektive. So entstand auch der Entschluss der Fachschaften Sport und Biologie am RGH ein Projekt mit diesem Thema ins Leben zu rufen.
Meine Tätigkeit innerhalb dieser Projekttage umfasste eine Vielzahl von Lehrerfunktionen, ich möchte jedoch zwei hervorheben. Das Unterrichten selber stand in diesem Projekt im Mittelpunkt, denn am ersten Projekttag unterrichtetet ich die 15 Schülerinnen sowohl im Klassenraum, als auch in der Sporthalle (vgl. Kapitel 6). Auch die Funktion des Organisierens und Verwaltens spielte in diesem Projekt eine äußert wichtige Rolle. Über die Organisation von Treffen der ‚Arbeitsgruppe Gesundheit’ bis zur Herstellung des Kontaktes zum Fitness-Studio waren zahlreiche Gespräche notwendig. An den Projekttagen selber war die Belegung der Sporthalle und Klassenräume zu klären, ebenso erforderte die Zugfahrt der Gruppe nach Bielefeld organisatorischen Aufwand. Ein weiteres Ziel dieses Projektes sollte es sein, das Thema Gesundheit im Schulprogramm zu verankern (vgl. Kapitel 4).
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Anbindung des Projektes an die Rahmenvorgaben für den Schulsport und an den Lehrplan Sport der Sekundarstufe I
- 3. Warum überhaupt ein fachübergreifendes Projekt?
- 4. Wie kam es zu der Idee für ein Projekt unter dieser Perspektive?
- 5. Die Planung der Projekte 1-3, 5 und 6
- 6. Das Projekt 4, Fitness für Mädchen'
- 6.1. Dienstag 10.05.2005
- 6.2. Mittwoch 11.05.2005
- 6.3. Donnerstag 12.05.2005
- 7. Die unterrichtliche Anbindung des Projektinhalts des Projekts 4
- 8. Evaluation des Gesamtprojektes
- 9. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Projekt zielt darauf ab, das Gesundheitsbewusstsein von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen des Ravensberger Gymnasiums in Herford (RGH) zu stärken und eine Einstellungsänderung bezüglich des Themas Gesundheit zu bewirken.
- Vermittlung der Bedeutung von Gesundheit und gesundheitsförderndem Verhalten.
- Praktische Umsetzung der sportpädagogischen Perspektive „Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln“ in einem fachübergreifenden Projekt.
- Verknüpfung von Theorie und Praxis durch die Einbindung von Fitness-Stationen, Fitness-Planung und dem Besuch eines Fitness-Studios.
- Entwicklung von Eigeninitiative und Selbstverantwortung bei den Schülerinnen und Schülern im Bereich der Gesundheitsförderung.
- Anbindung des Projektes an den Lehrplan Sport und die Rahmenvorgaben für den Schulsport.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 stellt die sportpädagogische Perspektive „Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln“ vor und erläutert die Notwendigkeit des Projektes im Kontext der gesundheitlichen Herausforderungen bei Schülerinnen und Schülern. Kapitel 2 thematisiert die Anbindung des Projektes an die Rahmenvorgaben für den Schulsport und den Lehrplan Sport der Sekundarstufe I. Die Vorteile eines fachübergreifenden Projektes werden in Kapitel 3 dargelegt, während Kapitel 4 die Entstehung der Idee für das Projekt unter dieser Perspektive beleuchtet. Die Planung der einzelnen Projekte 1-3, 5 und 6 wird in Kapitel 5 behandelt, während Kapitel 6 detailliert das Projekt 4 „Fitness für Mädchen“ beschreibt. Kapitel 7 beleuchtet die unterrichtliche Anbindung des Projektinhalts des Projektes 4. Schließlich werden in Kapitel 8 die Evaluation des Gesamtprojektes und in Kapitel 9 ein Fazit und Ausblick gegeben.
Schlüsselwörter
Sportpädagogische Perspektive, Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln, fachübergreifendes Projekt, Schulsport, Lehrplan Sport, Fitness, Fitness-Stationen, Fitness-Plan, Fitness-Studio, Selbstorganisation, Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit, Handlungsorientierung, Erfahrung, Theorie, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der sportpädagogischen Perspektive "Gesundheit fördern"?
Ziel ist es, bei Schülern ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu entwickeln und eine langfristige Einstellungsänderung zu gesundheitsförderndem Verhalten zu bewirken.
Warum wurde das Projekt "Fitness für Mädchen" ins Leben gerufen?
Es sollte ein abstrakter Gesundheitsbegriff durch praktische Erfahrungen (Fitness-Stationen, Studiobesuch) für Schülerinnen der 9. Klasse greifbar gemacht werden.
Wie wird das Projekt im Lehrplan verankert?
Das Projekt orientiert sich an den Rahmenvorgaben für den Schulsport und dem Lehrplan Sport der Sekundarstufe I, die eine intensive Auseinandersetzung mit Gesundheit fordern.
Welche Rolle spielt die fachübergreifende Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit zwischen Sport- und Biologiefachschaften ermöglicht es, theoretisches Wissen über den Körper mit praktischer Bewegung zu verknüpfen.
Welche Methoden wurden zur Förderung der Selbstständigkeit genutzt?
Durch Handlungsorientierung und die eigenständige Planung von Fitness-Einheiten lernten die Schülerinnen Eigeninitiative und Selbstverantwortung.
- Quote paper
- Daniel Nienaber (Author), 2005, Die Umsetzung der sportpädagogischen Perspektive 'Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46378