Was sind die Merkmale einer guten Präsentation? Für das Gelingen eines Vortrags spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Aufbereitung und Beherrschung des Themas sind wichtig. Ebenso muss der Umgang mit den Medien, die zum Einsatz kommen, beherrscht werden. Das größte Hindernis ist jedoch nicht selten und ganz natürlich man selbst. Wohin mit den Händen? Wie stehe ich am besten? Wen schaue ich an? Mit diesen und noch viel mehr Fragen sehen sich Referenten konfrontiert. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, sich seiner Körpersprache bewusst zu sein. Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Anforderungen dabei an Schüler und Lehrkräfte im Unterricht gestellt werden und liegt damit durchaus im Trend. Einschlägige Ratgeber für das vorbereiten und Halten von Präsentationen gibt es zwar schon lange. In den letzten Jahren hat die sprachdidaktische Forschung aber vermehrt untersucht, wie man das Präsentieren objektiv beurteilbar machen kann.
Zunächst wird überprüft, welche Vorgaben es im Hinblick auf Präsentationen und Körpersprache im Unterricht gibt. Dazu genügt ein Blick in die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz sowie in die Lehrpläne einiger Bundesländer. Im weiteren Verlauf soll überprüft werden, was wichtige Teilkriterien für die Kompetenz Körpersprache sind. Berücksichtigt werden Mimik, Gestik und Haltung sowie die Interaktion mit dem Publikum. Anhand eines Vortrags einer Schülerin, der als Video vorliegt und in Teilen transkribiert wurde, wird anschließend analysiert, welche Auffälligkeiten und Fehlerquellen es gibt und wie der Lehrer beurteilen und korrigieren kann. Die Ergebnisse der nachfolgenden Ausführungen werden in einem Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Frage nach einheitlichen Vorgaben
- 2.1 Die KMK-Bildungsstandards
- 2.2 Die Lehrpläne der Bundesländer
- 3. Merkmale einer guten Körpersprache
- 3.1 Blickkontakt, Mimik, Gestik
- 3.2 Haltung und Raum
- 4. Das Referat und die anschließende Aufarbeitung
- 4.1 Videoanalyse eines Vortrags
- 4.2 Beurteilung und Feedback
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Körpersprache im Kontext von Präsentationen im Schulunterricht. Sie analysiert, welche Anforderungen SchülerInnen hinsichtlich Mimik, Gestik und Haltung erfüllen müssen, um die Unterrichtsmethode Präsentation erfolgreich zu bewältigen. Darüber hinaus wird untersucht, wie Lehrkräfte Präsentationen und Körpersprache effektiv beurteilen und korrigieren können.
- Einheitliche Vorgaben für Körpersprache in Präsentationen
- Merkmale einer guten Körpersprache im Kontext von Präsentationen
- Beurteilung von Körpersprache in Präsentationen
- Videoanalyse eines Schüler-Vortrags und die Identifizierung von Auffälligkeiten und Fehlerquellen
- Feedback und Korrekturmöglichkeiten für SchülerInnen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Präsentationen im Schulunterricht ein und betont die Bedeutung von Körpersprache für den Erfolg von Präsentationen. Sie stellt die Relevanz von Feedback für den Lernprozess und die Notwendigkeit von klaren Kriterien für die Beurteilung von Körpersprache heraus.
2. Die Frage nach einheitlichen Vorgaben
Dieses Kapitel untersucht die Frage nach einheitlichen Vorgaben für Präsentationen und Körpersprache im Schulunterricht. Es analysiert die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) und die Lehrpläne verschiedener Bundesländer, um festzustellen, ob und in welchem Umfang diese Vorgaben für Körpersprache im Zusammenhang mit Präsentationen enthalten sind.
3. Merkmale einer guten Körpersprache
Dieses Kapitel beschreibt die wesentlichen Merkmale einer guten Körpersprache im Kontext von Präsentationen. Es beleuchtet die Bedeutung von Blickkontakt, Mimik, Gestik und Haltung sowie die Interaktion mit dem Publikum.
4. Das Referat und die anschließende Aufarbeitung
Dieses Kapitel analysiert anhand eines Video-Beispiels den Vortrag einer Schülerin. Es identifiziert Auffälligkeiten und Fehlerquellen in Bezug auf Körpersprache und zeigt auf, wie Lehrkräfte solche Präsentationen beurteilen und korrigieren können.
Schlüsselwörter
Körpersprache, Präsentation, Schulunterricht, Bildungsstandards, Lehrpläne, Mimik, Gestik, Haltung, Blickkontakt, Beurteilung, Feedback, Videoanalyse, Schüler-Vortrag.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Körpersprache bei Schulpräsentationen wichtig?
Körpersprache beeinflusst maßgeblich die Wirkung eines Vortrags und kann die Beherrschung des Themas unterstützen oder durch Nervosität behindern.
Welche Vorgaben machen die Bildungsstandards zur Körpersprache?
Die KMK-Bildungsstandards und Lehrpläne fordern zunehmend, dass Schüler nonverbale Kommunikationsmittel wie Mimik und Gestik bewusst einsetzen können.
Was sind Merkmale einer guten Gestik während eines Vortrags?
Eine gute Gestik ist offen, unterstreicht das Gesagte und vermeidet ablenkende Bewegungen wie das Spielen mit Stiften oder Hände in den Taschen.
Wie sollte der Blickkontakt zum Publikum gestaltet sein?
Der Referent sollte das gesamte Publikum einbeziehen und nicht nur den Lehrer oder das Manuskript anschauen, um eine Verbindung zu den Zuhörern aufzubauen.
Wie können Lehrer Körpersprache objektiv beurteilen?
Durch klare Kriterienraster, Videoanalysen und systematisches Feedback können Lehrer die körpersprachliche Kompetenz messbar machen.
Was hilft gegen Unsicherheit in der Körperhaltung beim Referieren?
Ein sicherer Stand (beide Beine fest auf dem Boden) und das Bewusstsein über den genutzten Raum helfen, Souveränität auszustrahlen und Lampenfieber zu reduzieren.
- Quote paper
- Marcel Kling (Author), 2016, Körpersprache als Kompetenz in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463699