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Der Eisenbahnbau als koloniales Mittel zur Machtetablierung. Die Perspektive der Herrschenden am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas

Title: Der Eisenbahnbau als koloniales Mittel zur Machtetablierung. Die Perspektive der Herrschenden am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas

Essay , 2016 , 4 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Das nachfolgende Essay befasst sich mit dem Eisenbahnbau als machtpolitisches Mittel der herrschenden Kolonialmächte am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas.

"Kolonisieren heißt transportieren", diese Worte des belgischen Monarchen Leopold II. zeigen, welch hohe Bedeutung er der Verkehrsinfrastrukturen im Kolonialismus zuschrieb. Aber warum genau erachteten die Akteure des Kolonialismus sie als wichtig, welchen Zweck sahen sie in ihnen?

Dirk van Laak hat das große Ausmaß von Machtwirkungen, die Infrastrukturen hervorbringen, dargelegt und gezeigt, wie wichtig sie für Aufbau und Erhalt von Herrschaft sind Damit scheint eine passende Antwort gefunden zu sein, zumal Macht und Kolonialismus kaum voneinander zu trennen sind.

Aber inwiefern waren sich die Kolonisierenden der Bedeutung von Verkehrsinfrastrukturen für die Etablierung des eigenen Einflusses in den beanspruchten Gebieten tatsächlich bewusst? War die Durchsetzung von Machtinteressen die vorherrschende oder sogar alleinige Motivation für aufwändige Streckenbauprojekte in den besetzten Gebieten? Diese Fragen versucht das vorliegende Essay zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Der Eisenbahnbau als koloniales Mittel zur Machtetablierung
  • Die Perspektive der Herrschenden am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas
    • Die Swakopmund-Windhuk-Bahn: Rinderpest und wirtschaftliche Interessen
    • Die Otavibahn: Private Initiative und wirtschaftliche Ausbeutung
    • Die Südbahn: Kriegsführung und die Festigung der Macht
    • Die Nordsüdbahn: Logistische Vereinigung und Güterverkehr

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Der Text untersucht die Rolle des Eisenbahnbaues in der deutschen Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika und analysiert, inwieweit er als Mittel zur Etablierung und Sicherung der deutschen Macht diente. Dabei wird der Fokus auf die Perspektiven der deutschen Kolonialverwaltung gelegt.

  • Die verschiedenen Motive für den Eisenbahnbau in Deutsch-Südwestafrika
  • Die Beziehung zwischen Eisenbahnbau und der Machtetablierung der deutschen Kolonialmacht
  • Die Bedeutung der Eisenbahn für die deutsche Herrschaft im Kontext von wirtschaftlichen Interessen und militärischen Auseinandersetzungen
  • Die Veränderungen im Verhältnis der Deutschen zu ihren Kolonialbahnen im Laufe der Zeit
  • Die Auswirkungen des Eisenbahnbaues auf die deutsche Kolonialstrategie

Zusammenfassung der Kapitel

  • Der Text beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung von Verkehrsinfrastrukturen im Kolonialismus und insbesondere die Rolle des Eisenbahnbaues beleuchtet.
  • Im zweiten Abschnitt werden die Hintergründe des Baus der ersten Eisenbahnlinie in Deutsch-Südwestafrika, der Swakopmund-Windhuk-Bahn, erörtert. Der Text analysiert die Rolle der Rinderpest bei der Entscheidung für den Streckenbau und die primäre Intention der deutschen Regierung, den Warentransport zu gewährleisten, um die Versorgung der Kolonie zu sichern.
  • Der dritte Abschnitt befasst sich mit der Otavibahn, die von privater Seite initiiert wurde, um die Ausbeutung von Kupfer- und Bleigruben im Norden der Kolonie zu ermöglichen. Der Text argumentiert, dass die Otavibahn die ökonomischen Interessen der deutschen Kolonialmacht durchsetzte und die bereits etablierte Machtposition der Deutschen nutzte.
  • Der vierte Abschnitt widmet sich der Südbahn, die im Kontext des Krieges gegen die Nama erbaut wurde. Der Text betont, dass die Südbahn der deutschen Regierung die Möglichkeit gab, ihre Macht auszuüben und in der Kolonie Strukturen aufzubauen.
  • Der letzte Abschnitt behandelt die Nordsüdbahn, die zur logistischen Vereinigung der Kolonie beitragen sollte. Die Verbindung zwischen Windhuk und Keetmanshoop sollte die deutsche Herrschaft in Deutsch-Südwestafrika festigen und den Güterverkehr in der Kolonie erleichtern.

Schlüsselwörter

Der Text konzentriert sich auf die Themen Eisenbahnbau, Kolonialismus, Deutsch-Südwestafrika, Machtetablierung, wirtschaftliche Interessen, militärische Konflikte, strategische Bedeutung, und das Verhältnis von Macht und Infrastruktur. Die Analyse bezieht sich auf die deutschen Kolonisatoren, die Herero und die Nama, sowie auf die einzelnen Eisenbahnstrecken (Swakopmund-Windhuk, Otavibahn, Südbahn, Nordsüdbahn). Die Arbeit greift auf Beispiele und Zitate aus verschiedenen Quellen zurück, darunter Werke von Baltzer, Kaulich und Osterhammel.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bedeutung hatte der Eisenbahnbau für den Kolonialismus?

Eisenbahnen waren ein zentrales machtpolitisches Mittel zur Etablierung und Sicherung der Herrschaft, zum Transport von Truppen und zur wirtschaftlichen Ausbeutung der Gebiete.

Welche Rolle spielte die Rinderpest beim Bau der Swakopmund-Windhuk-Bahn?

Der Ausbruch der Rinderpest vernichtete die Ochsenkarren-Transporte, was die deutsche Kolonialverwaltung dazu zwang, die Eisenbahn als alternatives Transportmittel schnell voranzutreiben.

Was war der Zweck der Otavibahn?

Die Otavibahn wurde primär durch private Initiative gebaut, um den Abbau und Abtransport von Kupfer und Blei im Norden der Kolonie zu ermöglichen.

Inwiefern diente die Südbahn militärischen Zwecken?

Die Südbahn wurde im Kontext des Krieges gegen die Nama erbaut, um logistische Vorteile bei der Kriegsführung zu erlangen und die deutsche Macht im Süden zu festigen.

Was bedeutete der Ausspruch „Kolonisieren heißt transportieren“?

Dieser Ausspruch von Leopold II. unterstreicht, dass die Kontrolle über die Verkehrsinfrastruktur die Grundvoraussetzung für die effektive Beherrschung einer Kolonie ist.

Welches Ziel verfolgte der Bau der Nordsüdbahn?

Die Nordsüdbahn sollte die verschiedenen Landesteile logistisch vereinen, den Güterverkehr erleichtern und die deutsche Herrschaft flächendeckend stabilisieren.

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Details

Title
Der Eisenbahnbau als koloniales Mittel zur Machtetablierung. Die Perspektive der Herrschenden am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Course
Infrastrukturen der Macht. Koloniale Infrastrukturprojekte im 19. und 20. Jhd.
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
4
Catalog Number
V463097
ISBN (eBook)
9783668921382
Language
German
Tags
Kolonie Kolonialismus Laak Infrastruktur Infrastrukturen Macht Eisenbahn Deutsch-Südwestafrika Baltzer Windhuk Windhoek Kolonialbahn Kolonialbahnen Otavibahn Osterhammel Lüderitz Nama Herero Verkehr Imperialismus Wilhelminismus Kaiserreich Deutsches Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Der Eisenbahnbau als koloniales Mittel zur Machtetablierung. Die Perspektive der Herrschenden am Beispiel Deutsch-Südwestafrikas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463097
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