Laut einer Studie zum Europäischen Datenschutztag haben 50% der Befragten nicht das Gefühl, die Weiterverwendung ihrer persönlichen Daten im Internet zu kontrollieren. Für über 90% ist der Schutz von persönlichen Daten aber sehr wichtig. Gleichzeitig gehören sie für Unternehmen zu den wertvollsten Gütern, denn sie decken Verhaltensmuster und Vorlieben auf.
Um das Grundrecht auf Datenschutz zu stärken, hat die EU im Jahr 2016 die Datenschutz-Grundverordnung verabschiedet. Zuvor gab es beispielsweise noch keine spezifischen Vorschriften zum Beschäftigtendatenschutz. Was sich nun geändert hat, erklärt Anouk Tenbrink in ihrem Buch.
Während eines Arbeitsverhältnisses sammelt der Arbeitgeber persönliche Daten, die zum Beispiel für die Gehaltsabrechnung nötig sind. Tenbrink zeigt, wie sich der Beschäftigtendatenschutz durch die neue DS-GVO geändert hat und was dies für den deutschen Beschäftigtendatenschutz bedeutet. Außerdem zeigt sie die datenschutzrechtlichen Hindernisse zum Thema "Bring Your Own Device" auf.
Aus dem Inhalt:
- Europäische Union;
- Datenschutzrichtlinie;
- Privatsphäre;
- Europäischer Gerichtshof;
- Arbeitsrecht
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Die Datenschutzgrundverordnung
- 2.1 Ausgangslage der DS-GVO
- 2.2 Beschäftigtendatenschutz in der DS-GVO
- 2.3 Die Öffnungsklausel Artikel 88 DS-GVO
- 3 Beschäftigtendatenschutz in Deutschland
- 4 Bring Your Own Device
- 4.1 BYOD und seine Erscheinungsformen
- 4.2 BYOD und Beschäftigtendatenschutz
- 5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Publikation befasst sich mit der Anwendung der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) im Kontext des Beschäftigtendatenschutzes, insbesondere im Zusammenhang mit dem Trend "Bring Your Own Device" (BYOD). Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der DS-GVO und ihre Auswirkungen auf die Praxis des BYOD.
- Die rechtlichen Grundlagen des Beschäftigtendatenschutzes in der DS-GVO
- Die Relevanz der Öffnungsklausel in Artikel 88 DS-GVO für den Bereich BYOD
- Die Herausforderungen des BYOD im Hinblick auf den Datenschutz
- Mögliche Lösungsansätze und Best Practices für die Umsetzung von BYOD-Konzepten unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Dieses Kapitel führt in die Thematik des Beschäftigtendatenschutzes im Kontext von BYOD ein und erläutert die Relevanz des Themas. Es werden zudem die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit vorgestellt.
- Kapitel 2: Die Datenschutzgrundverordnung
Dieses Kapitel stellt die DS-GVO und ihre zentralen Bestimmungen vor, insbesondere im Hinblick auf den Beschäftigtendatenschutz. Es wird auf die Ausgangslage der DS-GVO, die Regelung des Beschäftigtendatenschutzes und die Öffnungsklausel in Artikel 88 eingegangen.
- Kapitel 3: Beschäftigtendatenschutz in Deutschland
Dieses Kapitel beleuchtet den Beschäftigtendatenschutz im deutschen Recht, insbesondere unter Berücksichtigung der Anwendung der DS-GVO. Es werden relevante Rechtsnormen und ihre Bedeutung für den Bereich BYOD erläutert.
- Kapitel 4: Bring Your Own Device
Dieses Kapitel widmet sich dem Trend BYOD und seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Es analysiert die Herausforderungen, die BYOD im Hinblick auf den Beschäftigtendatenschutz mit sich bringt, und beleuchtet mögliche Lösungsansätze.
Schlüsselwörter
Datenschutzgrundverordnung, Beschäftigtendatenschutz, Bring Your Own Device, BYOD, Datenschutz, Datensicherheit, Rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Sicherheit, Compliance, Datenschutzbeauftragter, Mobile Device Management, Unternehmen, Arbeitnehmer, Recht, Rechtssicherheit
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Bring Your Own Device" (BYOD) im Arbeitsverhältnis?
BYOD bezeichnet die Nutzung privater Endgeräte (Smartphones, Laptops) durch Arbeitnehmer für berufliche Zwecke im Unternehmen.
Welche Auswirkungen hat die DS-GVO auf den Beschäftigtendatenschutz?
Die DS-GVO stärkt das Grundrecht auf Datenschutz und regelt, wie Arbeitgeber persönliche Daten (z.B. für Gehaltsabrechnungen) verarbeiten dürfen.
Was besagt Artikel 88 der DS-GVO?
Artikel 88 ist eine Öffnungsklausel, die es den Mitgliedstaaten erlaubt, spezifischere Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten im Beschäftigungskontext zu erlassen.
Welche datenschutzrechtlichen Hindernisse gibt es bei BYOD?
Herausforderungen liegen in der Trennung von privaten und geschäftlichen Daten, der IT-Sicherheit und der Kontrolle des Arbeitgebers über das private Gerät.
Wie können Unternehmen BYOD-Konzepte sicher umsetzen?
Durch klare rechtliche Rahmenbedingungen, Mobile Device Management (MDM) und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien unter Einbeziehung des Datenschutzbeauftragten.
- Citation du texte
- Anouk Tenbrink (Auteur), 2019, Die Datenschutz-Grundverordnung und ihre Richtlinien für den Beschäftigtendatenschutz. "Bring Your Own Device" in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462986