Diese Arbeit ist eine Gedichtsinterpretation zu "Die Wolllust" von Hoffmannswaldau, sowie ein Vergleich mit dem Gedicht "Die Tugend", ebenfalls von Hoffmannswaldau.
Die Wollust ist bekanntlich eine der sieben Todsünden in der Bibel, jedoch ist mit ihr in diesem Kontext nicht vorrangig ein sexuelles Vergnügen gemeint, sondern vielmehr eine Lebenslust, die das Leben der Menschen erst so richtig lebenswert macht.
Es durchzieht sich in Hoffmannswaldaus Stück, eine Art Weltfreude, die insbesondere auf seine erotische Dichtung Bezug nimmt. Innerhalb der literaturwissenschaftlichen Forschung wird „Die Wollust“ u. a. als Verkörperung der allgemeinen Lebenslust und Lebensfreude beschrieben und bringt somit das barocktypische Motiv „Carpe diem“ zum Ausdruck. Damit einhergehend schreibt der Autor scheinbar gegen die Strömungen seiner Zeit, da die Lehre des Epikur thematisiert wird und Gedanken an das Jenseits oder die Vergänglichkeit keine Rolle spielen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Die explizite Darstellung der Wollust
- 2. Die implizite Darstellung der Wollust
- 2.1. Figurendarstellung
- 2.2. Schauplatzdarstellung
- 2.3. Handlungsdarstellung
- 3. Vergleich der Gedichte „Die Wollust“ und „Die Tugend“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert das Gedicht „Die Wollust“ von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau und untersucht, wie die Wollust darin direkt und indirekt dargestellt wird. Dabei werden die Figuren-, Schauplatz- und Handlungsdarstellung analysiert. Die Analyse fokussiert auf die Bedeutung der Wollust im Kontext des Barocks und der Lebensfreude. Weiterhin wird das Gedicht „Die Tugend“ im Vergleich zu „Die Wollust“ beleuchtet.
- Die Darstellung der Wollust im Barock
- Die Rolle der Sinneswahrnehmung
- Die Verbindung von Natur und Wollust
- Das Motiv „Carpe diem“
- Vergleich von „Die Wollust“ und „Die Tugend“
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Gedicht „Die Wollust“ von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau ein und gibt einen Überblick über den historischen Kontext sowie die Bedeutung der Wollust im Barock. Das erste Kapitel untersucht die explizite Darstellung der Wollust im Gedicht, wobei der Fokus auf die Sinneswahrnehmung, die Beziehung zwischen Wollust und Natur und die Bedeutung des christlichen stoizistisch geprägten Weltbildes liegt.
Schlüsselwörter
Barock, Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, "Die Wollust", Wollust, Lebenslust, Carpe diem, Sinneswahrnehmung, Natur, Figur, Schauplatz, Handlung, „Die Tugend", Vergleich
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Hoffmannswaldau unter "Wollust"?
In diesem Kontext ist nicht primär sexuelles Vergnügen gemeint, sondern eine allgemeine Lebenslust und Weltfreude, die das Leben lebenswert macht.
Wie passt das Motiv "Carpe diem" in das Gedicht?
Das Gedicht drückt die barocktypische Aufforderung aus, den Tag zu genießen und die Lebensfreude in den Mittelpunkt zu stellen, ohne sich ständig um das Jenseits zu sorgen.
Welche Rolle spielt die Natur in Hoffmannswaldaus Werk?
Die Arbeit analysiert die enge Verbindung zwischen Naturdarstellungen und der Entfaltung von Sinnlichkeit und Wollust im Barock.
Wie werden "Die Wollust" und "Die Tugend" verglichen?
Die Arbeit stellt die beiden Gedichte gegenüber, um die gegensätzlichen Konzepte von Lebensgenuss und moralischer Standhaftigkeit im Werk des Autors zu beleuchten.
Warum gilt Hoffmannswaldaus Dichtung als untypisch für seine Zeit?
Weil er die Lehre des Epikur thematisiert und Gedanken an die Vergänglichkeit (Memento Mori) zugunsten der Lebensfreude in den Hintergrund treten lässt.
- Citation du texte
- Isabelle Hein (Auteur), 2018, Die Wollust im Werk von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461849