Im kulturellen und künstlerischen Bereich sind knappe Mittel ein ständiges Problem. Der Disput zwischen Kreativität und Wirtschaftlichkeit muss nicht selten zu Ungunsten der Kreativität entschieden werden. Ein zunehmend populäres Mittel ist das Crowdfunding (oder auch Schwarmfinanzierung), das eine Art Liberalisierung der kreativen Szene möglich macht. Der Künstler erhält hierdurch ein Mittel, seine Visionen allein abhängig vom Zusammenspiel eines begeisterungsfähigen Publikums - bestehend aus zahllosen Individualisten - umzusetzen, statt nach einer finanzkräftigen Institution oder einem Sponsor Ausschau halten zu müssen.
Zusätzlich erhalten sonst am Kunstmarkt weitgehend unbeteiligte Personen Zugang zu neuen Interessengebieten. In dieser Arbeit soll zunächst der Begriff des Crowdfunding geklärt werden und an Beispielen aus der Kunst- und StartUp-Szene näher beleuchtet werden. Anschließend werden die Chancen und Risiken dieses neuen Finanzierungsmodells zusammengefasst. Schließlich wird eine Überprüfung der Zukunftsfähigkeit des Crowdfunding-Prinzips stattfinden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung
- Voraussetzungen für Crowdfunding
- Plattformen
- kickstarter.com
- Startnext.de
- Soziale Netzwerke
- Chancen und Risiken
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Crowdfunding als Finanzierungsmittel für Kunstprojekte. Dabei wird der Begriff des Crowdfundings geklärt und anhand von Beispielen aus der Kunst- und StartUp-Szene näher beleuchtet. Die Chancen und Risiken des Crowdfunding-Modells werden analysiert und seine Zukunftsfähigkeit wird geprüft.
- Definition und Abgrenzung des Crowdfunding
- Die Rolle von Plattformen wie Kickstarter und Startnext
- Chancen und Risiken des Crowdfundings für Künstler
- Technologische Voraussetzungen für das Crowdfunding
- Die Zukunft des Crowdfunding im Kunstbereich
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema Crowdfunding im Kunstbereich vor und beschreibt die Problematik knapper Mittel im kulturellen und künstlerischen Bereich. Das erste Kapitel definiert den Begriff des Crowdfundings und grenzt ihn von anderen Finanzierungsmodellen ab. Es werden Beispiele aus der Kunst- und StartUp-Szene gegeben.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Voraussetzungen für das Crowdfunding und erklärt die Rolle der technischen Neuerungen der letzten 25 Jahre in der Kommunikation. Es wird die Bedeutung der Aufhebung der Eindimensionalität in der Kommunikation für den Erfolg des Crowdfundings hervorgehoben.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Plattformen, die für Crowdfunding-Projekte genutzt werden, wie Kickstarter und Startnext. Außerdem wird die Rolle sozialer Netzwerke im Crowdfunding-Prozess behandelt.
Schlüsselwörter
Crowdfunding, Kunstfinanzierung, Plattformen, Kickstarter, Startnext, Soziale Netzwerke, Chancen, Risiken, Zukunftsfähigkeit, Künstler, Kreativität, Wirtschaftlichkeit, Finanzierung, Gegenleistung, Supporter, StartUp, Kunstmarkt, Kunstwerke, Investitionsgut, Corporate Collections, Kommunikation, Technologie
Häufig gestellte Fragen
Was ist Crowdfunding im Kunstbereich?
Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) ermöglicht es Künstlern, Projekte durch viele kleine Beiträge von Privatpersonen zu finanzieren, statt von Sponsoren oder Institutionen abhängig zu sein.
Welche Plattformen sind für Künstler wichtig?
Bekannte Plattformen sind Kickstarter.com und Startnext.de, die speziell auf kreative Projekte ausgerichtet sind.
Welche Chancen bietet Crowdfunding?
Es ermöglicht eine „Liberalisierung der kreativen Szene“, bei der Visionen direkt durch ein begeisterungsfähiges Publikum umgesetzt werden können.
Welche Risiken gibt es beim Crowdfunding?
Risiken bestehen in der Nichterreichung des Finanzierungsziels (Alles-oder-nichts-Prinzip) sowie im hohen Aufwand für Kommunikation und Marketing.
Welche Rolle spielen soziale Netzwerke?
Soziale Netzwerke sind essenziell, um die notwendige Reichweite zu erzielen und die „Crowd“ über den Fortschritt des Projekts zu informieren.
Ist Crowdfunding ein zukunftsfähiges Modell für Kunst?
Die Arbeit prüft die Zukunftsfähigkeit und stellt fest, dass die Aufhebung der eindimensionalen Kommunikation durch das Internet dieses Modell erst ermöglicht hat.
- Quote paper
- Bianka Thielcke (Author), 2013, Crowdfunding als Mittel zur Kunstfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460991